Samstag, 16. Juli 2011

Sports² - St. Pauli schlägt FC Ingolstadt


Der FC Ingolstadt 04 hat beim Saisonstart in Lübeck gegen den FC St. Pauli 0:2 verloren. Fabian Boll erzielte beide Treffer für den Bundesliga-Absteiger. Engagierte Ingolstädter wussten keine Lösung nachdem Rückstand, so schlug Florian Boll nochmal eiskalt zu, die Entscheidung in Lübeck.
Leo Haas, Moritz Hartmann und Caiuby vergaben gute Chancen für die Schanzer.
Die Schanzer treffen am kommenden Freitag zum Heimspielauftakt auf Erzgebirge Aue (Anstoß 18:00 Uhr).

Donnerstag, 14. Juli 2011

Sports² - Standortbestimmung zum Saisonauftakt


Am kommenden Samstag startet der FC Ingolstadt 04 in die neue Zweitliga-Saison. Nachdem der letzte Saisonstart mit zwei 1:4-Niederlagen gegen Augsburg und Duisburg ordentlich in die Hose ging, will man dieses Jahr verhindern. Am besten will man natürlich mit einem Sieg in die neue Runde starten. Allerdings hat da der Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli etwas dagegen.
Auf tolle Millerntor-Stimmung dürfen sich die Gästefans und Spieler nicht freuen. Das erste Heimspiel trägt der FC St. Pauli im Lohmühle-Stadion in Lübeck aus. Grund dafür, ein Becherwurf beim Bundesliga-Spiel gegen Schalke 04, der zum Spielabbruch führte. Benno Möhlmann sieht das Spiel gegen Pauli als Standortbestimmung. Denn wo der FC Ingolstadt 04 steht, ist eine gute Frage. Nachdem man in der Vorbereitung einige gute Auftritte zeigte, gab es zuletzt erstmal zwei deftige Niederlagen. Zuletzt zeigte der Hamburger SV den Schanzern mit einem 2:4 die Grenzen auf. Viel bitterer war die Niederlage gegen den Drittligisten Wehen-Wiesbaden. 1:6 endete sogar diese Partie. In dieser kurzen Vorbereitungszeit habe man allerdings hat trainiert, so der Ingolstädter Trainer. St. Pauli konnte den Grundstock seiner Spieler behalten. Ebbers, Bartels, Naki, Tayki, Rohtenbach, Kalla, Gunesch, Morena - bleiben weiterhin in Diensten von St. Pauli. Vom Wiederaufstieg will man bei den Kiezkickern hingegen nichts wissen. Zu deutlich war die Botschaft in der Bundesliga. St. Pauli ist einfach zu schlecht für  die Erste Liga. Nachdem die Paulianer, den Erzrivalen Hamburger SV im Volksparkstadion schlugen, blieb Pauli bis zum Saisonende sieglos. Trotzdem ist mit Pauli durchaus oben zu rechnen. Ganz andere Ziele verfolgt der FC Ingolstadt 04. Klassenerhalt, aber diesmal ein bisschen stressfreier, als in der letzten Saison. Zweites Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Zu große Brötchen möchte man nicht backen. Doch erstmal kommt es darauf an wie die Schanzer aus den Startlöchern kommen. Seine Aufstellung verrät Benno Möhlmann nicht.
Schwarzer Saisonstart letzte Saison: 1:4 beim Derby  gegen Augsburg
Er wird die Entscheidung noch rechtzeitig bekannt geben und wahrscheinlich in den ersten Spielen die Startelf noch öfters wechseln. Denn es dauert Zeit bis sich eine Mannschaft gefunden hat. Gegen St. Pauli kann das Team einen ersten Schritt machen in Richtung Teamfindung und gut in die Saison starten. Besser wie letzte Saison sollte es auf jeden Fall werden.

Zum Spiel
FC St. Pauli - FC Ingolstadt 04
Vorjahresplatzierung St. Pauli: 18. - Bundesliga
Vorjahresplatzierung Ingolstadt: 14. - 2. Bundesliga

Stadion: Lohmühlestadion, Lübeck
Fahrtkilometer nach Lübeck (einfach): 762 Kilometer

Bisherige Aufeinandertreffen: zwei 1:0-Siege für St. Pauli
Besonderes: Nachdem der FC Ingolstadt 04 in der Rückrunde in der Saison 2007/2008 gegen Pauli zuhause verlor, stieg der FC04 in die dritte Liga ab.




Mittwoch, 13. Juli 2011

Sports² - Memo an mich selbst - wie wird die Saison?


Wie war die letzte Saison? Die Hinrunde war einfach total schrecklich. Man  wusste dass das Team gewinnen kann, aber einfach die Tore fehlen. Als Möhlmann kam, gab es noch ein paar gute Auftritte zum Ende der Hinrunde. Allerdings gab es dann Spiele in der Rückrunde gegen Augsburg, Fürth und Düsseldorf, bei denen ich dachte, wir steigen ab. So leblos und schlecht. Danach platzte in Karlsruhe der Knoten und wir starteten unsere Serie. Man sah was möglich ist in Sachen Zuschauern, wenn der Erfolg da ist. Das Ende der Saison war versöhnlich, mehr aber auch nicht. Der Höhepunkt der letzten Saison? Da muss ich kurz überlegen. Vor ausverkauften Haus gegen 1860 zu spielen. Allerdings war es verdammt bitter, dass wir in der letzten Minute den Sieg hergegeben haben. Die beste Auswärtsfahrt? Ganz klar die zur Hertha ins Olympiastadion. So eine Stimmung hab ich in der zweiten Liga noch nie gesehen. Auch das Stadion ist natürlich eine Wucht. Berlin war einfach unvergesslich.Dein Held der letzten Saison? Ganz klar Stefan Leitl. Hätten wir ihn nicht gehabt, wären wir wohl sang- und klanglos untergegangen. Wie findest du die neuen Trikots? Es hat sich ja nichts geändert. Der Verein hat beschlossen, das Heimtrikot so zu belassen um seinen Fans nicht das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich hab es letzte Saison gesagt, die Trikots schwarz-rot längsgestreift sind meine Traumtrikots, like Milan. Wie wird die neue Saison? Hoffentlich nicht so nervenaufreibend wie die Letzte und mit ein bisschen Konstanz. Und sonst, halt wie eine Zweitliga-Saison ist, mit kleinen und großen Überraschungen. Vorfreude auf? Hoffentlich viele Spiele bei denen ordentlich Stimmung im Sportpark ist. Natürlich auf das „Derby“ gegen die 60er. Und auf eine tolle Auswärtsfahrt nach Dresden. Welcher Neuzugang schlägt am besten ein? Gute Frage, ich hoffe ganz viele. Welches Team sorgt für eine Überraschung? Braunschweig und Dresden werden die Liga überraschen. Wer steigt ab? Schwierige Frage. SC Paderborn und der FSV Frankfurt. Hansa Rostock muss in die Relegation. Wer steigt auf? Eintracht Frankfurt marschiert, danach folgt der VfL Bochum. In die Relegation geht Energie Cottbus. Wer wird Meister in Liga eins? Bayern München. Welchen Spieler würdest du mit einem lebenslangen Vertrag ausstatten? Andreas Buchner.

Tabellen-Tipp für die kommende Saison:

1. Eintracht Frankfurt
2. VfL Bochum
3. MSV Duisburg
4. SpVgg Greuther Fürth
5. TSV 1860 München
6. FC Energie Cottbus
7. Fortuna Düsseldorf
8. FC St. Pauli 
9. SG Dynamo Dresden
10. FC Ingolstadt 04
11. TSV Alemannia Aachen
12. TSV Eintracht Braunschweig 
13.Karlsruher SC
14. FC Erzgebirge Aue
15. FC Hansa Rostock
16. 1. FC Union Berlin
17. SC Paderborn
18. FSV Frankfurt

Sports² - Zeichen setzen - keine Sponsoren-Stadien mehr!


Der Lautsprecher Blog verwendet in seiner Berichterstattung im Rahmen der 1. und 2. Bundesliga, keine Stadien-Namen die einen Sponsoren-Namen tragen. Ich will damit, ein Zeichen setzen gegen die übertriebene Kommerzialisierung. Es werden Namen verwendet, unter denen die Stadien vor dem Verkauf des Namens bezeichnet wurden oder Namen die das Stadion als solches erkenntlich machen. Denn irgendwo geht der Kommerz zu weit.  
Ohne Kommerz wäre der Fußball nie so groß geworden, wie er jetzt ist, ganz klar. Doch irgendwo muss auch Tradition erhalten werden. Alles was zu Geld gemacht werden kann, wird verkauft. Mittlerweile tragen sogar Tribünen, Sponsoren-Namen.
Darum verwendet der Lautsprecher Blog folgende Stadien-Namen im Ober- und Unterhaus:
(aufgeführt sind nur Vereine, die in Stadien mit Sponsorennamen spielen)
FC Bayern München, Münchner Arena
Borussia Dortmund, Westfalenstadion
Bayer 04 Leverkusen, Leverkusener Arena / Leverkusen-Stadion
SC Freiburg, Dreisamstadion
1. FSV Mainz 05, Bruchwegstadion / Neuer Bruchweg
Hannover 96, Niedersachsenstadion / Arena Hannover
1. FC Nürnberg, Frankenstadion
1. FC Köln, Köln Arena
VfL Wolfsburg, Arena Wolfsburg
Hamburger SV, Volksparkstadion / Arena Hamburg
FC Augsburg, Arena Augsburg

2. Bundesliga
FC Hansa Rostock, Ostseestadion
FC Ingolstadt 04, Sportpark
SpVgg Greuther Fürth, Stadion Ronhof
FC Energie Cottbus, Stadion der Freundschaft
SC Paderborn 07, Stadion Paderborn
FSV 1899 Frankfurt, Frankfurt Stadion / Stadion am Bornheimer Hang
SG Dynamo Dresden, Rudolf-Harbig-Stadion
VfL Bochum, Ruhrstadion
FC Erzgebirge Aue, Erzgebirgsstadion
Eintracht Frankfurt, Stadion Frankfurt / Arena Frankfurt
MSV Duisburg, Arena Duisburg
Fortuna Düsseldorf, Arena Düsseldorf
FC Hansa Rostock, Ostseestadion


Montag, 11. Juli 2011

Sports² - 55. Auswärtsfahrt nach Lübeck


Die 55. Auswärtsfahrt führt am Samstag nach Lübeck. Nach Lübeck? Meint ihr jetzt wohl. Ja nach Lübeck. Da beim Bundesliga-Spiel zwischen Pauli und Schalke, es zum Spielabbruch kam, weil Pauli-Fans Trinkbecher auf den Rasen warfen, müssen die Kiezkicker ihr erstes Saisonspiel auswärts austragen. Gastgeber dieses "Heimspiels" ist Lübeck. Darum lautet das plumpe Motto der Auswärtsfahrt auch "Auswärtsfahrt zum FC St. Pauli nach Lübeck." Anstoß ist am Samstag um 13:00 Uhr.

Sonntag, 10. Juli 2011

Sverige 2011 - Teil III des Großfahrt-Spezials



Eine Großfahrt ohne Hajk? Sowas gibt es nicht. Auch bei dieser Großfahrt gehen wir auf Hajk. Doch dieses Mal länger. Auf Großfahrten wir normalerweise immer drei Tage gehajkt. Diesmal gibt es einen 4-Tages-Hajk, der aus zwei Tagen Lauf und zwei Tagen Kanu besteht. Denn damit kann man die wunderschöne schwedische Landschaft besonders gut kennenlernen. Denn in Schweden gehört Kanu fahren einfach mit dazu. Für die Hajkplanung sind David und ich zuständig. Auf jeden Fall wird der 4-Tages-Hajk ein ganz neues Erlebnis. Auch für mich eine Premiere nach den zwei 2-Tages-Hajks auf dem Grundkurs 2009 und auf dem Bundeslager 2010 und nach den zwei 3-Tages-Hajks in Polen 2007 und England 2009. Nach der einen Woche auf Blidingsholm geht es  gleich weiter auf die Insel Vässarö. Mehr dazu im nächsten Schweden-Spezial.

Samstag, 9. Juli 2011

Sports² - Schanzer bekommen vom HSV Lehrstunde


Beim letzten Test vor der neuen Zweitligasaison bekam der FC Ingolstadt 04 im Sportpark gegen den Hamburger SV eine Lehrstunde. Die Schanzer unterlagen mit 2:4 und hatten im Spiel nie den Hauch einer Chance.
Lediglich die Tore von David Pisot und Moritz Hartmann konnten die schwache Leistung übertünchen.
Insgesamt lieferte der FC04 eine schwache Leistung gegen einen überzeugenden HSV ab. Die Hamburger allerdings spielten so schien es, nur mit Standgas.
Die Tore  für den HSV erzielten: Jarolim, Son, Kacar (2).

Auf den FC Ingolstadt 04 warten in Hinblick auf das erste Spiel in Lübeck gegen den FC St. Pauli kommende Woche, noch jede Menge Arbeit.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Tradition und Begeisterung ist nichts mehr wert


Nachhaltig, so lautet das Credo der Wirtschaft. Nachhaltig zu sein, Nachhaltigkeit fördern. München ist gescheitert, bei seiner Bewerbung für die 23. Olympischen Winterspiele. Das südkoreanische Pyeongchang setzte sich gegen seine Mitbewerber München und Annecy durch.
Am Ende siegte Kommerz über Olympische Tradition, Begeisterung, Nachhaltigkeit und eben das bessere Konzept. München hat bereits viele Sportstätten, ebenso Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden. Die Infrastruktur in Deutschland ist bereits jetzt Klasse und die Deutschen gelten als sportverrückt. Egal welches Event ins Land kommt, der Deutsche ist verrückt nach diesem Sport. Das sah man bei den Heimweltmeisterschaften im Handball (2007), Eishockey (2010) und im Fußball (2006, 2011). Das Olympiakonzept Münchens sah vor, die vorhandenen Sportstätten bei den Spielen zu nutzen. München und Umgebung pflegen eine lange Wintersport-Tradition und sind jährlicher Gast von Weltcup-Veranstaltungen. Dagegen müssen in Pyeongchang fast alle Sportstätten neu erbaut werden. Allerdings sind die Spiele in Südkorea die Spiele der kurzen Wege. Doch natürlich wollte das IOC die Südkoreaner nicht wieder im Regen stehen lassen, nachdem sie bei der Vergabe für die Winterspiele 2010 und 2014 scheiterten. 2010 bekam Vancouver den Vorzug und 2014 Sotschi. Ein gebranntes Kind in Mehrfachbewerbungen ist auch das österreichische Salzburg, sie scheiterten ebenfalls 2010 und 2014, bewarben sich für die Spiele 2018 hingegen nicht mehr.
Ausschlaggebend für die Entscheidung PRO Pyeongchang war vor allem das wesentliche hohe Budget. Kein Bewerber hatte so viel finanzielles Budget wie Pyeongchang. Vor allem die neuen Märkte standen beim IOC weit oben auf der Agenda. Asien der unerschlossene Wintersportmarkt, soll so erklommen werden. Und natürlich war ausschlaggebend, dass sich die Stadt zum dritten Mal in Folge beworben hat. Ein drittes Mal konnte man die Spiele nicht an einen anderen Bewerber vergeben.
Doch leider ist das ein Trend im Sport. Bereits 2014 bekam Sotschi, der Badeort am Schwarzen Meer den Zuschlag für die Winterspiele. Obwohl Sotschi und Winterspiele so viel zusammen tun haben, wie Sommer und Ski fahren. Bereits die FIFA hat den Kapitalismus in den Fußball eindrucksvoll einziehen lassen, was Weltmeisterschaftsvergaben angeht. Die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 wurden nach Russland und Katar vergeben. Dass wohl beide Länder die Weltmeisterschaften "gekauft" haben, ist kaum anzuzweifeln. Russland bekommt nach Olympia 2014 das nächste sportliche Großereignis. So finden innerhalb von vier Jahren die zwei größten und finanzstärksten Sportveranstaltungen der Welt in Russland statt. Auch Russland und Katar haben mit Fußball-Tradition recht herzlich wenig zu tun. Die tolle Bewerbung von England wurde gleich im ersten Wahlgang abgeschmettert. Obwohl England als Mutterland des Fußballs und begeistertes Fußballland die WM mehr als verdient gehabt hätte. Sogar  die Gemeinschaftsbewerbungen von Belgien / Niederlande und Spanien / Portugal bekam mehr Stimmen im ersten Durchgang. So war der Weg frei für Russland. Auch bei der Vergabe für die WM 2022 musste man seine Augen reiben. Katar erhielt in jedem Durchgang die meisten Stimmen und stach am Ende die USA mit 14:8 aus. Südkorea, Japan und Australien waren bereits die Runden davor ausgeschieden. Zehn Exekutivmitglieder stehen unter Korruptionsverdacht. Doch ob die beiden Weltmeisterschaften nochmal vergeben werden, ist kaum klar. Für  die total gehirnamputierte Vergabe nach Katar, nannte die FIFA ebenfalls die Erschließung neuer Märkte als Grund.
Die aktuelle Entwicklung der Vergaben von Sport-Ereignissen sollte man deswegen nur sehr kritisch gegenüber stehen.

"Es war eine Entscheidung zwischen der großen Tradition, die sich mit Olympia verbindet - und dem großen Geschäft, das Olympia inzwischen ist. Es war eine Entscheidung zwischen der alten und der neuen Welt des Sports, zwischen zwei Städten, die gegensätzlicher kaum sein können. Hier München mit seiner 853-jährigen Geschichte, dem Oktoberfest, dem Viktualienmarkt, den prachtvollen Schlössern im Umland.
Und dort ein asiatischer Skiort aus der Retorte, dessen Straßen so heimelig sind wie ein mittelprächtiges Einkaufszentrum; ein Ort, dessen Pisten für Olympia aus dem Boden gestampft wurden, weil im Umkreis von zwei Flugstunden angeblich eine Milliarde Menschen darauf warten, das tun zu können, was die Europäer seit Jahrzehnten machen: Ski fahren.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sich für das Geschäft entschieden, für die vielen Milliarden, die in Asien, diesem noch nicht ganz so reifen Wintersport-Markt, zu verdienen sind. Und das ist enttäuschend: für München, aber auch für die Idee der olympischen Bewegung. Ihr ging es einst um mehr als Kommerz, nämlich eben auch darum, der Welt ein wenig Halt zu geben. Und Tradition bietet Halt.
München hätte der olympischen Tradition entsprochen, München hätte Halt geboten. Pyeongchang 2018 dagegen ist der Aufbruch ins Neue, ins Ungewisse, ins Unsichere. Und es ist das endgültige Eingeständnis, dass der olympische Gedanke, der Beste möge gewinnen, zumindest bei der Vergabe der Spiele nichts mehr zählt. München hat das grünste, das nachhaltigste Konzept: mit vielen Sportstätten, die es bereits seit Jahrzehnten gibt; mit einem Olympiapark als Zentrum, der schon 1972 Zentrum der Sommerwettbewerbe war. Doch beim IOC gewinnt am Ende offenbar derjenige, der am meisten zahlt; oder am meisten Druck aufbaut; oder über die besten persönlichen Beziehungen verfügt....."

Zitat aus dem Artikel "Gold für den Kommerz" auf süddeutsche.de
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/pyeongchang-bekommt-olympische-spiele-gold-fuer-den-kommerz-1.1116916

Dienstag, 5. Juli 2011

Großfahrt-Spezial Sverige 2011 - Teil II.


Schweden eines der schönsten Länder der Welt. Diesmal zum dritten Mal in der Stammesgeschichte, Großfahrtziel. In der ersten Woche ist das Programm recht straff. Erst einmal wartet eine 1,5 tägige Busanreise auf uns. Karlshuld – Rostock via Fähre nach Trelleborg (Schweden). Und von Trelleborg nach Blidingsholm. Ziel unserer ersten Großfahrtwoche. Über 1000 Kilometer haben wir bis dahin zurückgelegt. Es gibt gleich zwei Highlights der ersten Großfahrtwoche. Zum ersten der Tagesbesuch des Jamborees in Rinkaby. Hier werden wohl alle aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Das größte nationale Lager an dem der Stamm teilgenommen hat, war das Bundeslager  2010 in Wolfsburg-Almke mit über 5.000 Teilnehmern. 2007 dann der Rekord. Unser Stamm verweilte ein paar Tage auf dem ZHP National Jamboree in Kielce (Polen). Hier nahmen insgesamt über 10.000 Pfadfinder teil. Auf dem diesjährigen Jam werden wohl über 38.000 Pfadfinder sein. Vor allem aus den fränkischen Regionen im bayerischen Landesverband werden zahlreiche Pfadis beim deutschen Kontingent mit dabei sein. Deswegen werde ich auf dem Jamboree zahlreiche Pfadis wiedersehen. Nachdem Jam-Besuch  geht es in der gleichen auf einen 4-Tages-Hajk. Dieser 4-Tages-Hajk hat Premiere. Doch mehr dazu, liest ihr im nächsten Teil des Großfahrt-Spezials.

Sonntag, 3. Juli 2011

Großfahrt-Spezial Sverige 2011



Teil 1 des Großfahrt-Spezials
Im Sommer ist es soweit. Wir brechen nach Schweden auf. Es ist meine dritte Großfahrt, die ich nach Polen 2007 und England 2009 mitmache und die insgesamt zwölfte des Stammes, davon die elfte ins Ausland.
Schweden, ein Land dass dieses Jahr das Land der Pfadfinder wird. Denn im schönen Land in Skandinavien findet das 22. World Scout Jamboree statt. Das größte Pfadfinderlager der Welt, das alle vier Jahre in einem anderen Land stattfindet. 2007 gastierte zum 100-jährigen Geburtstag der Weltpfadfinderbewegung das Jamboree in England. Nun erwartet Schweden auf dem Jamboree über 38.000 Pfadfinder aus aller Welt. Davon auch zahlreiche aus Deutschland. Doch aus unserem Stamm wird keiner auf das Jamboree fahren. Uns zieht es auch nach Schweden, allerdings wo anders hin. Schon 1993 und 2003 war unser Stamm in Schweden, deswegen kennen wir die schönen Zeltplätze in Schweden. Die ersten Tage verbringen wir in Blidingsholm, ehe es dann in der zweiten Woche auf die schöne Insel Vässarö geht.
Doch mehr zu unserem Programm, die Schweden-Großfahrt und meine ersten Großfahrten, folgen die Tage, ihr dürft gespannt sein.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Der Tag - der 30. Juni

Der 30. Juni ist ein ganz besonderer Tag. Ich bekomme meinen Lohn heute überwiesen, 1996 gewann Deutschland gegen England seinen bislang letzten EM-Titel, 2002 verlor das DFB-Team bei der WM gegen Brasilien mit 0:2. 2006 gewannen die Deutschen im WM-Viertelfinale gegen Argentinien im Elfmeterschießen. Außerdem treten heute die DFB-Damen im zweiten Vorrundenspiel gegen Nigeria an. Außerdem trifft die Deutsche U-17-Auswahl bei der Weltmeisterschaft in Mexiko auf die USA im Achtelfinale.
Außerdem starten für Tausende heute die Abschlussprüfungen in der Mittlere Reife. Doch eigentlich zählt an diesem Tag nur eins, der Geburtstag meiner Freundin: Alles Gute Verena!

Montag, 27. Juni 2011

Endlich haben sie es kapiert

Die CDU sie auf das dreigliedrige Schulsystem Jahrzehnte lang geschworen hat, hat eine Grundsatzentscheidung getroffen. Es soll in Zukunft eine Art Gemeinschaftsschule geben und die Hauptschule im Bund verschwinden. Dazu gab es ein interessantes Interview mit Herr Rösner  (Bildungsexperte) auf Süddeutsche.de.
Er fördert eine leistungsorientierte Schulreform. Bei der die schwachen Schüler besonders gefördert werden und eine zentrale Bildungsreform für den ganzen Bund, zumindest eine einheitlichere wie aktuell.

http://www.sueddeutsche.de/karriere/diskussion-um-die-abschaffung-der-hauptschule-die-csu-beschwoert-eine-wirklichkeit-die-es-nicht-gibt-1.1112932

Hier einige Auszüge:
"Ja, denn dann hätte man ein zweigleisiges System, das hochgradig übersichtlich wäre. Eine überschaubare Bildungslandschaft. Und wenn jemand von Bayern nach Nordrhein-Westfalen geht, dann weiß der auch, wo er sein Kind hinschickt. Die Vergleichbarkeit ist in diesem Fall ein hohes Gut. Was wir uns im Moment leisten: 16 Bundesländern und 16 Schulsysteme, das ist keinem Menschen mit normalem Abitur vermittelbar."


"Für mich ist es eine Schule, die der Unterschiedlichkeit der Kinder nach der Grundschule gerecht wird. Die also die Schwachen aufnimmt und fördert und die Starken zu Spitzenleistungen führt. Das ist, wie uns das Ausland zeigt, möglich, aber ein schwieriger Umstellungsprozess. Wir haben uns über viele Jahre an ein dreigliedriges Schulsystem gewöhnt. Mit einer fragwürdigen Begründung: Begabung. Das hat aber noch nie getragen. Sie finden in Deutschland niemanden, der ihnen erklären kann, was eine Realschülerbegabung ist. Aber dennoch sagen viele treu und fest: Wir brauchen das begabungsgerechte dreigliedrige Schulsystem. Das ist Quatsch."


Kommentar:
Deutschland ist eine bildungspolitische Kraterlandschaft. Jedes Bundesland, hat ein eigenes Schulsystem. Beginnend bei den Aufnahmeprüfungen, endend beim Stoff bei den Abschlussprüfungen. Die Bundesrepublik Deutschland hat, 16 Länder in einem Land. Grund dafür die Förderalismusreform die den Ländern Freiheit gibt, in gewissen politischen Feldern frei zu handeln, eben in der Bildung.
Dass sieht so aus, in Deutschland sind sogar die Abitur-Abschlüsse unterschiedlich einzustufen. Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg haben das hochwertigste Abitur, Bremen das Schlechteste. Wo ist da die Chancengleichheit. In Baden-Württemberg gibt es in der Oberstufe zum Beispiel gar keine Facharbeit und die Leistungskurse und Grundkurse wurden auch im G8 beibehalten. Im G8 in Bayern gibt es W- und P-Seminare und die Praxisarbeit heißt Seminararbeit. Nur um ein Beispiel aufzuführen.
Eine leistungsorientierte Schule müsste so laufen wie es in meiner Schulzeit war. Ein Klassenleiter in vielen Fächern, der die Schwerpunkte setzt und die Schüler, die Schwäche individuell fördert. Hierhin muss der Weg hingehen. Deutschland hat eine unfaire Bildungspolitik. Und auch keine einheitliche. So muss die Arbeit bei dieser neuen Schulreform aussehen, die die CDU anstrebt. Gemeinsames lernen und dann die Entscheidung, Mittlere Reife oder Abitur. Einige Länder haben bereits mit solchen Modellen begonnen, durchaus erfolgreich. Vor allem die CSU in Bayern, allen voran mit ihrem Kultusministerium sollte von ihrem 
hohen Ross heruntersteigen und real denken. Real und in die Schulen gehen und die Zukunft schauen. Denn Bayern muss mitziehen mit dieser Reform, sollte sie tatsächlich kommen. Denn dann bleibt Bayern auf der Strecke auf dem zur endlich kommenden bundesweiten Bundespolitikreform.
Alle Länder müssen an einem Strang ziehen, damit es endlich eine bundesweite Politik gibt und nicht eine Bundespolitik in der Bundesrepublik, in der jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht. Die Zeiten sind vorbei. Denn Bildung ist Zukunft, auch im wohlhabenden Deutschland. Vor allem muss das Land aus den jungen Menschen, die wir im demografischen Wandel noch haben, das Beste machen. Doch dass kann nur funktionieren, wenn alle zusammen arbeiten und die beste Lösung finden. Damit es in Deutschland endlich eine faire und leistungsorientierte Bildung gibt. 









Sonntag, 26. Juni 2011

Vor einem Jahr

Es war der 24. Juni 2010 als ich meine letzte Abschlussprüfung in Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT) ablegte. Da sich Pfingsten jetzt so schob, sind die Schüler die ihre Mittlere Reifen erwerben wollen, kommende Woche dran. Über ein Jahr ist es her, dass meine Prüfungen geschrieben habe.
Auf welches Fach habe ich damals meinen Fokus gelegt? Ganz klar, Mathe. Auch aus dem Grund, weil ich sonst wohl sang- und klanglos untergegangen bin. Bei den anderen Fächern (Englisch, Deutsch) ist eigentlich immer eine vier drin, jedoch mindestens eine drei. Damals habe ich mich eigentlich nicht so reinstressen habe und habe versucht so gut wie möglich Mathe noch hinzubiegen und bin der Faustregel gefolgt. Die Parabeln verhelfen zur 4, die damals mein Ziel war. Dass ich am Ende eine 3 schreibe, hätte mir nie träumen lassen. Wichtig dass ich kann meinen Schülerkollegen sagen ist, sich gut vorbereiten, ruhig und konzentriert sein. Nicht cool, sondern konzentriert an nichts anderes denken, als an die Aufgaben die vor dir liegen. Vor allem in dem Fach in dem richtig schwach ist, sollte man sich dahinterklemmen und was machen. Ein garantiertes Erfolgsrezept hingegen gibt es nicht. Aber ich kann das ja mittlerweile ganz locker sehen, einem Jahr nach meinem Schulabschluss. Doch meine nächsten Prüfungen sind nicht mehr fern. Im März 2012 geht es in die Zwischenprüfungen in meiner Ausbildung.
Viel Erfolg an alle Schülerinnen und Schüler die in den kommenden Wochen ihre Prüfungen schreiben!

Freitag, 24. Juni 2011

Graue Fernsehlandschaft

Dass gute alte Fernsehen, lebt vom abkupfern. Betrachtet man die Tage in der Woche, gleicht sich das Programm der einzeln Sender immer. An einem Tag laufen Krimis, an einem Liebesschnulzen, an deren Spielfilme. Bei den dritten Programmen laufen nachts Talksendungen bzw. die Wiederholungen davon. Ich schalte nach langer Zeit endlich mal für längere Zeit den Fernseher durch und muss lange suchen bis ich etwas finde, was mir gefällt. Nach einer Reportage die ich auf N24 bereits gesehen habe, schau ich kurz bei der Wiederholung von Maybrit Illner auf dem ZDF infokanal vorbei. Auf Einsfestival läuft die Sendung Inas Nacht, eine doch interessante Sendung. Dann ist diese Sendung auch vorbei und der Schaltdurchlauf beginnt von vorne. Willy Astor besingt mich kurz, ehe ich wieder den Sender wechsle. Vielleicht schalte ich dann auf Eurosport um und schaue, was auch sonst? Fußball.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Sports² - Abgerechnet


Verschätzt oder goldrichtig . . . 
Hier meine Tabelle die vor der Saison getippt habe. In Klammern die Platzierung der Teams in der letzten Bundesliga-Saison. Die komplett richtigen Positionen sind fett hinterlegt.

1. FC Bayern München (3.)
2. SV Werder Bremen (13.)
3. FC Schalke 04 (14.)
4. VfL Wolfsburg (15.)
5. Bayer 04 Leverkusen (2.)
6. Borussia Dortmund (1.)
7. VfB Stuttgart (12.)
8. Hamburger SV (8.)
9. TSG 1899 Hoffenheim (11.)
10. Borussia Mönchengladbach (16.)
11. Eintracht Frankfurt (17.)
12. 1. FSV Mainz 05 (5.)
13. 1. FC Nürnberg (6.)
14. 1. FC Köln (10.)
15. 1. FC Kaiserslautern (7.)
16. FC St. Pauli (18.)
17. Hannover 96 (4.)
18. SC Freiburg (9.)

2. Bundesliga
1. Hertha BSC Berlin (1.)
2. FC Augsburg (2.)
3. TSV 1860 München (9.)
4. MSV Duisburg (8.)
5. Alemannia Aachen (10.)
6. Fortuna Düsseldorf (7.)
7. VfL Bochum (3.)
8. FC Energie Cottbus (6.)
9. Karlsruher SC (15.)
10. SpVgg Greuther Fürth (4.)
11. SC Paderborn 07 (12.)
12. DSC Arminia Bielefeld (18.)
13. 1. FC Union Berlin (11.)
14. FC Ingolstadt 04 (14.)
15. FC Erzgebirge Aue (5.)
16. VfL Osnabrück (16.)
17. FSV Frankfurt (17.)
18. Rot-Weiß Oberhausen (18.)

Dienstag, 21. Juni 2011

Sports² - Schanzer müssen zum Auftakt nach Lübeck


Der FC Ingolstadt 04 muss zum Auftakt der neuen Zweitligasaison nach Lübeck. Dort treffen die Schanzer auf den Absteiger FC St. Pauli. St. Pauli muss sein erstes Heimspiel in einem fremden Stadion austragen, da ein Becherwurf in der vergangenen Saison zum Spielabbruch gegen Schalke 04 führte. Saisonauftakt ist am Wochenende des 17. Juli.
Nachdem Pauli-"Auswärtsspiel" müssen die Schanzer zuhause gegen Aue ran, ehe es dann zum Pokal Erstrundenspiel gegen den FC Oberneuland geht. Danach reisen die Schanzer zu Fortuna Düsseldorf. Anschließend gastiert der FSV Frankfurt im Sportpark.
Alle Spieler sind noch nicht genau terminiert.

Hier der Spielplan für die Hinrunde, nur nach Spieltag:

1. Spieltag: St. Pauli (A)
2. Spieltag: Aue (H)
1. Runde Pokal: FC Oberneuland (A)
3. Spieltag: Düsseldorf (A)
4. Spieltag: Frankfurt (H)
5. Spieltag: Fürth (A)
6. Spieltag: Rostock (H)
7. Spieltag: Union Berlin (A)
8. Spieltag: Dynamo Dresden (H)
9. Spieltag: Paderborn (A)
10. Spieltag: Bochum (H)
11. Spieltag: Duisburg (A)
12. Spieltag: Aachen (A)
13. Spieltag: Frankfurt (H)
14. Spieltag: Karlsruhe (A)
15. Spieltag: 1860 München (H)
16. Spieltag: Cottbus (A)
17. Spieltag: Braunschweig (H)

Alle Spiele werden noch genau terminiert. Dies sind alles nur Rahmentermine.

Samstag, 18. Juni 2011

Sports² - Michael Lutz verlässt FC Ingolstadt 04


Torwart Michael Lutz verlässt den FC Ingolstadt 04. Der 29-jährige läuft kommende Saison für den Regionalliga-Aufsteiger Waldhof Mannheim auf. 
Seit 2004 spielte er für den FC Ingolstadt, zuvor spielte er zwei Jahre beim MTV Ingolstadt. Zuletzt kam Lutz nicht mehr an Kirschstein vorbei. 
Er bestritt insgesamt 134 Spiele für den FC Ingolstadt 04.
Der Verein bedankte sich für die lange und gemeinsame tolle Zeit. 

Donnerstag, 16. Juni 2011

Scouts² - Alle wollen nach Schweden

Im August 2011 findet das 22nd World Scout Jamboree im schwedischen Rinkaby statt. Das größte Pfadfinderlager der Welt wird dieses Jahr wohl von über 38.000 Teilnehmern aus aller Welt besucht. Ohnehin ist Schweden, das Fahrtenland schlechthin in diesem Jahr. Außerhalb des Jamborees werden viele Stämme, das  himmlische Land im Norden Europas  im Rahmen einer Auslandsfahrt bereisen.
Manche feiern Großfahrt-Premiere und planen zum ersten Mal im Stamm eine Großfahrt. Andere Stämme, wie unser Stamm, der Stamm Totila fährt  zum dritten Mal nach 1993 und 2003 nach "Sverige"

Warum dass alles jetzt?
Im Juli startet die große Vorbereitungsrubrik für unsere 12. Stammesgroßfahrt und dritte Großfahrt nach Schweden. Es gibt Rückblick zu vergangen Großfahrten, Ausblicke, Hintergründe und Planungsfortschritte und viel Vorfreude, die bereits jetzt fast am Überkochen ist.

Also ihr könnt euch freuen.

Dienstag, 7. Juni 2011

Leben² - Dickes D - das war der Kirchentag in Dresden


Wow, Wahnsinn, faszinierend, groß – es gibt viele Worte die den 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden beschreiben. Die Losung für den diesjährigen Kirchentag lautete „da wird auch dein Herz sein“ (Matthäus 6,21). Hier mein Tagebuch zu meinen ersten und garantiert nicht letzten Kirchentag.

Dienstag, 31. Mai 2011 (Anreise)
Dresden, die schöne Stadt im Herzen Sachsens. Mit dem Auto braucht man, wenn man gut fährt 4,5 Stunden. Mit dem Zug, über fünf Stunden. Diese Fahrt zieht sich ziemlich lange. Denn der Zug hält wirklich überall. Die Fahrt ging über Ingolstadt, Nürnberg, Hof nach Dresden. Mit 20-minütiger Verspätung kamen wir dann in Dresden an, da die Neigetechnik ausfiel bei unserem Regional-Express. Dann erstmal Orientierung am Hauptbahnhof. Wie kommen wir dein Stadtteil Neustadt, in dem sich unsere Helferschule befindet. Mit der Tram geht es dann vom Hauptbahhnof mitten in die Neustadt, dem Szeneviertel schlechthin in Dresden. Hier befinden sich alle Lokale, Bars der Stadt. Der erste Eindruck der Stadt: Wow! Alles Altbau, alles superschön und einfach Wahnsinn! Dann sind wir endlich da. Wir richten uns ein, in einem der vielen Klassenzimmer. Was tun wir? Wir betreuen eine Helferschule. In dieser Helferschule übernachten, wie der Name schon sagt, viele Helfer die beim Kirchentag helfen und sich mit verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten einbringen. Wir sind die Quartiermeister und betreuen die Schule.
Ein Gebäudekomplex, von insgesamt drei. 
Die Helfer die hier übernachten, werden eingewiesen, was die Regeln in der Schule sind. Wir weisen ihnen das Zimmer zu und betreuen den Tresen. An diesem Tresen, kontrollieren wir anhand eines Quartierausweises, ob die Helfer hier übernachten und rein dürfen. Es gibt  Schichten die fünf Stunden andauern und der Tresen ist rund um die Uhr besetzt. Wir bayerische Quartiermeister, haben uns etwas einfallen lassen um die Einlasskontrolle einfacher zu gestalten. Wir haben einfach Buttons gestaltet, mit dem Kirchentag-Logo drauf (dem Herz) und mit bayerischen Wappen. Die Helfer konnten diesen Button für 0,50 Euro erwerben und an das Helferhalstuch hin pinnen. Dann sehen wir den Button und gewähren Eintritt. Wir als Helfer wurden mit einem Helfer-Shirt ausgestattet, sowie einem Helfer-Halstuch und dem Helferausweis sowie eine Fahrkarte. Denn die Helfer dürfen kostenlos alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt nutzen. An diesem Abend reisen verdammt viele Helfer an, deswegen ist der Stress ziemlich groß. Die Schule an sich besteht aus der einzelnen Gebäudekomplexen und hat sonst über 500 Schüler. Die Schule ist ein Gymnasium und beherbergt nachdem regulären Unterricht  die Volkshochschule. Das Gymnasium ist ein naturwissenschaftlich-musisches-künstlerischen Gymnasium. Dieser Tag ist für uns noch nicht so anstrengend. Ich bin erst am Dienstag angereist noch mit zwei Münchner Studenten, die nicht bei den Pfadis aktiv sind, aber trotzdem uns beim Quartier betreuen helfen. Unsere 18-Mann-Quartiermeister-Truppe besteht aus Pfadis aus Kalchreuth, Karlshuld, Reutlingen und Weiden. Die drei „Chefs“ unseres Teams sind bereits seit Samstag für den Kirchentag unterwegs. Sie haben eine Rad-Gruppe von Wittenberg bis Dresden begleitet und für die Gruppe das Frühstück zubereitet. Der Tag endet schnell und so geht es weiter.

Mittwoch, 01. Juni 2011 
Die erste Nacht ist überstanden, wir wachen auf und schon ist Besprechung. Der letzte Tag wird reflektiert und die kommenden Tage besprochen, vor allen die Schichten werden eingeteilt. Ich habe Schicht von 15:00 Uhr – 20:00 Uhr. Jede Schicht dauert fünf Stunden. Die Verpflegung ist für die Helfer kostenlos und läuft zentral ab, doch wir sind noch nicht so vertraut mit dem Stadtplan und essen so in der Neustadt. Die Neustadt das Szene-Viertel lernen wir dann abends genauer kennen. Wir besuchen ein paar Lokale und lernen das einzigartige Flair Dresdens kennen. Die Helfer bereiten in der großen Helferschule, morgens das Frühstück zu und sind sonst am Tresen. Wenn man keinen Tresendienst hat, kann man sich die Stadt ansehen, bummeln, an Veranstaltungen teilnehmen oder einfach nur chillen. Auf dem Kirchentag wird einem nicht langweilig.


Donnerstag, 02. Juni 2011 
Hello Dresden, zum ersten Mal sehen wir, mehr als nur  die Neustadt. Wir nehmen zum ersten Mal an der zentralen Verpflegung teil. Bisher gab es zum Essen, Pizza und Döner. Ist ja alles um einen herum. Wir fahren mit der Tram zum Kongresszentrum, dass nicht unweit der Elbe liegt. Dort steht ein riesiges Zelt und dort gibt es Essen für die Helfer. Etwa 3.000 Menschen haben am zentralen Mittagessen teilgenommen, ist eine Zahl, die mir ein Helfer mitteilt, der Essen verteilt. Also Helfer sind an jeder Stelle des Kirchentags zu finden. Es gibt Leberkäse mit Breze, da fühlt man sich ja gleich heimisch und/ oder Nudeln mit Soße. Wir Bayern werden von allen freundlich empfangen. Die Dresdner sind super  freundlich und hilfsbereit, richtig tolle Leute. Die Helfer die bei uns schlafen, sind aus allen Ecken des Landes. Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Hessen usw. Keinem ist der Weg zu weit, zur größten christlichen Veranstaltung in Deutschland. An diesen Abend geht es nach der Nachmittagsschicht von 15:00 Uhr – 19:30 Uhr zum Wise Guys Konzert. Jetzt gibt es erstmal Pizza. Wieder einmal, doch wenn die Pizzeria nur 80 Meter entfernt ist, also wirklich gleich nur um die Ecke, dann sollte man dass auch nutzen.

Freitag, 03. Juni 2011
An diesen Freitag verwandelte sich unser Schulhof in einen Veranstaltungsort. Den ganzen Tag fand bei uns eine gut besuchte Veranstaltung statt (über 1.500 Besucher). Prominente Gäste waren zu Gast u. a. Ex-Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Kabarettist Eckart von Hirschhausen. Frank-Walter Steinmeier, hab ich leider mitbekommen, wie er sprach, da ich in der Küche stand und Frühstück zubereitete. Abends gab dann Eckart von Hirschhausen einen 30-minütigen Spontanauftritt und er war echt klasse. Ich kannte ihn, habe allerdings noch nichts von ihm live gesehen. Nach seinem Auftritt ging ich hinter die Bühne, zugleich Durchgang der Helfer in Hauskomplex A und sprach mit ihm kurz. Wie er den Kirchentag so findet und dass ich seinen Aufritt super fand. Nachdem der Pausenhof den ganzen Tag von Menschen gesäumt war, kehrte endlich Ruhe ein. Das Quartiermeister-Team ging abends in Dresden weg, besser gesagt um die Ecke. Denn unsere Quartierschule befand sich ja in mitten der Neustadt. Das ganze Team, erlebte Dresdens Nachtleben von seiner schönsten Seite. Nochmal ein toller Abschluss.

Samstag, 04. Juni 2011
Den Samstag konnten wir nutzen, zumindest der Karlshulder Trupp. Denn der zweite Teil des Quartiermeister-Teams kam aus Reutlingen. Die übernahmen heute den kompletten Tag. Wir nahmen uns Zeit für die Dresdner Innenstadt, natürlich ging es auch zum Shoppen. Zahlreiche Fotos wurden gemacht. Den Dresdens Innenstadt ist einfach Wahnsinn. Abends gingen wir gemeinsam zum Essen. Wir sahen das Bauwerk über das Dresden lange diskutierte. Die Elbtalbrücke. Ein gigantisches Bauwerk, dass noch im Bau ist und jetzt schon ziemlich phänomenal aussieht. Vom Restaurant hatte man  einen schönen Ausblick. Nachdem gemeinsamen Essen, fuhr ein Teil zurück zur Schule, ein Teil fuhr noch in die Stadt um dort tolle Nachtaufnahmen zu machen. Einige Fotos siehe im Post. Da kam langsam Wehmut auf, die letzte Nacht in Dresden und morgen geht es um 4:00 Uhr aus dem Schlafsack, weil ich da nochmal Frühstück zubereite mit drei weiteren Helfern.  Nach gefühlt tausenden von Fotos, geht es zurück zur Schule. Noch ein bisschen unterhalten und dann ins Bett. Denn der nächste Tag, zugleich der Abreisetag wird nochmal anstrengend. Alles muss passen, alle müssen nochmal zusammenarbeiten.


Sonntag, 05. Juni 2011 
04:00 Uhr morgens, ich werde geweckt, ich habe zwei Stunden Schlaf hinter mir. Nun heißt es Frühstück zubereiten, für 500 Helfer, die heute Dresden wieder in Richtung Heimat verlassen. Es muss genügend Kaffee da sein, denn der ist bei Morgen-Menschen vor allem um diese Uhrzeit extrem wichtig. Ich bin trotz des Schlafmangels voll aufgedreht und gut drauf. Grüße alle Helfer am Morgen mit „Guten Morgen.“ Doch nach drei Stunden Frühstück lässt der Elan nach. Ist auch klar. Der Kirchentag neigt sich dem Ende zu. Um 7:30 Uhr endet das Frühstück für die Helfer, bis 9:00 Uhr muss die Schule geräumt sein. Die Gruppen die Schule verlassen haben und die Klassenzimmer im Ur-Zustand abgenommen sein. Um 9:00 Uhr versammeln sich dann die Quartiermeister um ihr Frühstück einzunehmen, ehe es dann heißt, Endspurt. Küche klar machen, Zimmer klar machen, Gebäude klar machen, das volle Programm. Bis dann endlich um 14:00 Uhr es heißt Abfahrt in Richtung nachhause. Noch ein kurzer Abstecher in die Geschäftsstelle und dann hoffentlich nicht in einen Stau fahren. Doch kaum die Autobahn gewechselt, stehen wir eben in einem Stau. Alle wollen raus aus Dresden, alle nachhause vom Kirchentag. Wir fahren über die Bundesstraße dann irgendwann wieder auf die Autobahn. Doch unsere geplante Fahrzeit verlängert sich ungewollt. Immer wieder Staus, dann Zwischenstopps in Weiden und Kalchreuth, weil da ein Teil unseres Teams wohnt und „abgesetzt“ wird. Schließlich noch ein heftiges Gewitter. Um 23:00 Uhr dann endlich komm ich in Karlshuld wieder an. Der Kirchentag ist vorbei.

Und es war eine tolle Woche. Ich hab eine neue Stadt kennengelernt, eine bezauberende Stadt. Tolle Leute, viel erlebt und hatte wirklich tolle Gespräche. Der Kirchentag war Spitze in Dresden! In zwei Jahren findet er in Hamburg statt. In Dresden war mein Herz und diese Stadt werde ich doch im Herzen behalten, weil sie mich so fasziniert hat, vor allem nachts. Danke an alle Quartiermeister für diese tolle Woche. Vielen, vielen Dank!

Fotos einfach anklicken, für eine  bessere, scharfe Auflösung! 
Mehr Bilder folgen über Picasa, die Tage. 

Montag, 30. Mai 2011

Scouts² - Bin dann mal in Dresden


Dresden und der Kirchentag rufen und morgen werde ich dem Ruf folgen. Es geht mit dem Zug in die sächsische Landeshauptstadt!
Denn in Dresden wird auch mein Herz sein!

Bis dann,
Gut Pfad
Maxi

Zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag, erscheint am Donnerstag, den 07. Juni in der Neuburger Rundschau ein Artikel. Also vormerken ;-)