Montag, 15. August 2011

Wunderschön, einfach wunderschön - der Bericht zur Schweden Großfahrt 2011




Schweden, solange stieg die Freude in mir hoch. Bis es endlich soweit war. Mit Sack und Pack, ging es in den Bus. Eine lange Anreise stand uns bevor. Insgesamt 39 Pfadis aus Karlshuld. In 12 Stunden von Karlshuld nach Rostock. Dann mit der Fähre von Rostock nach Trelleborg, in sechs Stunden. Und von Trelleborg sind es noch gut 2,5 Stunden zum Zeltplatz Blidingsholm. Zum insgesamt dritten Mal nach 1993 und 2003 fährt der Stamm nach Schweden. Während der Fahrt, hieß es so viel schlafen wie möglich. Vor der Überfahrt, stand ein Frühstück an. Auf der Fähre konnte ich noch ein paar Stunden schlafen. Die sechs Stunden auf der Fähre zogen sich ewig lange. Als wir dann endlich da waren, war man froh, denn Blidingsholm konnte nicht mehr weit weg sein. In den letzten 2,5 Stunden schaute ich die ganze Zeit aus dem Bus heraus. Überall rote Holzhäuser, typisch schwedisch. Während der Hinfahrt lief Michel von Lönneberga. Zum ersten Mal gab es auf einer Großfahrt Bändchen. Auf diesem Bändchen war der Kopf von Pippi Langstrumpf zu sehen, ebenso wie auf dem Lager-Abzeichen. Michel von Lönneberga und Pippi Langstrumpf, stammen aus der Feder von der schwedischen Kindergeschichtenlegende Astrid Lindgren. Angekommen in Blidingsholm wurde erstmal aufgebaut. Nicht unweit von der Rezeption befand sich unser Zeltplatz. Am gleichen Abend fand kein Programm mehr statt. Nach der harten Anreise, wollte jeder nur noch ins Bett. Am ersten vollen Lagertag, sollte der Lagerplatz erkundet werden. Meine Sippe und ich machten uns auf zum Bootsanleger. Von hier hatte man einen super Ausblick auf den See. Dieser See sollte auf diesem Lager noch eine wichtige Rolle spielen. Nachdem Mittagessen begann der Postenlauf zum Thema Hajkvorbereitung. Hier konnte man sich Tipps für das richtige packen holen, seine Hajkroute wählen außerdem bekam die wichtigsten Hilfsmaßnahmen für die Erste Hilfe mit auf den Weg. Für meine Sippe sollte es der erste Hajk werden, für mich war es der dritte. Allerdings fand diesmal kein 3-Tages-Hajk statt, wie sonst üblich. Sondern ein Hajk über vier Tage. Davon zwei Tage Lauf und zwei Tage Kanu. In Fallaboda einer Scheune, findet ein Stammesabend statt, nach zwei Tagen. Hier wird dann getauscht. Die Kanufahrer laufen, die Läufer fahren Kanu. Doch bevor der Hajk begann, freuten sich alle 39 Teilnehmer auf das erste Highlight der Großfahrt. Zeitgleich fand in Rinkaby dass 22nd World Scout Jamboree statt. 
Auch Pfadfinder aus dem afrikanischen Botswana können am Jamboree teilnehmen. Dank des Solidaritätsprinzips

Das World Scout Jamboree ist das Weltlager der Pfadfinder, dass nur alle vier Jahre stattfindet. Auf das Jamboree kommt man nur zwischen 14 und 18 Jahren, danach nur noch als IST  International Service Team. Wir hatten als nun die einmalige Chance als Teilnehmer auf das Jamboree  zu fahren. Total aufgeregt warteten wir im Bus darauf, dass wir uns Rinkaby näherten. Auf einem riesigen Militärgelände fand das Jam dieses Jahr statt. Angeschrieben war der Besucherbereich schon lange, doch bis zum Jam sollte es noch dauern. Unser Bus hielt auf einer Landebahn der schwedischen Luftwaffe. Hier ist der Parkplatz der Besucher. Ein österreichischer Jamboree-Helfer begrüßte uns freudeschreiend mit den Worten: „Welcome to the World Scout Jamboree.“ Mit einem Shuttle-Bus wurden wir dann schließlich auf das eigentliche Jamboree-Gelände  gefahren. Der erste Eindruck war überwältigend. Als erstes fielen uns die vielen Fahnenmäste auf, im Eingangsbereich. Das Jamboree-Gelände konnte sippenweise erkundet werden. Wir machten uns auf dem Weg die Kontingentsstraße zu besichtigen. Hier zeigten die Länder-Kontingente ihre Präsentation, ihren Auftritt in sogenannten Headquarters. Wir statteten den Pfadis aus Mexiko, den Niederlanden, Schweiz, Liechtenstein, Belgien, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Finnland einen Besuch ab. Außerdem waren wir beim Zentrum des Weltpfadfinderverbandes der Männer WOSM. Als wir durch die Kontingentsstraße durch waren, dort etliche Fotos machten, statteten wir dem riesigen Shop einen Besuch ab. Dieser Shop ist so groß wie die Essensausgabe auf dem Bundeslager. Um einmal die Zahlen zu begreifen. Auf dem World Scout Jamboree 2011 waren dieses Jahr über 38.000 Pfadfinder. Davon 8.000 Helfer. Auf dem VCP Bundeslager 2010 nahmen über 5.000 Pfadis teil. Dann entdeckten wir den großen Aussichtsturm. Auf diesem hohen Turm hatte mein tollen Blick über den riesigen Zeltplatz. Die Dimensionen werden einem trotzdem nur schwer klar. Wir spazierten weiter stauend über dem Lagerplatz und statteten dann den Schweizern einen Besuch ab. Im Schweizer Cafe machten wir schließlich unseren Mittag. Wir aßen angebrannte Creme, eine Schweizer Spezialität und lernten einen Schweizer Pfadfinder kennen. Von ihm bekam ich ein Schweizer Trupp-Abzeichen. 
Ein Blick über den Jamboree-Platz, dies ist allerdings nur ein kleiner Teil vom kompletten  Platz
Die Zeit auf dem Jamboree verging wie im Flug. Dann stand schon wieder der Treffpunkt für die Abreise an. Etliche Abzeichen nahmen wir vom Jamboree mit. Lernten neue Leute kennen und ein eigenes Flair. Das Jamboree ist ein Höhepunkt im Pfadfinderleben und zeigt wie stark die Weltpfadfinderbewegung ist. Besonders stolz waren meine Sipplinge auf ihr Black Tent Academy Abzeichen. Die Black Tent Academy ist eine Aktion des deutschen Kontingentes. Sie möchte die Schwarzzelte internationale bekannter machen. Denn deutsche und österreichische Pfadfinder sind die einzigen internationalen Pfadfinderverbände die in Schwarzzelten (Jurten und Kothen) zelten. Das Abzeichen bekam man, wenn man als Gruppe eine Kothe aufstellte. Der Rekord übrigens auf dem Jamboree, lag bei sage und schreibe acht Minuten, allerdings Aufbau und Abbau!!! Geknackt haben wir diesen Rekord nicht allerdings bekamen wir dafür das tolle Abzeichen. Am Abend fand schließlich die Hajkverabschiedung statt. Jede Sippe durfte sich, wie es Tradition ist, ein Lied wünschen. Am Leiterkreis erhielten die einzelnen Sippenführer ihre Hajkbücher samt Aufgaben und Karten. Meine Sippe wählte einen Tag zuvor beim Postenlauf die Route mit 30 Kilometern Laufstrecke. Die Kanuroute ist relativ frei zu fahren. Hauptsache man kommt am zweiten Tag in Fallaboda an. Dann ging es schon los mit dem 4-Tages-Hajk. Der erste  Hajk mit meiner Sippe auf einer Großfahrt. Insgesamt war es nun bereits mein dritter Großfahrt-Hajk. Wir starteten mit dem Kanu-Teil. Erst bekamen wir unsere Schwimmwesten und dann ging es schon ins Kanu. Relativ schnell hat man das steuern und das gleichmäßige paddeln raus. Zuerst mussten wir auf den ersten großen See kommen. Denn zuerst ging es gegen die Strömung durch eine Enge. Doch dann waren wir auf dem ersten großen See. Bis zum ersten Wehr. Hier hieß es an Land gehen, umtragen und dann weiter. Nachdem wir das zweite Wehr passiert hatten, blickten wir zurück und sahen was wir für einen großen See hinter uns gebracht hatten. Einfach gigantisch. Dieser See ist so wunderschön. Und wenn man dann mal kurz inne hält, hört man gar nichts. Absolut gar nichts. Himmlische Ruhe. Solch eine Ruhe, die man sich im Leben mal öfters wünscht. Als wir das Kanu fahren erstmal raus hatten, machte es uns allen Spaß. Allerdings verloren wir viel Zeit nachdem zweiten Wehr. Da lieferten wir uns eine Wasserschlacht und machten dann eine halbstündige Pause, da einige von uns für die Gruppe die Wasserflaschen füllten. Zwar wurde ein Dorf angekündigt mit einem Schild. Doch das eigentliche Dorf befand sich in zwei Kilometer Entfernung. Kurz nach dieser Auffüll-Session, entschieden wir uns, einen Schlafplatz zu suchen. Wir sahen eine Insel, die wir als Schlafplatz auserkoren. Diese Insel hieß Kungsholmen, genauso wie ein Stockholmer Stadtteil. Auf dieser Insel stand mal eine Festung von Wikingerin im 14. Jahrhundert. Auf diesem historischen Grund übernachteten wir. Die Insel selbst war nicht größer als 40 auf 40 Meter. Ein bisschen gruslig wurde es dann nachts, als die Insel von Nebel umgeben war. Wir bereiten unser Abendessen zu und machten noch Black Stories. Am nächsten Morgen dann die große Überraschung. Mein Auge zugeschwollen. Die Mücken haben uns so zerstochen. Selbst das Mücken-Abwehr-Spray Autan, half nichts. Scheinbar haben sich auf dieser Insel „Killer-Mücken“ entwickelt über die Jahre. Auch übelst eklige Nacktschnecken haben wir entdeckt, die 20 Zentimeter lang waren und bestimmt fünf Zentimeter dick. Morgens um 09:00 Uhr brachen wir nach einem Frühstück in Richtung Fallaboda auf. Wir stellten uns die Frage, fahren wir zur Schatzinsel oder nicht? Basti und noch ein paar andere Ranger/Rover aus unserem Stamm, waren bereits eine Woche früher in Schweden und haben auf einer Insel etwas versteckt. Diese Schatzinsel galt es anzufahren. Wenn man wollte. Wir merkten schnell, das dareißen wir nicht, wie man in Bayern so schön sagt. Deswegen entschlossen wir uns, gleich Fallaboda anzusteuern. Dort machten wir uns dann einen schönen Nachmittag, bis die Stammesführung samt Küchenteam eintraf und uns schönes Abendessen zauberte. Nachdem gemeinsamen Essen wurde die Scheune bezogen, in der wir übernachten sollten. Dann fand noch ein gemeinsamer Stammesabend statt, bei dem sich jede Hajkgruppe mit einem Beitrag beteiligte. Einige Ranger/Rover blieben, nachdem die Sipplinge ins Bett gingen, noch am Lagerfeuer sitzen um gemeinsam das Spiel Werwolf zu spielen. Nach einer doch guten Nacht, hieß es für meine Sippe Aufbruch zum Lauf. Unser erstes Ziel hieß Rosmala. Danach ging es eine schöne Laufstrecke zu unserem ersten Tagesziel nach Tingsryd. Ein wunderschön zu gehender Weg. Überall Wald, immer wieder kleine Ortschaften und einfach Natur pur. Eine kleine Herausforderung wurde dann die Route von Rosmala, dort wo wir Mittag machten nach Tingsryd. Vor allem es ist in Schweden sich schwer zu orientieren. Ein Ort, besteht aus einem Gutshof. Doch nirgendwo stand der Ortsname. Wir dachten uns, wo sind wir jetzt? Am Briefkasten erkannten wir dann unseren Standpunkt. Odenssvahult ein Gutshof, zugleich Ortsname und Familienname. Komisch dieses Schweden. Dann war der Weg nicht mehr schwer zu finden nach Tingsryd. Gute 15 Kilometer hatten wir bis  zum Zielort zurückgelegt. Dann hieß es, einen Supermarkt finden. Beim ICA, dem schwedischen Supermarktkettenriesen kauften wir erstmal ein paar Lebensmittel nach. Nach unserer Einkaufsaktion suchten wir einen Schlafplatz außerhalb dieser Stadt. Gegenüber von einem Camping-Platz übernachteten wir bei einem Herren im Garten. Der nicht ganz sicher war, ob er uns übernachten lassen konnte. Denn er pflegte den Mann dem das Haus gehört. Doch dann stimmte er zu und wir übernachten im Garten. Am nächsten Morgen brachen wir auf um die letzten 15 Kilometer unsere Hajks zurück nach Blidingsholm zu absolvieren. Der Weg führte entlang einer Bundessstraße schließlich zurück. Schon  ziemlich erschöpft kamen wir dann heil zurück am Lagerplatz an, auch wenn nicht zu Fuß. 400 Meter vor dem Platz Blidingsholm blieb dann der Sprinter stehen uns nahm uns das letzte Stück mit. Damit war der Hajk für uns beendet. 
Waschtag nach dem 4-Tages-Hajk
Wir hatten so viel Spaß, haben so viel gelacht. Erschöpft freuten wir uns erst mal aufs duschen. Am Hajkauflösungabend, erzählte jede Sippe seine beste Geschichte und trug das Gedicht vor, dass jede Sippe während des Hajks vorbereiten musste. Die Hajkaufgaben für den Hajk erstellten David und ich. Der nächste Tag stand im Zeichen des Entspannens. Es konnte gewaschen werden, der Tag stand zur freien Verfügung. Da es der letzte Tag in Blidingsholm war, fanden nochmal Sippenabende statt. Wir entschlossen uns, am See nochmal zu verweilen und die wunderschöne Aussicht zu genießen. Dann begann die altbekannte Prozedur, Zeltplatzwechsel. Morgens um dreiviertel sechs, wurde geweckt, danach abgebaut. Der Abbau ging schneller von statten als gedacht. Dann stand eine sechsstündige Fahrt nach Vässarö an. Doch Vässarö ist eine Insel. Erstmal musste der Bus entladen werden, die Fähre beladen werden, bis es losging. Es regnete wie aus Kübeln, somit war die Stimmung dementsprechend unten. Der Aufbau fand ebenfalls unter Regen statt bei Nacht. Die Kothe von meiner Sippe, stürzte aufgrund des hohen Gewichts des Zweibaums der ober der Kothe das Zelt hebt und stützt, zusammen. Mit einem Zweibaum wurde der Aufbau wiederholt am nächsten Tag nochmal besser vorgenommen. Übernachtet wurde in der ersten Nacht nicht in den Zelten sondern in einem Scheunengebäude auf der Insel Vässarö. Am nächsten Morgen wurden erstmal die Zelte bezogen und nachgespannt, damit sie auch richtig stehen. Auf Vässarö fand selbst ein Pfadfinderlager statt mit dem Namen „60 Degrees North“ Dieses Lager ist das Lager für alle Pfadfinder die nicht auf dem Jamboree teilnehmen oder teilnehmen konnten. 




Vässarö, einfach traumhaft
Wir nahmen als Stamm am zentralen Programm des Lagers teil. Am Vormittag stand Segeln an. In Segelbooten mit einem Stuff segelten wir raus aufs Meer. Es war total super, ein total tolles Gefühl und eine geniale Aussicht auf dem Meer. Der Nachmittag war frei. Am nächsten Tag konnte sippenweise am Programm teilgenommen werden. Wir als Sippe nahmen an einer Gruppen-Aufgabe teil. Hier mussten als Gruppe verschiedene Aktivitäten erledigt werden. Die schwerste Aufgabe war eine drei Meter hohe Bretterwand zu überwinden ohne Hilfe, nur als Gruppe. Der Nachmittag war frei. Einige fußballbegeisterte aus unserem Stamm, spielten dann gegen schwedische Pfadfinder Fußball. Nachdem wir erst vorne lagen, gaben wir unsere Führung aus der Hand. Alles deutete auf eine Niederlage hin. Doch dann drehten wir das Spiel schließlich noch zu einem 11:9 um. Am nächsten Tag fand abends das Geländespiel statt, dass bei allen Teilnehmern sehr gut ankam. Am vorletzten Lagertag konnte man an einem Nature-Trail teilnehmen. Hier erlebte man die Vielfalt der Pflanzenwelt auf der Insel. Vässarö ist Natur pur. Außerdem lernte man die schönsten Stellen der Insel statt. Außerdem wurde das Geländespiel fortgesetzt bzw. zu Ende gespielt. Am Abend hieß es dann, Abschied nehmen von der Insel, der Vässarö-Gänsehaut-Abend fand statt, der letzte gemeinsame Abend vor der Abreise. Es gab Stockbrot mit allerlei Würzmöglichkeiten, Hotdogs über dem Lagerfeuer und Tschai. Doch nach diesem Abend fand noch ein Lagertag statt. Hier konnte nochmal gesegelt werden. Und das letzte Highlight war der fantastische Trapper-Trail, mit faszinierenden Brücken, Fallen mit denen Tiere gefangen werden und dem Flying Fox über ein Tal fliegen. Der Trapper-Trail war nochmal der große Abschied von der Insel. 
Unser XXL-Fahnenmast, mit 20 Metern Höhe
Denn auch hier sah man nochmal die schönsten Plätze der Insel. Nachdem Trapper-Trail wurden bereits die Zelte abgebaut. Die letzte Nacht wurde dann da verbracht, wo die erste stattfand, in der Scheune. Nach einem Besuch des urigen Insel-Cafes an der Küste und einer letzten Runde Werwolf, ging es ins Bett. Denn bereits um 05:45 Uhr, ging es am nächsten Tag raus. Die lange Rückreise fand statt. Start 07:45 Uhr übersetzen von der Fähre Vässarö aufs Festland. Um 22:00 Uhr Ankunft in Trelleborg. Dann von Trelleborg in sechs Stunden per Fähre nach Rostock. 06:30 Uhr Frühstück in Rostock, dann Ankunft 17:30 Uhr in Karlshuld. Ein Hammer-Trip nachhause. Nach dem Entladen des Buses, fand wie immer ein Abschlusskreis statt mit großer Verabschiedungsrunde. Die Schweden Großfahrt war wunderbar. Immer bestes Wetter, super Leute, ein wunderschönes Land. Mit einem Wort: einfach großartig. Wunderschöne 16 Tage, einfach wunderschön.
Bilder folgen noch.





Infos zum World Scout Jamboree
Die teilnehmenden Länder heißen auf dem Jamboree, Kontingent. Diese Kontingente werden in kleinere Trupps unterteilt.
An einem Jamboree kann man teilnehmen, zwischen 14 und 18 Jahren als Teilnehmer. Danach als IST International Service Team, also in organisatorischen zentralen Bereichen.
Die letzten Jamborees fanden 1995 in den Niederlanden statt, 1999 in Chile und 2003 in Thailand. 2007 fand das Jubiläums-Jamboree zum 100-jährigen Pfadfinder-Jubiläum „100 scounting – one world – one promise“ in England statt. Dieses Jahr fand das Jamboree in Schweden statt. 2015 wird Japan Gastgeber sein. 


2019 findet das weltgrößte Pfadfinder-Lager in den USA statt. In Deutschland fand noch nie ein World Scout Jamboree statt.
Der Preis wird solidarisch festgelegt. Die Länder mit einer größeren Wirtschaftsleistung bezahlen mehr, damit die Länder die sehr arm sind, zum Beispiel einige afrikanische Länder, auch die Möglichkeit haben auf das Jamboree zu fahren. Der Jamboree-Preis für deutsche Pfadfinder lag für 2011 bei etwa 1400 Euro. Mit einberechnet sind den Preis zahlreiche Vorbereitungstreffen des VCPs, sowie Vor- und Nachlager im Gastgeberlands des Jamborees.


Luftbild vom Jamboree






Sonntag, 14. August 2011

Jamboree Abschlussfeier



Am 07. August 2011 ging das 22nd World Scout Jamboree im schwedischen Rinkaby zu Ende. Über 38.000 Pfadis aus aller Welt verbrachten wunderschöne Tage, beim nur alle vier Jahre stattfindenden Weltlager. Aus Deutschland nahmen 250 Pfadis vom BdP, 1200 der DPSG und 850 meines Verbandes VCP teil. Das nächste Jamboree findet 2015 in Japan statt. Wir als Stamm waren einen Tag als Besucher zu Gast auf dem Jamboree.


Ingolstadt holt einen Punkt gegen FSV Frankfurt


Der FC Ingolstadt 04 wartet weiter auf seinen ersten Sieg. Am vierten Spieltag holten die Schanzer gegen den FSV Frankfurt einen Punkt (1:1). Trotz einer phasenweiser Überlegenheit in der ersten und zweiten Halbzeit, konnte der FC04 die blau-schwarzen nicht bezwingen. Edson Buddle sicherte mit seinem Kopfballtor den Punktgewinn für die Ingolstädter.
Nachdem 1:4 in Düsseldorf, veränderte Trainer Benno Möhlmann seine Startelf. Moritz Hartmann, Mavin Matip sowie Malte Metzelder und Andreas Buchner mussten ihren Platz räumen. Für sie kamen Manuel Hartmann, David Pisot und Jose Alex Ikeng ins Team. Ahmed Akaichi, der Neuzugang  bei den Schanzern stand zum ersten Mal in der Startelf der Schanzer. Zu Beginn des Spiels setzten die Gäste aus Frankfurt die Schanzer unter Druck. Gueye Yelen vergab in der vierten Minute die erste Chance für die Gäste. Erst später fand Ingolstadt besser ins Spiel. Neuzugang Akaichi scheiterte an Torwart Klandt (13.) und Ikeng schoss nur knapp am Kasten vorbei (14.). Die Schanzer spielten nun spielbestimmender auf. Doch die nötige Gefahr im Abschluss ließen sie vermissen. So konterte Frankfurt gefährlich. In der 28. Minute erreichte Caiuby, Gueye im Vollsprint noch rechtzeitig umso eine gefährliche Chance zu verhindern. Ingolstadts Offensivspiel blieb weiter ohne die letzte Konsequenz. Die Konsequenzen zog letztendlich der FSV Frankfurt. Nach einer Ecke köpfte Gueye, Kirschstein zur Stelle, den zweiten Ball, schob dann Cinaz zur Führung ein (33.). Fast zum Pausenpfiff, hatte Ingolstadt die beste Chance im Spiel. Ikeng köpfte nach einem Leitl-Freistoß nur knapp über die Latte.

Nach der Halbzeit spielte Ingolstadt seine Überlegenheit auch in den Aktionen besser aus. Andreas Buchner scheiterte an Torwart Klandt (55.), Akachi zog am Tor vorbei (56.). Frankfurt stand nun hinten drin und zeigte nur noch wenig Offensiv-Fußball. Dann Schlug die Stunde des Edson Buddle. 72 Sekunden nachdem ihn Trainer Möhlmann eingewechselt hatte, erzielte er per Kopfball den Ausgleich. Danach versuchte Ingolstadt nochmal alles, um drei Punkte zu ergattern. Die offensive Überlegenheit spielten allerdings die Schanzer wie in der ersten Halbzeit nicht entscheidend aus. Zu wenig Torchancen wurde aus der Überlegenheit erspielt. Frankfurt versuchte mit Kontern nochmal den Sieg zu erzielen, blieb am Ende aber ohne Erfolg. Vor allem die Einwechslung von Andreas Buchner brachte mehr Schwung in das Offensivspiel der Ingolstädter. Am Ende reichte es für beide Teams nur zu einem 1:1. Der FC Ingolstadt bleibt nach vier Partien weiterhin sieglos und muss kommenden Freitag (18:00 Uhr) im Stadion Ronhof gegen den Aufstiegsfavoriten SpVgg Greuther Fürth ran. Das nächste Heimspiel bestreitet der FC04 am 26. August gegen den FC Hansa Rostock (Freitag,18:00 Uhr).

 

Samstag, 13. August 2011

Wieder da

Gestern um 07:45 Uhr begann die Reise in Vässarö. Jetzt gerade bin ich angekommen. Also eine lange Fahrt, allerdings doch mit viel Schlaf. Ich bin wieder zurück nach 16 himmlischen Tagen aus Schweden.
Die Großfahrt-Aufarbeitung beginnt in den kommenden Tagen. Vielleicht kommt heute schon ein Bericht online.

Herzlichst Gut Pfad
Maxi

Freitag, 29. Juli 2011

Tschüss!


Servus Deutschland, Halla Schweden!
Heute geht´s los – die 12. Großfahrt des Stamm Totila nach Schweden. Es ist bereits die dritte Großfahrt die nach Schweden führt, nach 1993 und 2003. Dieses Jahr findet in Schweden, das 22nd World Scout Jamboree statt mit über 38.000 Teilnehmern aus aller Welt in Rinkaby. Schweden ist in den nächsten drei Wochen die Welthauptstadt des Pfadfindens. Ich freu mich schon total auf meine insgesamt dritte Großfahrt nach Polen 2007 und England 2009.
Der Hajk ist geplant, die Sachen gepackt, sich von den Lieblingsmenschen verabschiedet. Es kann also losgehen. Auf 16 Tage himmlische Tage in Schweden.
Ich bin nicht aus der Welt.

Herzlichst Gut Pfad
Maxi

Wir sehen uns am 13. August wieder.

Montag, 25. Juli 2011

Letzter Teil des Großfahrt-Spezials



Eine Großfahrt ist immer etwas Besonderes. Man hat die Möglichkeit ein neues Land kennen zu lernen, neue Menschen und erlebt unvergessliches. Meine erste Großfahrt führt 2007 nach Polen. Dort stellte ich fest, dass in Polen auch total moderne Landesteile gibt, allerdings auch noch viele Landstriche, die sehr an die Ostblockzeit erinnern, viel Landwirtschaft, kaputte Straßen und wenig Dörfer. Allerdings war Polen eine tolle Erfahrung. Vor allem dieser erste 3-Tages-Hajk war ein besonderes Erlebnis. Aufgrund der falschen Karteninformationen wurden aus den eigentlich gedachten 35 Kilometer, über 50, die zu laufen waren. Deswegen konnten wir das erste Zwischenziel nie erreichen. Allerdings erlebten wir auf diesem Hajk unvergessliches. Auch England war erste Sahne. Die erste Woche im voll geilen Gilwell Park und zwei Tage in London, einer echt total geilen Stadt. Danach ging es auf die Insel Brownsea Island. Dort fand das erste Pfadfinderlager der Geschichte statt. Hier fiel der Startschuss für eine bis heute beispiellose und unerreichte Jugendbewegung. Am BP-Memorial-Stone, fand die Gänsehaut-Halstuchverleihung statt. Auch diese Großfahrt endete einfach zu schnell. Und nun stehe ich schon vor meiner dritten Großfahrt, die diesmal nach Schweden führt. Mehr zur Schweden Großfahrt gibt es nach der Großfahrt, ab 15. August.
Bis dahin
Gut Pfad
Maxi 

Sonntag, 24. Juli 2011

Abgekupfert - Fragen zur Saison . .



Abgeguckt, nachdem 19er Alu im 11 Freunde Sonderheft befragt wurden, beantworte ich nun die Fragen aus dem aktuellen Heft, natürlich aus meiner Sicht.

Die neue Saison wird unvergesslich weil, weil es wieder neue Stadien zu besichtigen gibt. Und wir endlich unser Stadion zu einer Festung machen. Unvergesslich wäre die Saison natürlich wenn die 60er schlagen. Darauf warte ich schon seit Jahren. An die letzte Saison werde ich mich lange erinnern weil, weil wir eine super Aufholjagd gezeigt haben. Und in den letzten Spielen, 10.000 Zuschauer im Stadion waren. Das war richtig Klasse. Außerdem war eine supergeile Auswärtsfahrt nach Berlin mit dabei. Den Fangesang „Wir sind wieder oben . . .“ werde ich nie vergessen. Einfach genial. Du hast drei Wünsche frei, was wünscht du dir? Einen Sieg gegen 1860, aber was für einen. Einen frühzeitigen Klassenerhalt und dass ich meine Trikotsammlung erweitern kann. Dein größter Albtraum? Abstieg. Lieblingsspieler  im aktuellen Team? Immer noch, Andreas Buchner. Sympathischer Kerl, der auch noch richtig gut Fußball spielt. Lieblingsspieler aller Zeiten? Andreas Buchner. Lustiger Fanchoral letzte Saison? Wir sind wieder da, nachdem wir endlich den Klassenerhalt gepackt haben. Das schau ich mir nicht mehr an! Was müsste passieren, damit du nicht mehr ins Stadion gehst? Ich geh immer ins Stadion, egal wie Scheiße es läuft. Als Nachfolger für Udo Lattek schlage ich vor, Oliver Kahn. Fragt mich nicht warum, aber ich denke, der haut genauso Sachen wie der Udo raus. Die schönste Auswärtsfahrt letzte Saison ganz klar die zur Berliner Hertha. Die Stimmung war einfach der Wahnsinn im Olympiastadion. Auch wenn wir dort verloren haben, war es einfach unvergesslich.
Auf diese Auswärtsfahrt freue ich mich schon zum Ligaprimus Eintracht Frankfurt. Wird bestimmt mächtig. Vorfreude hatte ich auch auf St. Pauli. Da aber die DFL uns auswählte, für das Auswärtsspiel der Paulianer in Lübeck, war der Traum dahin mit der Auswärtsfahrt nach Hamburg. Dann muss ich eben noch ein Jahr warten
Was unserem Klub fehlt ist, endlich ein Fankatalog, nachdem zuletzt vor Jahren einer erschien. Meister wird diesmal in Liga eins, Bayern in Liga zwei die Frankfurter Eintracht. Oder vielleicht doch . . . Gladbach und Ingolstadt. Die Liga nach oben verlässt Eintracht Frankfurt, Bochum und über die Relegation Cottbus. Die Liga nach unten verlässt FSV Frankfurt, SC Paderborn. 

Verhindert

Während der Schweden-Großfahrt verpasse ich einige fußballerische Ereignisse. Nicht dass das schlimm wäre. Aber verpassen werde ich u. a. das Auswärtsspiel des FC Ingolstadt in Düsseldorf, sowie den Bundesliga-Start. Pünktlich zum Heimspiel gegen FSV Frankfurt (SO, 15. August) werde ich dann wieder im Land sein. Wenn ich da nicht gerade meine Schweden-Erholungsschlaf mache. Rückkunft aus Schweden ist am Samstag, 13. August gegen 18:00 Uhr.

Freitag, 22. Juli 2011

17 Torschüsse aber kein Tor - Schanzer spielen Remis gegen Aue



Der FC Ingolstadt 04 hat bei seinem ersten Heimspiel in der neuen Spielzeit keinen Sieg gegen Erzgebirge Aue erringen können. Trotz 17 Torschüsse und einer Überlegenheit in der zweiten Halbzeit, fielen keine Tore zwischen den Schanzern und Aue.
Benno Möhlmann veränderte auf zwei Positionen seine Startelf. Andreas Buchner spielte für Manuel Hartmann und Edson Buddle kam für Moritz Hartmann zum Einsatz.
Die Schanzer begannen vor 6043 Zuschauern gleich druckvoll. Ingolstadt spielte nach vorne und versuchte Aue von Anfang an unter Druck zu setzen. Eine hundertprozentige Torchance hatten die Oberbayern hingegen nicht. Stefan Leitl und Andreas Buchners Chancen sind lediglich als Halbchancen zu verbuchen. In der 19. Minute rettete Matip mit einem Kopfball von der Linie. Danach nahm die Überlegenheit von Ingolstadt ab. Fortan glich sich die Partie aus. Nach 31 Minuten wechselte Trainer Möhlmann. Caiuby kam nicht ins Spiel und war auf der Außenbahn total abgetaucht. Möhlmann sagte später auf der Pressekonferenz: "Er war mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache." Danach hatte Aue mit Hensel und Kern (37. / 43.) noch Chancen, die sie allerdings nicht zur Führung genutzt wurden.

Nach der Halbzeit sahen die Zuschauer ein schwaches Spiel. In der 60. Minute sah Aues Müller die Gelb-Rote Karte, wenige Minuten zuvor wurde er nach einem Foul an Andreas Buchner verwarnt. Ingolstadt erhöhte danach den Druck. Doch viele Spielzüge wurden schon bevor sie überhaupt zu Torschüssen wurden, vergeben. Da die Möhlmann-Schützlinge zu oft, kompliziert spielten und lieber nochmal abspielten, bevor sie den Abschluss suchten. Matip und Buddle vergaben (71. / 79.) vergaben Chancen zur Führung. Aue stellte sich hinten rein und versuchte in den Schlussminuten die Stürmläufe heil zu überstehen. Was ihnen auch gelang. Nach 90 Minuten blieb es beim 0:0.

Die Schanzer zeigten eine Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel in Lübeck gegen St. Pauli. Trotzdem  hätte in diesem Spiel mehr drin sein müssen. Die nächste Aufgabe wird für die Schanzer nicht einfach. Am Freitag den 05. August müssen die Schanzer zu Fortuna Düsseldorf. Doch zuvor treten die Schanzer in Oberneuland zur ersten Pokalhauptrunde an (Sonntag 31. Juli).

Bilder zur Vergrößerung anklicken.

Brauchst du Bilder vom Spiel für deinen Blog, Webseite oder anderes?
Mehr Bilder vom Spiel gibt auf Anfrage unter lautsprecherblog@hotmail.de

Dienstag, 19. Juli 2011

Aktuell in Lesung: Todeswald

Wie lange ist es her, dass ich ein Buch komplett gelesen habe? Ja da muss ich im Gedächtnis kramen. Dass war in der M8, als ich ein Buchreferat halten musste. Das Buch war nicht sonderlich dick. Nun hab ich heute in Ingolstadt, beim spontanen Besuch der Buchhandlung Ganghofer den Thriller "Todeswald" entdeckt.
Das Buch ist bisher sehr spannend und ich will es auf jeden Fall fertig lesen. Denn bisher hab ich zwei Bücher angefangen zu lesen, aber nicht fertig gelesen. Eine Kritik zum Buch, folgt.


Verlag: Kosmos
Autor: Rita Jacobsson, ein Svea Andersson Krimi

Monika Gruber in Neuburg

Freischnauze, geradeaus, derb, zum totlachen und einfach unterhaltsam, so wie man sich echtes bayerisches Kabarett eben vorstellt. Monika Gruber machte im Rahmen ihres neues Programms "Wenn nicht jetzt, wann dann" in Neuburg an der Donau in der Parkhalle halt.
Sie sorgte über zwei Stunden für Unterhaltung pur, so wie man es eben von ihr kennt. Vor allem die schnellen Stellen, in der sie sich fast überschlägt vor schimpfen und poltern, sorgten wie immer für viele Lacher. Bekannt ist Monika Gruber vor allem für ihre Derbheit und ihr geradeaus offene Art, Sachen witzig rüber zu bringen. Am Ende ihrer Auftritte folgt immer etwas Ernstes. Doch zuletzt bei die Gruberin so in Erinnerung wie wir sie alle kennen, diesmal als gute Schauspielerin die Maurer mimt, die pi mal Daumen eine Mauer ausmessen und mit einem Kasten Hellem und Weißbier auf die Baustelle kommen oder eine aufgebrachte Frau die sich über Männer aufregt, sie sich mit "Sias" anmachen wollen. Monika Gruber war super. Und soll und darf mal wieder Halt in Neuburg machen.

Montag, 18. Juli 2011

Danke

Ich bedanke mich herzlich beim "Der Hönower" der in seinem Blog meinen Blog nannte bei seiner Auswahl "Bloggerbundesliga." Hier wurden die Blogs die die sich um die Klubs der zweiten Bundesliga kümmern, beleuchtet. Beim FC Ingolstadt 04 wurde mein Blog genannt. Für diese Aufmerksamkeit und Nennung möchte ich mich herzlich bedanken.

Hier der Auszug:
Die Schanzer haben in der vergangenen Saison eine fulminante Rückspielserie hingelegt, die nicht nur den Klassenerhalt sicherte, sondern auch die Meßlatte für künftige Aufgaben höher setzte. Und der Sponsor, eine ortsansässige AudiAutobude wird sich bestimmt nicht lumpen lassen, wenn es drauf ankommt. All das wird beim “Lautsprecher-Blog” ausführlich behandelt.




Ich hoffe auch in dieser Saison auf viele Leser, vielleicht noch mehr, als jetzt. 


Link:
http://der-hoenower.de/2011/07/12/die-zweite-bundesbloggerliga-20112012-teil-iii/

Teil IV des Großfahrt Spezials


Vässarö ist das Ziel unserer zweiten Woche in Schweden. Hier werden wir verschiedene Aktivitäten begehen,  zum Beispiel Kanu fahren, segeln, Trapper-Trail, Geländespiele. Vässarö gilt als wunderschöne Insel. Bereits 2003 waren wir im Rahmen unserer Großfahrt auf dieser Insel. Nachdem wir hier unsere letzten Lagertage verbringen, geht es wieder zurück nach Deutschland.

Samstag, 16. Juli 2011

Sports² - St. Pauli schlägt FC Ingolstadt


Der FC Ingolstadt 04 hat beim Saisonstart in Lübeck gegen den FC St. Pauli 0:2 verloren. Fabian Boll erzielte beide Treffer für den Bundesliga-Absteiger. Engagierte Ingolstädter wussten keine Lösung nachdem Rückstand, so schlug Florian Boll nochmal eiskalt zu, die Entscheidung in Lübeck.
Leo Haas, Moritz Hartmann und Caiuby vergaben gute Chancen für die Schanzer.
Die Schanzer treffen am kommenden Freitag zum Heimspielauftakt auf Erzgebirge Aue (Anstoß 18:00 Uhr).

Donnerstag, 14. Juli 2011

Sports² - Standortbestimmung zum Saisonauftakt


Am kommenden Samstag startet der FC Ingolstadt 04 in die neue Zweitliga-Saison. Nachdem der letzte Saisonstart mit zwei 1:4-Niederlagen gegen Augsburg und Duisburg ordentlich in die Hose ging, will man dieses Jahr verhindern. Am besten will man natürlich mit einem Sieg in die neue Runde starten. Allerdings hat da der Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli etwas dagegen.
Auf tolle Millerntor-Stimmung dürfen sich die Gästefans und Spieler nicht freuen. Das erste Heimspiel trägt der FC St. Pauli im Lohmühle-Stadion in Lübeck aus. Grund dafür, ein Becherwurf beim Bundesliga-Spiel gegen Schalke 04, der zum Spielabbruch führte. Benno Möhlmann sieht das Spiel gegen Pauli als Standortbestimmung. Denn wo der FC Ingolstadt 04 steht, ist eine gute Frage. Nachdem man in der Vorbereitung einige gute Auftritte zeigte, gab es zuletzt erstmal zwei deftige Niederlagen. Zuletzt zeigte der Hamburger SV den Schanzern mit einem 2:4 die Grenzen auf. Viel bitterer war die Niederlage gegen den Drittligisten Wehen-Wiesbaden. 1:6 endete sogar diese Partie. In dieser kurzen Vorbereitungszeit habe man allerdings hat trainiert, so der Ingolstädter Trainer. St. Pauli konnte den Grundstock seiner Spieler behalten. Ebbers, Bartels, Naki, Tayki, Rohtenbach, Kalla, Gunesch, Morena - bleiben weiterhin in Diensten von St. Pauli. Vom Wiederaufstieg will man bei den Kiezkickern hingegen nichts wissen. Zu deutlich war die Botschaft in der Bundesliga. St. Pauli ist einfach zu schlecht für  die Erste Liga. Nachdem die Paulianer, den Erzrivalen Hamburger SV im Volksparkstadion schlugen, blieb Pauli bis zum Saisonende sieglos. Trotzdem ist mit Pauli durchaus oben zu rechnen. Ganz andere Ziele verfolgt der FC Ingolstadt 04. Klassenerhalt, aber diesmal ein bisschen stressfreier, als in der letzten Saison. Zweites Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Zu große Brötchen möchte man nicht backen. Doch erstmal kommt es darauf an wie die Schanzer aus den Startlöchern kommen. Seine Aufstellung verrät Benno Möhlmann nicht.
Schwarzer Saisonstart letzte Saison: 1:4 beim Derby  gegen Augsburg
Er wird die Entscheidung noch rechtzeitig bekannt geben und wahrscheinlich in den ersten Spielen die Startelf noch öfters wechseln. Denn es dauert Zeit bis sich eine Mannschaft gefunden hat. Gegen St. Pauli kann das Team einen ersten Schritt machen in Richtung Teamfindung und gut in die Saison starten. Besser wie letzte Saison sollte es auf jeden Fall werden.

Zum Spiel
FC St. Pauli - FC Ingolstadt 04
Vorjahresplatzierung St. Pauli: 18. - Bundesliga
Vorjahresplatzierung Ingolstadt: 14. - 2. Bundesliga

Stadion: Lohmühlestadion, Lübeck
Fahrtkilometer nach Lübeck (einfach): 762 Kilometer

Bisherige Aufeinandertreffen: zwei 1:0-Siege für St. Pauli
Besonderes: Nachdem der FC Ingolstadt 04 in der Rückrunde in der Saison 2007/2008 gegen Pauli zuhause verlor, stieg der FC04 in die dritte Liga ab.




Mittwoch, 13. Juli 2011

Sports² - Memo an mich selbst - wie wird die Saison?


Wie war die letzte Saison? Die Hinrunde war einfach total schrecklich. Man  wusste dass das Team gewinnen kann, aber einfach die Tore fehlen. Als Möhlmann kam, gab es noch ein paar gute Auftritte zum Ende der Hinrunde. Allerdings gab es dann Spiele in der Rückrunde gegen Augsburg, Fürth und Düsseldorf, bei denen ich dachte, wir steigen ab. So leblos und schlecht. Danach platzte in Karlsruhe der Knoten und wir starteten unsere Serie. Man sah was möglich ist in Sachen Zuschauern, wenn der Erfolg da ist. Das Ende der Saison war versöhnlich, mehr aber auch nicht. Der Höhepunkt der letzten Saison? Da muss ich kurz überlegen. Vor ausverkauften Haus gegen 1860 zu spielen. Allerdings war es verdammt bitter, dass wir in der letzten Minute den Sieg hergegeben haben. Die beste Auswärtsfahrt? Ganz klar die zur Hertha ins Olympiastadion. So eine Stimmung hab ich in der zweiten Liga noch nie gesehen. Auch das Stadion ist natürlich eine Wucht. Berlin war einfach unvergesslich.Dein Held der letzten Saison? Ganz klar Stefan Leitl. Hätten wir ihn nicht gehabt, wären wir wohl sang- und klanglos untergegangen. Wie findest du die neuen Trikots? Es hat sich ja nichts geändert. Der Verein hat beschlossen, das Heimtrikot so zu belassen um seinen Fans nicht das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich hab es letzte Saison gesagt, die Trikots schwarz-rot längsgestreift sind meine Traumtrikots, like Milan. Wie wird die neue Saison? Hoffentlich nicht so nervenaufreibend wie die Letzte und mit ein bisschen Konstanz. Und sonst, halt wie eine Zweitliga-Saison ist, mit kleinen und großen Überraschungen. Vorfreude auf? Hoffentlich viele Spiele bei denen ordentlich Stimmung im Sportpark ist. Natürlich auf das „Derby“ gegen die 60er. Und auf eine tolle Auswärtsfahrt nach Dresden. Welcher Neuzugang schlägt am besten ein? Gute Frage, ich hoffe ganz viele. Welches Team sorgt für eine Überraschung? Braunschweig und Dresden werden die Liga überraschen. Wer steigt ab? Schwierige Frage. SC Paderborn und der FSV Frankfurt. Hansa Rostock muss in die Relegation. Wer steigt auf? Eintracht Frankfurt marschiert, danach folgt der VfL Bochum. In die Relegation geht Energie Cottbus. Wer wird Meister in Liga eins? Bayern München. Welchen Spieler würdest du mit einem lebenslangen Vertrag ausstatten? Andreas Buchner.

Tabellen-Tipp für die kommende Saison:

1. Eintracht Frankfurt
2. VfL Bochum
3. MSV Duisburg
4. SpVgg Greuther Fürth
5. TSV 1860 München
6. FC Energie Cottbus
7. Fortuna Düsseldorf
8. FC St. Pauli 
9. SG Dynamo Dresden
10. FC Ingolstadt 04
11. TSV Alemannia Aachen
12. TSV Eintracht Braunschweig 
13.Karlsruher SC
14. FC Erzgebirge Aue
15. FC Hansa Rostock
16. 1. FC Union Berlin
17. SC Paderborn
18. FSV Frankfurt

Sports² - Zeichen setzen - keine Sponsoren-Stadien mehr!


Der Lautsprecher Blog verwendet in seiner Berichterstattung im Rahmen der 1. und 2. Bundesliga, keine Stadien-Namen die einen Sponsoren-Namen tragen. Ich will damit, ein Zeichen setzen gegen die übertriebene Kommerzialisierung. Es werden Namen verwendet, unter denen die Stadien vor dem Verkauf des Namens bezeichnet wurden oder Namen die das Stadion als solches erkenntlich machen. Denn irgendwo geht der Kommerz zu weit.  
Ohne Kommerz wäre der Fußball nie so groß geworden, wie er jetzt ist, ganz klar. Doch irgendwo muss auch Tradition erhalten werden. Alles was zu Geld gemacht werden kann, wird verkauft. Mittlerweile tragen sogar Tribünen, Sponsoren-Namen.
Darum verwendet der Lautsprecher Blog folgende Stadien-Namen im Ober- und Unterhaus:
(aufgeführt sind nur Vereine, die in Stadien mit Sponsorennamen spielen)
FC Bayern München, Münchner Arena
Borussia Dortmund, Westfalenstadion
Bayer 04 Leverkusen, Leverkusener Arena / Leverkusen-Stadion
SC Freiburg, Dreisamstadion
1. FSV Mainz 05, Bruchwegstadion / Neuer Bruchweg
Hannover 96, Niedersachsenstadion / Arena Hannover
1. FC Nürnberg, Frankenstadion
1. FC Köln, Köln Arena
VfL Wolfsburg, Arena Wolfsburg
Hamburger SV, Volksparkstadion / Arena Hamburg
FC Augsburg, Arena Augsburg

2. Bundesliga
FC Hansa Rostock, Ostseestadion
FC Ingolstadt 04, Sportpark
SpVgg Greuther Fürth, Stadion Ronhof
FC Energie Cottbus, Stadion der Freundschaft
SC Paderborn 07, Stadion Paderborn
FSV 1899 Frankfurt, Frankfurt Stadion / Stadion am Bornheimer Hang
SG Dynamo Dresden, Rudolf-Harbig-Stadion
VfL Bochum, Ruhrstadion
FC Erzgebirge Aue, Erzgebirgsstadion
Eintracht Frankfurt, Stadion Frankfurt / Arena Frankfurt
MSV Duisburg, Arena Duisburg
Fortuna Düsseldorf, Arena Düsseldorf
FC Hansa Rostock, Ostseestadion


Montag, 11. Juli 2011

Sports² - 55. Auswärtsfahrt nach Lübeck


Die 55. Auswärtsfahrt führt am Samstag nach Lübeck. Nach Lübeck? Meint ihr jetzt wohl. Ja nach Lübeck. Da beim Bundesliga-Spiel zwischen Pauli und Schalke, es zum Spielabbruch kam, weil Pauli-Fans Trinkbecher auf den Rasen warfen, müssen die Kiezkicker ihr erstes Saisonspiel auswärts austragen. Gastgeber dieses "Heimspiels" ist Lübeck. Darum lautet das plumpe Motto der Auswärtsfahrt auch "Auswärtsfahrt zum FC St. Pauli nach Lübeck." Anstoß ist am Samstag um 13:00 Uhr.

Sonntag, 10. Juli 2011

Sverige 2011 - Teil III des Großfahrt-Spezials



Eine Großfahrt ohne Hajk? Sowas gibt es nicht. Auch bei dieser Großfahrt gehen wir auf Hajk. Doch dieses Mal länger. Auf Großfahrten wir normalerweise immer drei Tage gehajkt. Diesmal gibt es einen 4-Tages-Hajk, der aus zwei Tagen Lauf und zwei Tagen Kanu besteht. Denn damit kann man die wunderschöne schwedische Landschaft besonders gut kennenlernen. Denn in Schweden gehört Kanu fahren einfach mit dazu. Für die Hajkplanung sind David und ich zuständig. Auf jeden Fall wird der 4-Tages-Hajk ein ganz neues Erlebnis. Auch für mich eine Premiere nach den zwei 2-Tages-Hajks auf dem Grundkurs 2009 und auf dem Bundeslager 2010 und nach den zwei 3-Tages-Hajks in Polen 2007 und England 2009. Nach der einen Woche auf Blidingsholm geht es  gleich weiter auf die Insel Vässarö. Mehr dazu im nächsten Schweden-Spezial.

Samstag, 9. Juli 2011

Sports² - Schanzer bekommen vom HSV Lehrstunde


Beim letzten Test vor der neuen Zweitligasaison bekam der FC Ingolstadt 04 im Sportpark gegen den Hamburger SV eine Lehrstunde. Die Schanzer unterlagen mit 2:4 und hatten im Spiel nie den Hauch einer Chance.
Lediglich die Tore von David Pisot und Moritz Hartmann konnten die schwache Leistung übertünchen.
Insgesamt lieferte der FC04 eine schwache Leistung gegen einen überzeugenden HSV ab. Die Hamburger allerdings spielten so schien es, nur mit Standgas.
Die Tore  für den HSV erzielten: Jarolim, Son, Kacar (2).

Auf den FC Ingolstadt 04 warten in Hinblick auf das erste Spiel in Lübeck gegen den FC St. Pauli kommende Woche, noch jede Menge Arbeit.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Tradition und Begeisterung ist nichts mehr wert


Nachhaltig, so lautet das Credo der Wirtschaft. Nachhaltig zu sein, Nachhaltigkeit fördern. München ist gescheitert, bei seiner Bewerbung für die 23. Olympischen Winterspiele. Das südkoreanische Pyeongchang setzte sich gegen seine Mitbewerber München und Annecy durch.
Am Ende siegte Kommerz über Olympische Tradition, Begeisterung, Nachhaltigkeit und eben das bessere Konzept. München hat bereits viele Sportstätten, ebenso Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden. Die Infrastruktur in Deutschland ist bereits jetzt Klasse und die Deutschen gelten als sportverrückt. Egal welches Event ins Land kommt, der Deutsche ist verrückt nach diesem Sport. Das sah man bei den Heimweltmeisterschaften im Handball (2007), Eishockey (2010) und im Fußball (2006, 2011). Das Olympiakonzept Münchens sah vor, die vorhandenen Sportstätten bei den Spielen zu nutzen. München und Umgebung pflegen eine lange Wintersport-Tradition und sind jährlicher Gast von Weltcup-Veranstaltungen. Dagegen müssen in Pyeongchang fast alle Sportstätten neu erbaut werden. Allerdings sind die Spiele in Südkorea die Spiele der kurzen Wege. Doch natürlich wollte das IOC die Südkoreaner nicht wieder im Regen stehen lassen, nachdem sie bei der Vergabe für die Winterspiele 2010 und 2014 scheiterten. 2010 bekam Vancouver den Vorzug und 2014 Sotschi. Ein gebranntes Kind in Mehrfachbewerbungen ist auch das österreichische Salzburg, sie scheiterten ebenfalls 2010 und 2014, bewarben sich für die Spiele 2018 hingegen nicht mehr.
Ausschlaggebend für die Entscheidung PRO Pyeongchang war vor allem das wesentliche hohe Budget. Kein Bewerber hatte so viel finanzielles Budget wie Pyeongchang. Vor allem die neuen Märkte standen beim IOC weit oben auf der Agenda. Asien der unerschlossene Wintersportmarkt, soll so erklommen werden. Und natürlich war ausschlaggebend, dass sich die Stadt zum dritten Mal in Folge beworben hat. Ein drittes Mal konnte man die Spiele nicht an einen anderen Bewerber vergeben.
Doch leider ist das ein Trend im Sport. Bereits 2014 bekam Sotschi, der Badeort am Schwarzen Meer den Zuschlag für die Winterspiele. Obwohl Sotschi und Winterspiele so viel zusammen tun haben, wie Sommer und Ski fahren. Bereits die FIFA hat den Kapitalismus in den Fußball eindrucksvoll einziehen lassen, was Weltmeisterschaftsvergaben angeht. Die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 wurden nach Russland und Katar vergeben. Dass wohl beide Länder die Weltmeisterschaften "gekauft" haben, ist kaum anzuzweifeln. Russland bekommt nach Olympia 2014 das nächste sportliche Großereignis. So finden innerhalb von vier Jahren die zwei größten und finanzstärksten Sportveranstaltungen der Welt in Russland statt. Auch Russland und Katar haben mit Fußball-Tradition recht herzlich wenig zu tun. Die tolle Bewerbung von England wurde gleich im ersten Wahlgang abgeschmettert. Obwohl England als Mutterland des Fußballs und begeistertes Fußballland die WM mehr als verdient gehabt hätte. Sogar  die Gemeinschaftsbewerbungen von Belgien / Niederlande und Spanien / Portugal bekam mehr Stimmen im ersten Durchgang. So war der Weg frei für Russland. Auch bei der Vergabe für die WM 2022 musste man seine Augen reiben. Katar erhielt in jedem Durchgang die meisten Stimmen und stach am Ende die USA mit 14:8 aus. Südkorea, Japan und Australien waren bereits die Runden davor ausgeschieden. Zehn Exekutivmitglieder stehen unter Korruptionsverdacht. Doch ob die beiden Weltmeisterschaften nochmal vergeben werden, ist kaum klar. Für  die total gehirnamputierte Vergabe nach Katar, nannte die FIFA ebenfalls die Erschließung neuer Märkte als Grund.
Die aktuelle Entwicklung der Vergaben von Sport-Ereignissen sollte man deswegen nur sehr kritisch gegenüber stehen.

"Es war eine Entscheidung zwischen der großen Tradition, die sich mit Olympia verbindet - und dem großen Geschäft, das Olympia inzwischen ist. Es war eine Entscheidung zwischen der alten und der neuen Welt des Sports, zwischen zwei Städten, die gegensätzlicher kaum sein können. Hier München mit seiner 853-jährigen Geschichte, dem Oktoberfest, dem Viktualienmarkt, den prachtvollen Schlössern im Umland.
Und dort ein asiatischer Skiort aus der Retorte, dessen Straßen so heimelig sind wie ein mittelprächtiges Einkaufszentrum; ein Ort, dessen Pisten für Olympia aus dem Boden gestampft wurden, weil im Umkreis von zwei Flugstunden angeblich eine Milliarde Menschen darauf warten, das tun zu können, was die Europäer seit Jahrzehnten machen: Ski fahren.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sich für das Geschäft entschieden, für die vielen Milliarden, die in Asien, diesem noch nicht ganz so reifen Wintersport-Markt, zu verdienen sind. Und das ist enttäuschend: für München, aber auch für die Idee der olympischen Bewegung. Ihr ging es einst um mehr als Kommerz, nämlich eben auch darum, der Welt ein wenig Halt zu geben. Und Tradition bietet Halt.
München hätte der olympischen Tradition entsprochen, München hätte Halt geboten. Pyeongchang 2018 dagegen ist der Aufbruch ins Neue, ins Ungewisse, ins Unsichere. Und es ist das endgültige Eingeständnis, dass der olympische Gedanke, der Beste möge gewinnen, zumindest bei der Vergabe der Spiele nichts mehr zählt. München hat das grünste, das nachhaltigste Konzept: mit vielen Sportstätten, die es bereits seit Jahrzehnten gibt; mit einem Olympiapark als Zentrum, der schon 1972 Zentrum der Sommerwettbewerbe war. Doch beim IOC gewinnt am Ende offenbar derjenige, der am meisten zahlt; oder am meisten Druck aufbaut; oder über die besten persönlichen Beziehungen verfügt....."

Zitat aus dem Artikel "Gold für den Kommerz" auf süddeutsche.de
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/pyeongchang-bekommt-olympische-spiele-gold-fuer-den-kommerz-1.1116916

Dienstag, 5. Juli 2011

Großfahrt-Spezial Sverige 2011 - Teil II.


Schweden eines der schönsten Länder der Welt. Diesmal zum dritten Mal in der Stammesgeschichte, Großfahrtziel. In der ersten Woche ist das Programm recht straff. Erst einmal wartet eine 1,5 tägige Busanreise auf uns. Karlshuld – Rostock via Fähre nach Trelleborg (Schweden). Und von Trelleborg nach Blidingsholm. Ziel unserer ersten Großfahrtwoche. Über 1000 Kilometer haben wir bis dahin zurückgelegt. Es gibt gleich zwei Highlights der ersten Großfahrtwoche. Zum ersten der Tagesbesuch des Jamborees in Rinkaby. Hier werden wohl alle aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Das größte nationale Lager an dem der Stamm teilgenommen hat, war das Bundeslager  2010 in Wolfsburg-Almke mit über 5.000 Teilnehmern. 2007 dann der Rekord. Unser Stamm verweilte ein paar Tage auf dem ZHP National Jamboree in Kielce (Polen). Hier nahmen insgesamt über 10.000 Pfadfinder teil. Auf dem diesjährigen Jam werden wohl über 38.000 Pfadfinder sein. Vor allem aus den fränkischen Regionen im bayerischen Landesverband werden zahlreiche Pfadis beim deutschen Kontingent mit dabei sein. Deswegen werde ich auf dem Jamboree zahlreiche Pfadis wiedersehen. Nachdem Jam-Besuch  geht es in der gleichen auf einen 4-Tages-Hajk. Dieser 4-Tages-Hajk hat Premiere. Doch mehr dazu, liest ihr im nächsten Teil des Großfahrt-Spezials.

Sonntag, 3. Juli 2011

Großfahrt-Spezial Sverige 2011



Teil 1 des Großfahrt-Spezials
Im Sommer ist es soweit. Wir brechen nach Schweden auf. Es ist meine dritte Großfahrt, die ich nach Polen 2007 und England 2009 mitmache und die insgesamt zwölfte des Stammes, davon die elfte ins Ausland.
Schweden, ein Land dass dieses Jahr das Land der Pfadfinder wird. Denn im schönen Land in Skandinavien findet das 22. World Scout Jamboree statt. Das größte Pfadfinderlager der Welt, das alle vier Jahre in einem anderen Land stattfindet. 2007 gastierte zum 100-jährigen Geburtstag der Weltpfadfinderbewegung das Jamboree in England. Nun erwartet Schweden auf dem Jamboree über 38.000 Pfadfinder aus aller Welt. Davon auch zahlreiche aus Deutschland. Doch aus unserem Stamm wird keiner auf das Jamboree fahren. Uns zieht es auch nach Schweden, allerdings wo anders hin. Schon 1993 und 2003 war unser Stamm in Schweden, deswegen kennen wir die schönen Zeltplätze in Schweden. Die ersten Tage verbringen wir in Blidingsholm, ehe es dann in der zweiten Woche auf die schöne Insel Vässarö geht.
Doch mehr zu unserem Programm, die Schweden-Großfahrt und meine ersten Großfahrten, folgen die Tage, ihr dürft gespannt sein.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Der Tag - der 30. Juni

Der 30. Juni ist ein ganz besonderer Tag. Ich bekomme meinen Lohn heute überwiesen, 1996 gewann Deutschland gegen England seinen bislang letzten EM-Titel, 2002 verlor das DFB-Team bei der WM gegen Brasilien mit 0:2. 2006 gewannen die Deutschen im WM-Viertelfinale gegen Argentinien im Elfmeterschießen. Außerdem treten heute die DFB-Damen im zweiten Vorrundenspiel gegen Nigeria an. Außerdem trifft die Deutsche U-17-Auswahl bei der Weltmeisterschaft in Mexiko auf die USA im Achtelfinale.
Außerdem starten für Tausende heute die Abschlussprüfungen in der Mittlere Reife. Doch eigentlich zählt an diesem Tag nur eins, der Geburtstag meiner Freundin: Alles Gute Verena!

Montag, 27. Juni 2011

Endlich haben sie es kapiert

Die CDU sie auf das dreigliedrige Schulsystem Jahrzehnte lang geschworen hat, hat eine Grundsatzentscheidung getroffen. Es soll in Zukunft eine Art Gemeinschaftsschule geben und die Hauptschule im Bund verschwinden. Dazu gab es ein interessantes Interview mit Herr Rösner  (Bildungsexperte) auf Süddeutsche.de.
Er fördert eine leistungsorientierte Schulreform. Bei der die schwachen Schüler besonders gefördert werden und eine zentrale Bildungsreform für den ganzen Bund, zumindest eine einheitlichere wie aktuell.

http://www.sueddeutsche.de/karriere/diskussion-um-die-abschaffung-der-hauptschule-die-csu-beschwoert-eine-wirklichkeit-die-es-nicht-gibt-1.1112932

Hier einige Auszüge:
"Ja, denn dann hätte man ein zweigleisiges System, das hochgradig übersichtlich wäre. Eine überschaubare Bildungslandschaft. Und wenn jemand von Bayern nach Nordrhein-Westfalen geht, dann weiß der auch, wo er sein Kind hinschickt. Die Vergleichbarkeit ist in diesem Fall ein hohes Gut. Was wir uns im Moment leisten: 16 Bundesländern und 16 Schulsysteme, das ist keinem Menschen mit normalem Abitur vermittelbar."


"Für mich ist es eine Schule, die der Unterschiedlichkeit der Kinder nach der Grundschule gerecht wird. Die also die Schwachen aufnimmt und fördert und die Starken zu Spitzenleistungen führt. Das ist, wie uns das Ausland zeigt, möglich, aber ein schwieriger Umstellungsprozess. Wir haben uns über viele Jahre an ein dreigliedriges Schulsystem gewöhnt. Mit einer fragwürdigen Begründung: Begabung. Das hat aber noch nie getragen. Sie finden in Deutschland niemanden, der ihnen erklären kann, was eine Realschülerbegabung ist. Aber dennoch sagen viele treu und fest: Wir brauchen das begabungsgerechte dreigliedrige Schulsystem. Das ist Quatsch."


Kommentar:
Deutschland ist eine bildungspolitische Kraterlandschaft. Jedes Bundesland, hat ein eigenes Schulsystem. Beginnend bei den Aufnahmeprüfungen, endend beim Stoff bei den Abschlussprüfungen. Die Bundesrepublik Deutschland hat, 16 Länder in einem Land. Grund dafür die Förderalismusreform die den Ländern Freiheit gibt, in gewissen politischen Feldern frei zu handeln, eben in der Bildung.
Dass sieht so aus, in Deutschland sind sogar die Abitur-Abschlüsse unterschiedlich einzustufen. Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg haben das hochwertigste Abitur, Bremen das Schlechteste. Wo ist da die Chancengleichheit. In Baden-Württemberg gibt es in der Oberstufe zum Beispiel gar keine Facharbeit und die Leistungskurse und Grundkurse wurden auch im G8 beibehalten. Im G8 in Bayern gibt es W- und P-Seminare und die Praxisarbeit heißt Seminararbeit. Nur um ein Beispiel aufzuführen.
Eine leistungsorientierte Schule müsste so laufen wie es in meiner Schulzeit war. Ein Klassenleiter in vielen Fächern, der die Schwerpunkte setzt und die Schüler, die Schwäche individuell fördert. Hierhin muss der Weg hingehen. Deutschland hat eine unfaire Bildungspolitik. Und auch keine einheitliche. So muss die Arbeit bei dieser neuen Schulreform aussehen, die die CDU anstrebt. Gemeinsames lernen und dann die Entscheidung, Mittlere Reife oder Abitur. Einige Länder haben bereits mit solchen Modellen begonnen, durchaus erfolgreich. Vor allem die CSU in Bayern, allen voran mit ihrem Kultusministerium sollte von ihrem 
hohen Ross heruntersteigen und real denken. Real und in die Schulen gehen und die Zukunft schauen. Denn Bayern muss mitziehen mit dieser Reform, sollte sie tatsächlich kommen. Denn dann bleibt Bayern auf der Strecke auf dem zur endlich kommenden bundesweiten Bundespolitikreform.
Alle Länder müssen an einem Strang ziehen, damit es endlich eine bundesweite Politik gibt und nicht eine Bundespolitik in der Bundesrepublik, in der jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht. Die Zeiten sind vorbei. Denn Bildung ist Zukunft, auch im wohlhabenden Deutschland. Vor allem muss das Land aus den jungen Menschen, die wir im demografischen Wandel noch haben, das Beste machen. Doch dass kann nur funktionieren, wenn alle zusammen arbeiten und die beste Lösung finden. Damit es in Deutschland endlich eine faire und leistungsorientierte Bildung gibt. 









Sonntag, 26. Juni 2011

Vor einem Jahr

Es war der 24. Juni 2010 als ich meine letzte Abschlussprüfung in Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT) ablegte. Da sich Pfingsten jetzt so schob, sind die Schüler die ihre Mittlere Reifen erwerben wollen, kommende Woche dran. Über ein Jahr ist es her, dass meine Prüfungen geschrieben habe.
Auf welches Fach habe ich damals meinen Fokus gelegt? Ganz klar, Mathe. Auch aus dem Grund, weil ich sonst wohl sang- und klanglos untergegangen bin. Bei den anderen Fächern (Englisch, Deutsch) ist eigentlich immer eine vier drin, jedoch mindestens eine drei. Damals habe ich mich eigentlich nicht so reinstressen habe und habe versucht so gut wie möglich Mathe noch hinzubiegen und bin der Faustregel gefolgt. Die Parabeln verhelfen zur 4, die damals mein Ziel war. Dass ich am Ende eine 3 schreibe, hätte mir nie träumen lassen. Wichtig dass ich kann meinen Schülerkollegen sagen ist, sich gut vorbereiten, ruhig und konzentriert sein. Nicht cool, sondern konzentriert an nichts anderes denken, als an die Aufgaben die vor dir liegen. Vor allem in dem Fach in dem richtig schwach ist, sollte man sich dahinterklemmen und was machen. Ein garantiertes Erfolgsrezept hingegen gibt es nicht. Aber ich kann das ja mittlerweile ganz locker sehen, einem Jahr nach meinem Schulabschluss. Doch meine nächsten Prüfungen sind nicht mehr fern. Im März 2012 geht es in die Zwischenprüfungen in meiner Ausbildung.
Viel Erfolg an alle Schülerinnen und Schüler die in den kommenden Wochen ihre Prüfungen schreiben!

Freitag, 24. Juni 2011

Graue Fernsehlandschaft

Dass gute alte Fernsehen, lebt vom abkupfern. Betrachtet man die Tage in der Woche, gleicht sich das Programm der einzeln Sender immer. An einem Tag laufen Krimis, an einem Liebesschnulzen, an deren Spielfilme. Bei den dritten Programmen laufen nachts Talksendungen bzw. die Wiederholungen davon. Ich schalte nach langer Zeit endlich mal für längere Zeit den Fernseher durch und muss lange suchen bis ich etwas finde, was mir gefällt. Nach einer Reportage die ich auf N24 bereits gesehen habe, schau ich kurz bei der Wiederholung von Maybrit Illner auf dem ZDF infokanal vorbei. Auf Einsfestival läuft die Sendung Inas Nacht, eine doch interessante Sendung. Dann ist diese Sendung auch vorbei und der Schaltdurchlauf beginnt von vorne. Willy Astor besingt mich kurz, ehe ich wieder den Sender wechsle. Vielleicht schalte ich dann auf Eurosport um und schaue, was auch sonst? Fußball.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Sports² - Abgerechnet


Verschätzt oder goldrichtig . . . 
Hier meine Tabelle die vor der Saison getippt habe. In Klammern die Platzierung der Teams in der letzten Bundesliga-Saison. Die komplett richtigen Positionen sind fett hinterlegt.

1. FC Bayern München (3.)
2. SV Werder Bremen (13.)
3. FC Schalke 04 (14.)
4. VfL Wolfsburg (15.)
5. Bayer 04 Leverkusen (2.)
6. Borussia Dortmund (1.)
7. VfB Stuttgart (12.)
8. Hamburger SV (8.)
9. TSG 1899 Hoffenheim (11.)
10. Borussia Mönchengladbach (16.)
11. Eintracht Frankfurt (17.)
12. 1. FSV Mainz 05 (5.)
13. 1. FC Nürnberg (6.)
14. 1. FC Köln (10.)
15. 1. FC Kaiserslautern (7.)
16. FC St. Pauli (18.)
17. Hannover 96 (4.)
18. SC Freiburg (9.)

2. Bundesliga
1. Hertha BSC Berlin (1.)
2. FC Augsburg (2.)
3. TSV 1860 München (9.)
4. MSV Duisburg (8.)
5. Alemannia Aachen (10.)
6. Fortuna Düsseldorf (7.)
7. VfL Bochum (3.)
8. FC Energie Cottbus (6.)
9. Karlsruher SC (15.)
10. SpVgg Greuther Fürth (4.)
11. SC Paderborn 07 (12.)
12. DSC Arminia Bielefeld (18.)
13. 1. FC Union Berlin (11.)
14. FC Ingolstadt 04 (14.)
15. FC Erzgebirge Aue (5.)
16. VfL Osnabrück (16.)
17. FSV Frankfurt (17.)
18. Rot-Weiß Oberhausen (18.)

Dienstag, 21. Juni 2011

Sports² - Schanzer müssen zum Auftakt nach Lübeck


Der FC Ingolstadt 04 muss zum Auftakt der neuen Zweitligasaison nach Lübeck. Dort treffen die Schanzer auf den Absteiger FC St. Pauli. St. Pauli muss sein erstes Heimspiel in einem fremden Stadion austragen, da ein Becherwurf in der vergangenen Saison zum Spielabbruch gegen Schalke 04 führte. Saisonauftakt ist am Wochenende des 17. Juli.
Nachdem Pauli-"Auswärtsspiel" müssen die Schanzer zuhause gegen Aue ran, ehe es dann zum Pokal Erstrundenspiel gegen den FC Oberneuland geht. Danach reisen die Schanzer zu Fortuna Düsseldorf. Anschließend gastiert der FSV Frankfurt im Sportpark.
Alle Spieler sind noch nicht genau terminiert.

Hier der Spielplan für die Hinrunde, nur nach Spieltag:

1. Spieltag: St. Pauli (A)
2. Spieltag: Aue (H)
1. Runde Pokal: FC Oberneuland (A)
3. Spieltag: Düsseldorf (A)
4. Spieltag: Frankfurt (H)
5. Spieltag: Fürth (A)
6. Spieltag: Rostock (H)
7. Spieltag: Union Berlin (A)
8. Spieltag: Dynamo Dresden (H)
9. Spieltag: Paderborn (A)
10. Spieltag: Bochum (H)
11. Spieltag: Duisburg (A)
12. Spieltag: Aachen (A)
13. Spieltag: Frankfurt (H)
14. Spieltag: Karlsruhe (A)
15. Spieltag: 1860 München (H)
16. Spieltag: Cottbus (A)
17. Spieltag: Braunschweig (H)

Alle Spiele werden noch genau terminiert. Dies sind alles nur Rahmentermine.

Samstag, 18. Juni 2011

Sports² - Michael Lutz verlässt FC Ingolstadt 04


Torwart Michael Lutz verlässt den FC Ingolstadt 04. Der 29-jährige läuft kommende Saison für den Regionalliga-Aufsteiger Waldhof Mannheim auf. 
Seit 2004 spielte er für den FC Ingolstadt, zuvor spielte er zwei Jahre beim MTV Ingolstadt. Zuletzt kam Lutz nicht mehr an Kirschstein vorbei. 
Er bestritt insgesamt 134 Spiele für den FC Ingolstadt 04.
Der Verein bedankte sich für die lange und gemeinsame tolle Zeit. 

Donnerstag, 16. Juni 2011

Scouts² - Alle wollen nach Schweden

Im August 2011 findet das 22nd World Scout Jamboree im schwedischen Rinkaby statt. Das größte Pfadfinderlager der Welt wird dieses Jahr wohl von über 38.000 Teilnehmern aus aller Welt besucht. Ohnehin ist Schweden, das Fahrtenland schlechthin in diesem Jahr. Außerhalb des Jamborees werden viele Stämme, das  himmlische Land im Norden Europas  im Rahmen einer Auslandsfahrt bereisen.
Manche feiern Großfahrt-Premiere und planen zum ersten Mal im Stamm eine Großfahrt. Andere Stämme, wie unser Stamm, der Stamm Totila fährt  zum dritten Mal nach 1993 und 2003 nach "Sverige"

Warum dass alles jetzt?
Im Juli startet die große Vorbereitungsrubrik für unsere 12. Stammesgroßfahrt und dritte Großfahrt nach Schweden. Es gibt Rückblick zu vergangen Großfahrten, Ausblicke, Hintergründe und Planungsfortschritte und viel Vorfreude, die bereits jetzt fast am Überkochen ist.

Also ihr könnt euch freuen.

Dienstag, 7. Juni 2011

Leben² - Dickes D - das war der Kirchentag in Dresden


Wow, Wahnsinn, faszinierend, groß – es gibt viele Worte die den 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden beschreiben. Die Losung für den diesjährigen Kirchentag lautete „da wird auch dein Herz sein“ (Matthäus 6,21). Hier mein Tagebuch zu meinen ersten und garantiert nicht letzten Kirchentag.

Dienstag, 31. Mai 2011 (Anreise)
Dresden, die schöne Stadt im Herzen Sachsens. Mit dem Auto braucht man, wenn man gut fährt 4,5 Stunden. Mit dem Zug, über fünf Stunden. Diese Fahrt zieht sich ziemlich lange. Denn der Zug hält wirklich überall. Die Fahrt ging über Ingolstadt, Nürnberg, Hof nach Dresden. Mit 20-minütiger Verspätung kamen wir dann in Dresden an, da die Neigetechnik ausfiel bei unserem Regional-Express. Dann erstmal Orientierung am Hauptbahnhof. Wie kommen wir dein Stadtteil Neustadt, in dem sich unsere Helferschule befindet. Mit der Tram geht es dann vom Hauptbahhnof mitten in die Neustadt, dem Szeneviertel schlechthin in Dresden. Hier befinden sich alle Lokale, Bars der Stadt. Der erste Eindruck der Stadt: Wow! Alles Altbau, alles superschön und einfach Wahnsinn! Dann sind wir endlich da. Wir richten uns ein, in einem der vielen Klassenzimmer. Was tun wir? Wir betreuen eine Helferschule. In dieser Helferschule übernachten, wie der Name schon sagt, viele Helfer die beim Kirchentag helfen und sich mit verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten einbringen. Wir sind die Quartiermeister und betreuen die Schule.
Ein Gebäudekomplex, von insgesamt drei. 
Die Helfer die hier übernachten, werden eingewiesen, was die Regeln in der Schule sind. Wir weisen ihnen das Zimmer zu und betreuen den Tresen. An diesem Tresen, kontrollieren wir anhand eines Quartierausweises, ob die Helfer hier übernachten und rein dürfen. Es gibt  Schichten die fünf Stunden andauern und der Tresen ist rund um die Uhr besetzt. Wir bayerische Quartiermeister, haben uns etwas einfallen lassen um die Einlasskontrolle einfacher zu gestalten. Wir haben einfach Buttons gestaltet, mit dem Kirchentag-Logo drauf (dem Herz) und mit bayerischen Wappen. Die Helfer konnten diesen Button für 0,50 Euro erwerben und an das Helferhalstuch hin pinnen. Dann sehen wir den Button und gewähren Eintritt. Wir als Helfer wurden mit einem Helfer-Shirt ausgestattet, sowie einem Helfer-Halstuch und dem Helferausweis sowie eine Fahrkarte. Denn die Helfer dürfen kostenlos alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt nutzen. An diesem Abend reisen verdammt viele Helfer an, deswegen ist der Stress ziemlich groß. Die Schule an sich besteht aus der einzelnen Gebäudekomplexen und hat sonst über 500 Schüler. Die Schule ist ein Gymnasium und beherbergt nachdem regulären Unterricht  die Volkshochschule. Das Gymnasium ist ein naturwissenschaftlich-musisches-künstlerischen Gymnasium. Dieser Tag ist für uns noch nicht so anstrengend. Ich bin erst am Dienstag angereist noch mit zwei Münchner Studenten, die nicht bei den Pfadis aktiv sind, aber trotzdem uns beim Quartier betreuen helfen. Unsere 18-Mann-Quartiermeister-Truppe besteht aus Pfadis aus Kalchreuth, Karlshuld, Reutlingen und Weiden. Die drei „Chefs“ unseres Teams sind bereits seit Samstag für den Kirchentag unterwegs. Sie haben eine Rad-Gruppe von Wittenberg bis Dresden begleitet und für die Gruppe das Frühstück zubereitet. Der Tag endet schnell und so geht es weiter.

Mittwoch, 01. Juni 2011 
Die erste Nacht ist überstanden, wir wachen auf und schon ist Besprechung. Der letzte Tag wird reflektiert und die kommenden Tage besprochen, vor allen die Schichten werden eingeteilt. Ich habe Schicht von 15:00 Uhr – 20:00 Uhr. Jede Schicht dauert fünf Stunden. Die Verpflegung ist für die Helfer kostenlos und läuft zentral ab, doch wir sind noch nicht so vertraut mit dem Stadtplan und essen so in der Neustadt. Die Neustadt das Szene-Viertel lernen wir dann abends genauer kennen. Wir besuchen ein paar Lokale und lernen das einzigartige Flair Dresdens kennen. Die Helfer bereiten in der großen Helferschule, morgens das Frühstück zu und sind sonst am Tresen. Wenn man keinen Tresendienst hat, kann man sich die Stadt ansehen, bummeln, an Veranstaltungen teilnehmen oder einfach nur chillen. Auf dem Kirchentag wird einem nicht langweilig.


Donnerstag, 02. Juni 2011 
Hello Dresden, zum ersten Mal sehen wir, mehr als nur  die Neustadt. Wir nehmen zum ersten Mal an der zentralen Verpflegung teil. Bisher gab es zum Essen, Pizza und Döner. Ist ja alles um einen herum. Wir fahren mit der Tram zum Kongresszentrum, dass nicht unweit der Elbe liegt. Dort steht ein riesiges Zelt und dort gibt es Essen für die Helfer. Etwa 3.000 Menschen haben am zentralen Mittagessen teilgenommen, ist eine Zahl, die mir ein Helfer mitteilt, der Essen verteilt. Also Helfer sind an jeder Stelle des Kirchentags zu finden. Es gibt Leberkäse mit Breze, da fühlt man sich ja gleich heimisch und/ oder Nudeln mit Soße. Wir Bayern werden von allen freundlich empfangen. Die Dresdner sind super  freundlich und hilfsbereit, richtig tolle Leute. Die Helfer die bei uns schlafen, sind aus allen Ecken des Landes. Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Hessen usw. Keinem ist der Weg zu weit, zur größten christlichen Veranstaltung in Deutschland. An diesen Abend geht es nach der Nachmittagsschicht von 15:00 Uhr – 19:30 Uhr zum Wise Guys Konzert. Jetzt gibt es erstmal Pizza. Wieder einmal, doch wenn die Pizzeria nur 80 Meter entfernt ist, also wirklich gleich nur um die Ecke, dann sollte man dass auch nutzen.

Freitag, 03. Juni 2011
An diesen Freitag verwandelte sich unser Schulhof in einen Veranstaltungsort. Den ganzen Tag fand bei uns eine gut besuchte Veranstaltung statt (über 1.500 Besucher). Prominente Gäste waren zu Gast u. a. Ex-Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Kabarettist Eckart von Hirschhausen. Frank-Walter Steinmeier, hab ich leider mitbekommen, wie er sprach, da ich in der Küche stand und Frühstück zubereitete. Abends gab dann Eckart von Hirschhausen einen 30-minütigen Spontanauftritt und er war echt klasse. Ich kannte ihn, habe allerdings noch nichts von ihm live gesehen. Nach seinem Auftritt ging ich hinter die Bühne, zugleich Durchgang der Helfer in Hauskomplex A und sprach mit ihm kurz. Wie er den Kirchentag so findet und dass ich seinen Aufritt super fand. Nachdem der Pausenhof den ganzen Tag von Menschen gesäumt war, kehrte endlich Ruhe ein. Das Quartiermeister-Team ging abends in Dresden weg, besser gesagt um die Ecke. Denn unsere Quartierschule befand sich ja in mitten der Neustadt. Das ganze Team, erlebte Dresdens Nachtleben von seiner schönsten Seite. Nochmal ein toller Abschluss.

Samstag, 04. Juni 2011
Den Samstag konnten wir nutzen, zumindest der Karlshulder Trupp. Denn der zweite Teil des Quartiermeister-Teams kam aus Reutlingen. Die übernahmen heute den kompletten Tag. Wir nahmen uns Zeit für die Dresdner Innenstadt, natürlich ging es auch zum Shoppen. Zahlreiche Fotos wurden gemacht. Den Dresdens Innenstadt ist einfach Wahnsinn. Abends gingen wir gemeinsam zum Essen. Wir sahen das Bauwerk über das Dresden lange diskutierte. Die Elbtalbrücke. Ein gigantisches Bauwerk, dass noch im Bau ist und jetzt schon ziemlich phänomenal aussieht. Vom Restaurant hatte man  einen schönen Ausblick. Nachdem gemeinsamen Essen, fuhr ein Teil zurück zur Schule, ein Teil fuhr noch in die Stadt um dort tolle Nachtaufnahmen zu machen. Einige Fotos siehe im Post. Da kam langsam Wehmut auf, die letzte Nacht in Dresden und morgen geht es um 4:00 Uhr aus dem Schlafsack, weil ich da nochmal Frühstück zubereite mit drei weiteren Helfern.  Nach gefühlt tausenden von Fotos, geht es zurück zur Schule. Noch ein bisschen unterhalten und dann ins Bett. Denn der nächste Tag, zugleich der Abreisetag wird nochmal anstrengend. Alles muss passen, alle müssen nochmal zusammenarbeiten.


Sonntag, 05. Juni 2011 
04:00 Uhr morgens, ich werde geweckt, ich habe zwei Stunden Schlaf hinter mir. Nun heißt es Frühstück zubereiten, für 500 Helfer, die heute Dresden wieder in Richtung Heimat verlassen. Es muss genügend Kaffee da sein, denn der ist bei Morgen-Menschen vor allem um diese Uhrzeit extrem wichtig. Ich bin trotz des Schlafmangels voll aufgedreht und gut drauf. Grüße alle Helfer am Morgen mit „Guten Morgen.“ Doch nach drei Stunden Frühstück lässt der Elan nach. Ist auch klar. Der Kirchentag neigt sich dem Ende zu. Um 7:30 Uhr endet das Frühstück für die Helfer, bis 9:00 Uhr muss die Schule geräumt sein. Die Gruppen die Schule verlassen haben und die Klassenzimmer im Ur-Zustand abgenommen sein. Um 9:00 Uhr versammeln sich dann die Quartiermeister um ihr Frühstück einzunehmen, ehe es dann heißt, Endspurt. Küche klar machen, Zimmer klar machen, Gebäude klar machen, das volle Programm. Bis dann endlich um 14:00 Uhr es heißt Abfahrt in Richtung nachhause. Noch ein kurzer Abstecher in die Geschäftsstelle und dann hoffentlich nicht in einen Stau fahren. Doch kaum die Autobahn gewechselt, stehen wir eben in einem Stau. Alle wollen raus aus Dresden, alle nachhause vom Kirchentag. Wir fahren über die Bundesstraße dann irgendwann wieder auf die Autobahn. Doch unsere geplante Fahrzeit verlängert sich ungewollt. Immer wieder Staus, dann Zwischenstopps in Weiden und Kalchreuth, weil da ein Teil unseres Teams wohnt und „abgesetzt“ wird. Schließlich noch ein heftiges Gewitter. Um 23:00 Uhr dann endlich komm ich in Karlshuld wieder an. Der Kirchentag ist vorbei.

Und es war eine tolle Woche. Ich hab eine neue Stadt kennengelernt, eine bezauberende Stadt. Tolle Leute, viel erlebt und hatte wirklich tolle Gespräche. Der Kirchentag war Spitze in Dresden! In zwei Jahren findet er in Hamburg statt. In Dresden war mein Herz und diese Stadt werde ich doch im Herzen behalten, weil sie mich so fasziniert hat, vor allem nachts. Danke an alle Quartiermeister für diese tolle Woche. Vielen, vielen Dank!

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Mehr Bilder folgen über Picasa, die Tage.