Montag, 31. August 2009

PROstuff - Bunte Kabinettstückchen - alles scheint möglich bei der Regierungsbildung. Doch will das Volk auch wirklich?

Langsam fragen sich die Bürger, sind wir hier im Malkasten? Den die Gewinner und Verlierer der Landtagswahlen im Saarland, Sachsen und Thüringen malen sich munter ihre Wunsch-Regierungskoalitionen. Von Rot-Rot über Schwarz-Gelb-Grün scheint alles möglich. Hauptsache, an die Macht.
In Sachsen deutet alles auf Schwarz-Gelb an, auch eine große Koalition mit Schwarz-Rot scheint möglich. Doch eins ist klar, der bisherige Ministerpräsident bleibt wohl Tillich.
Im Saarland, möchten drei an die Macht. Maas, Müller und Lafontaine. Hier könnte die Linke, eventuell an die Macht kommen bzw. den ersten Ministerpräsidenten im Westen stellen.
In Thüringen, ist Dieter Althaus klar gescheitert. Zwar ist die CDU weiter stärkste Partie, aber die Linke sitzt mit nur 4 Prozent Rückstand, der großen Volkspartei im Nacken. Althaus schließt allerdings einen Rücktritt weiter aus.

Durch diese überraschenden Wahlergebnisse sollte der Bundestagswahlkampf eine Wendung bekommen. Denn die CDU/CSU mit ihrer K-Kandidatin Angela Merkel, sah sich ja bereits im Bundeskanzleramt. Doch jetzt könnte es nochmal eng werden. Die Union lies ein klares Konzept im Wahlkampf bisher noch vermissen. Keiner der Bürger weiß bisher genau, welche Partie, was will. Einzig die FDP, die den Mittelstand stärken will. Doch auch bei den Liberalen knistert es. Denn wenn die Union weiter Stimmen verliert, könnte die Regierungsbeteiligung der FDP auch futsch sein. Sowohl Union als auch FDP wollen zusammen die Regierung bilden.
Doch in Sachen Regierung könnte die bisher schlecht abgeschnittene SPD noch ein Wörtchen mitreden. Schon 1998 hatte die Sozialdemokraten keiner auf den Zettel. Damals löste Gerhard Schröder die 16 Jahre bestehende Regierung von Helmut Kohl (Schwarz-Gelb) ab. Doch Schröder weilte auch nicht lange im Kanzleramt. Er stellte 2005 die Vertrauensfrage und bezweckte somit Neuwahlen.
Danach regierten SPD und CDU/CSU, die ja gerne, wenn es möglich ist ihre Regierungsarbeit nach dem 27. September 2009 beenden würden. Doch eine Große Koalition ist durchaus wieder denkbar. Denn wenn die Union ebenfalls weiter Verluste beklagen muss, könnte die Regierung mit den Liberalen unter Guido Westerwelle platzen. Doch die SPD will ja nicht mit der Union weiter regieren und ist darum weiter dringend auf Stimmenfang. Damit es vielleicht doch für eine Mehrheit Rot-Grün reichen würde. Von einer großen Koalition will keiner was wissen. Doch wenn der Bürger nicht genau weiß, wer denn jetzt die Regierung führen soll, wäre diese Möglichkeit auch wieder denkbar. Im Regierungspoker in Berlin, scheint wohl alles denkbar und nichts unmöglich. Denn wer an die Macht will, nimmt sogar die unmöglichsten Kombiniationen in Kauf. Eines ist ausgeschlossen, SPD+Linke. Das wird es auf Bundesebene nicht geben.
Allerdings ist die Wahl noch nicht richtig entschieden. Das Volk hat die Qual der Wahl.

Sonntag, 30. August 2009

PROstuff - Hat Deutschland einen neuen Schmidt?

Die Amtszeit von SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt (90) liegt nun fast schon über 20 Jahre zurück. Und man kann sich schon mal die Frage stellen, hat Deutschland einen neuen Schmidt?

Warum diese Frage? Denn aktuell steht Bundeswirtschaftsminister und Nachfolger des geschassten Michael Glos - Karl Theodor zu Guttenberg im poltischen Vordergrund. Der Franke und der Freiherr sorgte zuletzt für positive Aufmerksamkeit. Besonders seine Art, Dinge sachlich und ruhig anzugehen, macht ihn beim Volk beliebt. Allerdings sagt er auch sachlich aber in einer gewissenweise gnadenlos seine Meinung. Der CSU-Politiker, ist aktuell der beliebteste Politiker in Deutschland. Noch vor den beiden Kanzlerkandidaten Angela Merka (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD). Das Volk mag ehrliche und sachliche Politiker. Auf einer Wahlkampfveranstaltung wurde der Bundeswirtschaftsminister als sexiester Politiker begrüßt. Guttenberg fasziniert die Massen. Nur warum?
Der Senkrechtstarter des Bundeskabinettes hat der Kritik getrotzt, das er keine Ahnung von der Wirtschaft habe. Weil er ja nicht direkt aus der Branche kommt. Nun ist Guttenberg gerngesehener Gast auf Wahlkampfveranstaltungen und in Talksendungen. Wenn der Minister über Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise redet, wirkt das nicht langweilig. Sondern interessant. Es kommt darauf an, wie man dem Bürger die Themen näher bringen will. Guttenberg ist der Poltiker für das Volk. Die meisten verstehen, was er sagt.
Er kämpft um jede Stimme und kämpft für seine Partei. Der Bundestagswahlkampf war bisher minder interessant. Manch einer meinte, der Bundestagswahlkampf hat noch gar nicht begonnen. Die CDU/CSU scheint sich bereits ihres Sieges sicher zu sein. Die SPD hat nachdem Wahldebakeln der CDU in den drei Bundesländern wieder eine Chance. Die Wahl könnte nochmal richtig spannend und eng werden.
Könnte, aber muss nicht. Doch einer wird wie immer sachlich und ruhig bleiben. Der Volkspoltiker Guttenberg. Oder vielleicht in ein paar Jahren, Herr Bundeskanzler Guttenberg?

Donnerstag, 27. August 2009

PROsports: Bayern haben das Franzosen-Abo

Dem Deutschen Rekordmeister FC Bayern München hat nicht so hart getroffen als erwartet, in der Champions League Auslosung für die Gruppenphase. Die Münchner bekamen den französischen Meister Girodins Bordeaux zugelost, sowie Juventus Turin (Italien) und Macabbi Haifa (Israel).
Bereits letztes Jahr bekam der FCB einen französischen Gegner in die Gruppe gelost. Damals Olympuie Lyon. Die Gruppe ist machbar für die Münchner, die ja Ansprüche auf den Titel in der Königsklasse stellen. Auch Juventus Turin war vor einigen Jahren bereits Gruppengegner der Münchner. Werder Bremen machte im Viertelfinale vor einigen mit "Juve" Bekanntschaft. Mittlerweile steht der Ex-Bremer Diego im Diensten der Italiener.
Das Auftaktspiel bestreitet der FC Bayern am 15. September in Haifa.

Eine etwas schwierigere Gruppe erwartet die VW-Truppe aus Wolfsburg. Der Deutsche Meister muss gegen den Champions League Sieger von 2008, Manchester United ran. Außerdem wartet der UEFA-Cup-Sieger von 2007, ZSKA Moskau und Besiktas Istanbul auf die Wölfe. Vor zwei Jahren schied Überraschungsmeister Stuttgart sang- und klanglos als Gruppenletzter aus. Hoffentlicht blüht dem VfL Wolfsburg, dieses Unheil nicht.

Auch nicht gerade leicht, ist die Gruppe der Schwaben. Der VfB Stuttgart muss gegen die Glasgow Rangers, FC Sevilla (zweifacher UEFA-Cup-Sieger) und Unriea Urizena ran. Eine schwierige aber durchaus machbare Gruppe. Gegen Glasgow mussten die Stuttgarter bereits vor einigen Jahren ebenfalls in der Königsklasse ran.

Mittwoch, 26. August 2009

PROsports: Zurück in der alten Erfolgsstätte

Heute Abend hieß es, willkommen zurück an der Erfolgsstätte des FC Ingolstadt 04. Denn heute Abend schaute ich mit meinem Opa das Bayernligaspiel FC Ingolstadt II gegen Schalding-Heiding an. Die 2. Mannschaft des FC04 (bisher fünf Siege in Folge) verlor mit 1:3.
Trotzdem an der alten Erfolgsstätte des FC Ingolstadt, im MTV-Stadion (offizieller Name: Bezirkssportanlage Mitte) hat sich nichts verändert. Seit zwei Jahren hat der FC Ingolstadt 04, hier kein Pflichtspiel mehr bestritten. Vor zwei Jahren zog man ins umgebaute ESV-Stadion in Ringsee (offizieller Name: Tuja-Stadion) um. Im MTV-Stadion stieg der FC Ingolstadt, zweimal auf. Das letzte Spiel was hier bestritten wurde, war Ingolstadt gegen Unterhaching (2:0). Damals feierte man den Aufstieg in die 2. Liga. Jetzt spielen hier nur noch die Jugendmannschaften und die U23-Mannschaft der Bayernliga. Das MTV-Stadion hat sich überhaupt nicht verändert. Lediglich die Toiletten gleich rechts nachdem Eingang sind weg. Wer braucht sie auch noch in der 5. Liga?

PROlive: Jetzt geht´s los

Jetzt geht´s richtig los. Die Unterlagen für die Bewerbungen sind ausgedruckt, jetzt eingeheftet. Sie müssen nur noch weggeschickt werden.Heute geht auch die Vorbereitung auf die M10 los. Mit Mathe, Wiederholung M9 und bereits dem was wir in den letzten Wochen gemacht haben. Um das alte wieder ins Gedächtnis zu rufen, damit man gut gerüstet ins neue Schuljahr gehen kann.

Sonntag, 23. August 2009

PROlive: August Jobsearching

Nun sind die Würfel gefallen. Das Zeugnis lässt sich nicht mehr ändern, jetzt muss man das beste daraus machen. Und bewerben. Bei einigen Firmen habe ich bereits angerufen, ob sie denn für September 2010 ausbilden würden. Die Bewerbung für Audi ist bereits draußen. Nächste Woche folgen die nächsten beim Bauzentrum Mayer Neuburg, Munzinger Neuburg und Sonax Neuburg. Meine Bewerbung im Landratsamt, wird nun mit den anderen gesammelt. Jetzt geht´s los mit dem bewerben. Nächste Woche wird dann das Mathe-Buch in die Hand genommen. Start der Wiedergutmachung. Ab 15. September geht´s dann richtig los.

PROsports: War das bereits ein Fehlstart?

Nachdem schlechten Auftritt gegen Borussia Dortmund II mehren sich die Stimmen, das der FC04 mit einem Fehlstart in die Saison gestartet ist. Doch von solch einem Fehlstart wollen Spieler, Trainer noch Verantwortliche was wissen. Harald Gärtner, der Sportdirektor der Schanzer war lediglich sauer, dass seine Mannschaft, hohe Ansprüche stellt, es auf dem Platz aber nicht zeigt. Der Start des FC Ingolstadt ist für einen Favoriten auf den Aufstieg eher durchwachsen als souverän. Nachdem guten Auftritt zum Auftakt gegen Bayern II (2:0), liesen die Schanzer eine 0:1-Auswärtsniederlage gegen Aue folgen. Danach gab es wieder ein starkes Heimspiel gegen Erfurt mit einem 5:0 einen Kantersieg. Einen Kantersieg gab es auch in Osnabrück. Allerdings nicht für die Ingolstädter, nach der 2:0-Führung liesen sich die Gäste mit 2:5 abschlachten. Das 0:1 gegen Dortmund war nun der Höhepunkt eines schwachen Saisonstarts. Der FC04 lässt die nötige Konsequenz wie Konstanz wiedermal vermissen. Mittelfeld und Sturm hamonieren nicht und die Zuteilung fehlt im Spiel. Und wieder mal wird schön geredet. "Wir haben zwei Heimspiele gewonnen und hätten zwei Auswärtsspiele gewinnen müssen. Darum ist das kein Fehlstart", meinte Mittelfeldspieler Markus Karl. Der "Sechser" Karl, war gegen Dortmund einer der schwächsten. Die einzigen "Lichtblicke" an einem schwachem Ingolstädter Fußballabend, waren Stefan Leitl und Andreas Buchner. Sie versuchten das zu retten, was zu retten war. Stefan Leitl, der Kapitän spielte gute Pässe, doch sie fanden meistens keine Abnehmer. Ebenso Andreas Buchner, er wirbelte über den Flügel, doch auch seine Bälle wurden nicht genutzt. Auch die vom Trainer Horst Köppel angekündigten Personaländerungen, gab es nicht. Nächste Woche musst der Zweitligaabsteiger gegen den KSV Holstein Kiel ran. Am Mittwoch darauf geht´s dann schon gegen den SV Wacker Burghausen.

Freitag, 21. August 2009

PROsports: Nächste Niederlage für den FC Ingolstadt

Der FC Ingolstadt 04 konnte die 2:5-Niederlage der vergangenen Woche gegen Osnabrück nicht wiedergutmachen und verlor zuhause gegen Borussia Dortmund II mit 0:1.Die erste Halbzeit verschlief der FC04 total. Die Schanzer hatten sich viel vorgenommen für das Heimspiel. Trainer Host Köppel schenkte der gleichen Elf das Vertrauen, wie gegen Osnabrück. In der ersten Halbzeit, schoss Ötzedekin die Führung, nachdem ein Dortmunder per Flugkofpball an den Pfosten köpfte. Ingolstadt fand anfangs der zweiten Halbzeit keine Antwort auf diesen Rückschlag. Erst eine halbe Stunde vor Spielende verstärkte der Gastgeber die Offensivbemühungen und spielte ein paar gute Chancen heraus. Doch allesamt wurden nicht genutzt. Am Ende geht der FC04 aufgrund mangelnder Laufbereitschaft und fehlender Kreativität völlig zurecht als Verlierer vom Platz.Nächste Woche trifft der FC Ingolstadt 04 auf den KSV Holstein Kiel.

Donnerstag, 20. August 2009

England mal anders. Maxl in seinem very english Rückblick

England ein Land, das in einigen Bereichen, deutlich anders ist als Deutschland und mitteleuropäische Länder.
Es beginnt beim Verkehr. In England herrscht Linksverkehr, das heißt man fährt auf der linken Seite, nicht rechts wie in Deutschland. Erstmal ungewohnt, besonders beim Kreisverkehr. Doch bleiben wir beim Verkehrsverhalten der Engländer. In London. Unsere Gruppe steht an einer Fußgängerampel, mitten in der Stadt. Es ist rot, alle Engländer gehen über die Straße, weil kein Auto kommt. In Deutschland undenkbar. Bei uns wartet man brav bei rot, an der Ampel, egal ob ein Auto in Anfahrt ist oder nicht. Verkehrte Welt. Natürlich gibt es auch ein paar brave Engländer, die im Getümmel, bei rot stehen bleiben. England wacht er um 8:00 Uhr richtig auf. In Deutschland haben die Geschäfte um 7:00 Uhr meistens schon ihre Ladentüren geöffnet. Auf der englischen Insel öffnen die meisten Geschäfte erst um 8:30 Uhr. Um 7:00 Uhr ist in der Stadt noch richtig viel los, nur vereinzelt laufen ein paar Geschäftsleute an einem vorbei. So gesehen in der ostenglischen Stadt Norwich. Londons U-Bahn-System der „Underground“ ist ein Wahnsinns-Verkehrssystem. Es geht fast zweistöckig unter die Erde, riesig lange Rolltreppen führen runter zu den Bahnsteigen. Die U-Bahnen fahren im 2-Minuten-Takt, schnell von Ziel zu Ziel. Und das immer pünktlich. Der Londoner Underground ist der pure Wahnsinn. Auch die normalen Verkehrszüge fahren stets pünktlich. Auch im Medienverhalten ist England, ein wenig anders. Hier gibt es viele Zeitungen, handlich zum Lesen, gratis zum mitnehmen. Und teilweise, sind die Zeitungen zum „mitnehmen“ informativer und sachlicher als die, für die man zahlen muss. In Deutschland kennt man den üblichen Morgenablauf. Erst zum Bäcker, dann zum Metzger und dann zum Supermarkt. In England fallen zwei Schritte weg. Es gibt auf der Insel keine Bäckerei und auch keine Metzgerei. Alles kann im Supermarkt kaufen. Supermarkt im wahrsten Sinne des Wortes. Denn TESCO bestimmt in England den Markt. Selten dass man einen Aldi findet. Es gibt kein klassisches Brot, wie wir es hier kennen. In England gibt es nur „helles“ Brot, vor allem kleiner, alles abgepackt. Am Stück bekommt man hier wenig. Semmeln gibt es nicht wirklich. Was der Engländer zum Leben braucht, bekommt er im Supermarkt. Wieso erst zum Metzger und dann zum Bäcker rennen? Das englische Pfund, ich hab es verflucht. Die Münzgrößen lassen einen „Euroländer“ schier in die Verzweiflung rennen. Die 2-Pence-Münze ist sechseckig und viel, viel größer als unsere 2-Euro-Münze. Die 1-Pfund-Münze ist dagegen so groß wie unsere 20-Cent-Münze. Wer „klein“ zahlen will in England, muss erst seinen Geldbeutel durchwuhlen, bis er die richtigen Münzen gefunden hat. Allerdings hat das Pfund für uns seine Vorteile. Das britsche Pfund (offiziell Pfund Sterling), ist aktuell schwach. Man kann billig einkaufen, in England. Und das zahlt sich beispielsweise bei Kleidungsstücken richtig aus. Ich griff selbst zu und kaufte ein Paar Schuhe und ein tolles T-Shirt, für 15 Pfund. Das Engländer gegenüber Deutschen unfreundlich sind oder generell eher grantigerer Menschen sind, ist völliger Quatsch. Die einzigwahren „Grantler“ bleiben die Deutschen. Denn die Engländer, sind freundlich, besonders zu Pfadfindern. Die Pfadfinder sind auf der Insel gern gesehen und jederzeit willkommen. Der englische Akzent. Fast in jeder anderen Region, haben die Engländer verschiedene Akzente, die sich in Aussprache und Geschwindigkeit unterscheiden. Man muss manchmal schon genau hinhören, was der nette Herr, den meint. Die Häuser in England, sind wie man sie immer im Fernsehen sieht. Backstein ohne Putz an den Außenwänden. Trotzdem wirken die Häuser schön und gemütlich. London ist mittlerweile zu einer Überwachungsstadt geworden. Nach den Terroranschlägen vor wenigen Jahren, reagierte die Regierung mit CCTV. Das Überwachungssystem ist überall. In jedem U-Bahn-Schacht, in jedem Geschäft, in jeder Ecke der englischen Weltmetropole. London ist safe. Für uns sehr gewöhnungsbedürftig. Für die Engländer scheinbar kein Problem mehr. In Norwich haben wir unsere Rücksäcke an einen Baum gelehnt. Und sind etwa 20 Meter zu der anderen Gruppe, am anderen Baum an diesem Platz gegangen. Eine Polizistin wies uns daraufhin, wir sollen doch die Rücksäge dorthin mitnehmen, wo wir stehen. Sehr krass. Was in England bei einem Frühstück gegessen ist. Ist ebenfalls für uns sehr ungewohnt. Bei einem klassischen englischen Frühstück dürfen Bones und Mushroomes nicht fehlen. Schwammerl und Bohnen zum Frühstück, naja. Englischer Tee, schmeckt super, davon durften wir uns bei unserem „English Day“ auf der Großfahrt überzeugen. Das war´s nun von der England Großfahrt. Ich hoffe, ihr habt nun einen Einblick auf das Erlebte bekommen. Eine Reise nach England lohnt sich.

Mittwoch, 19. August 2009

Remake, the next part: Das Interview zur England Großfahrt


DIE JUNGEN WILDENblog England Großfahrt Remake

Maxi, wie hat dir die England Großfahrt gefallen?
Es war auf alle Fälle eine Klasse Großfahrt, bei dir ich mal wieder viele neue Leute, vor allem aus Spitalhof kennengelernt habe. Alles in einem eine total geile Großfahrt.

Welche Großfahrt war besser, Polen 2007 oder England 2009?
Beide Großfahrten, waren super. Aber ich denke, das England alleine von den Zeltplätzen einfach spitze war. Gilwell Park und Brownsea Island, wann im Pfadfinderleben hat man das schon?

Eure Sippe löst sich auf, aber bei der Großfahrt wart ihr nur zu zweit. Ist das nicht Schade?
Es ist schon irgendwie Schade. Weil die Feuersalamander seit Jahren nur in Form von Nina und mir auf Lagern in Erscheinung treten. Ausnahme Landeslager 2008, da waren wir zu viert. Allerdings, wäre es schon toll gewesen, wenn mehr Feuersalamander bei der letzten Fahrt der Sippe dabei gewesen wären.

Gibt es schon Pläne, wie ihr euch auslösen möchtet?
Da wurde einiges gesprochen, bei der letzten Gruppenstunde, allerdings war ich dort nicht da. Was genau nochmal zur Auflösung gemacht wird, wird bei der ersten Gruppenstunde im neuem Schuljahr besprochen.

Bei der nächsten Großfahrt wirst du deine Sippe dabei haben, war es eine gute Entscheidung, deine Sipplinge daheim zu lassen?

Die Kinder sind einfach noch zu jung, für das große Abenteuer „Großfahrt“. Vor allem London ist so pulsierende und große Stadt, die Kinder sind einfach noch zu „klein“.

Was war der schönste Moment auf der Großfahrt?
Die ganze Großfahrt war toll. Vor allem die Halstuchverleihung am BP-Gedenkstein auf der Insel wo vor 102 Jahren alles begann, war einfach der pure Wahnsinn. Auch der letzte Abend mit den englischen Pfadfindern war sehr toll und emotional. Ganz tief in mir drin, herrschte Abschiedsstimmung.

Es war deine vorest letzte Pfadfinderfahrt, wann steigst du wieder „voll“ ein?
Also wenn ich wieder einsteige, muss ich ja auch aussteigen. Ich steige ja nicht aus. Also ich setzte nur zwei Lager aus. Ich mache ja weiter die Gruppenstunden und bleibe weiter im Stamm tätig. Ich werde nur auf der Faschingsfreizeit fehlen und auf dem Pfingstlager. Auf dem Bundeslager „Abenteuer los, auf zu neuen Abenteuern“ werde ich höchstwahrscheinlich wieder dabei sein.

Das Lagerleben hat schon seine Eigenheiten? Wie läuft denn so ein Lagertag grob ab?
Meistens wird um 7:00 Uhr geweckt, um halb ist Frühstück. Dann geht es normalerweise um 10:00 Uhr mit dem Vormittagsprogramm weiter. Um 12:00 oder 13:00 Uhr gibt es Mittagessen. Um 15:00 Uhr kommt dann das für den Nachmittag vorgesehene Programm. 18:00 Uhr oder 19:00 Uhr ist Abendessen. Danach ist meistens ein kleines Abendprogramm, wie ein Lagerfeuerabend oder ein Abend für freie Verfügung. Nachtruhe war meistens offiziell, bei der Großfahrt um 22:30 Uhr. Die „größeren“ Sippen aus Karlshuld durften bis Mitternacht noch aufbleiben. Spitalhof hingegen, hatte die komplette offizielle Nachtruhe 22:30 Uhr ausgemacht.

Gab es auch einen richtigen Chillout-Tag auf der Großfahrt?
Ja, nachdem Hajk. Am Vormittag habe ich geschlafen. Ein Teil war da in London. Am Nachmittag war der Sportsday mit Fußball und so Zeug.

Ist schon klar, wo die Großfahrt 2011 hingehen wird?

Nein. Auf alle Fälle wird Spitalhof sicher nach Schweden fahren. Ich würde es echt super finden, wenn wir nochmal eine Großfahrt mit Spitalhof machen würden und vor allem nach Schweden. Aber das wird sich alles noch in den Leiterkreisen klären.

Gibt es eigentlich pfadfinderische Veranstaltungen, bei denen du noch nicht warst?
Ja, sicher. Ich war auf noch keinem World Scout Jamboree, das ist aber eine eigene Geschichte. Ich diversen Gremiensitzungen noch nicht, beispielsweise Landesversammlung und Bundesversammlung. Wenn ich über 16 bin, möchte ich mal zur Landesversammlung wählen lassen. Außerdem war als HELFER noch auf keinem Deutschem Evangelischen Kirchentag (DEKT). Wahrscheinlich bin in Dresden 2011 dann dabei. Auch das Bundeslager fehlt mir noch.

Wie hälst du es mit der Hygiene auf einem Lager?

Duschen, jeden Tag ist Pflicht. Morgens natürlich Zähne putzen und einen kurzen Blick in den Spiegel werfen. Kämmen ist manchmal luxus. Man kann sich die Haare, auch unterwegs mit den Händen irgendwie hinwurtscheln.

Wie schaut deine Zukunft bei den Pfadfindern aus?
Wie soll wohl diese Zukunft aussehen? Ich bin Sippenführer. Mehr ist aktuell nicht geplant. Ab 2011, werde ich wieder voll einsteigen auf Lagern. Was danach kommt, wird sich zeigen.

Wäre Materialwart keine Aufgabe für dich?
Es ist schon eine interessante verantwortungsvolle Aufgabe. Allerdings bevor ich nicht 16 oder 18 bin, werde ich diese Aufgabe, aus Mobiltätsgründen nicht antreten. Aber es wäre schon interessant.

Also du hoffst auf eine Schweden Großfahrt 2011?
Auf alle Fälle. Ich werde mich im Leiterkreis dafür stark machen, das wir nach Schweden fahren sollen und vor allem vielleicht mit Spitalhof.

2011 hast du keine Sippe dabei, ist das nicht etwas anders?
Natürlich ist es was anders. Du musst halt auf deine Sippe aufpassen, gehtst mit ihr auf Hajk. Und hast natürlich mehr Verantwortung. Es ist was anderes, als Sippling mitzufahren.


Dienstag, 18. August 2009

Die Feuersalamander lösen sich auf...

Die Feuersalamander verabschieden sich vom Stamm Totila. Nach fünf schönen Jahren, lösen wir uns auf. 2004 wurden wir auf dem Sippenlager mit unserem Sippenführer Simon Rohrer gegründet. Gründungsmitglieder waren Alex, Miri, Daniel, Nina, Maxi, Andi, Julian, Matze, Luca und Alex D. Doch mittlerweile sind wir noch zu sechst. Wir waren auf allen Pfingstlagern seit 2004 dabei. Wir waren auf dem Bundeslager "100 PRO - die Welt gestalten", auf dem Landeslager "Spuren" 2008. Und auf der Polen und England Großfahrt dabei. Doch nun sind wir noch zu sechst. Vor zwei Jahren, haben wir den Chincilla die Birigt aufgenommen. Zuletzt waren nur noch Nina, Maxi, Alex D., Birgit, Luca und unsere Sippenführerin Sabi dabei. Sabi übernahm uns nachdem unser alter Sippenführer Simon vom Bund eingezogen wurde und dann nach Darmstadt zum Studieren ging. In den letzten traten fast nur noch Nina und Maxi auf Lagern in Erscheinung. Trotzdem hatten wir immer viel Spaß in den Gruppenstunden. Auch weil Maxi und Nina ab sofort selbst eine eigene Sippe leiten werden, verabschieden wir uns. Wir hatten in den letzten fünf Jahren, viel Spaß und waren auf vielen Lagern. Die Feuersalamander bleiben weiter im Stamm in irgendwelcher Weise erhalten. Man soll aufhören wenn es am schönsten ist. Denn ist nicht alle Tage, wir bleiben weiter da, keine Frage.

Samstag, 15. August 2009

PROscouts - I´m back..

Es war eine großartige Großfahrt, über die 15 Tage. London ist eine riesige Stadt, in England regnet es doch nicht so viel wie anfangs gedacht und ich hab mal wieder allerhand Leute kennengelernt.
Mehr von der England Großfahrt gibt es in den kommenden Tagen, nachdem ich mich ausgeruht habe.

Freitag, 31. Juli 2009

Das war´s – SOMMERFERIEN 2009

Nun ist es endlich soweit. Die Sommerferien gehen endlich los. Verdient haben sie sich alle. Alle Lehrer, Schüler und der Rest natürlich auch. Für die Schüler gehen die Ferien mit der Zeugnisübergabe los. Gesetzlich startet der große sechswöchige Sommerurlaub erst am 03. August. Tausende Blockblätter wurden vollgeschrieben, aber Tausende Wörter richtig oder fast richtig geschrieben, Millionen langweilige Unterrichtssekunden überlebt, viele Proben geschrieben und bei uns in der Klasse Tausende Tassen Kaffee konsumiert.
Grundsätzlich sollte man an dieser Stelle erwähnen, es war ein anstrengendes Schuljahr. Das jetzt Gott sei Dank, in die Ferien übergeht.
Für mich geht´s gleich Morgen weiter. Das große Highlight des Jahres 2009 steht auf dem Programm. Die 11. Großfahrt des Stamm Totila führt nach England. 60 Pfadis, davon 20 aus Ingolstadt-Spitalhof fahren gemeinsam nach 2005 wieder auf Großfahrt. 2007 fuhr Karlshuld, nach der Ausgliederung Spitalhofs, alleine nach Polen. Das große Highlight steht auf dem Programm. Es geht zum „Mekka“ des Pfadfindes. Brownsea Island, dort wo vor über 102 Jahren das erste Pfadfinderlager stattfand und der Startschuss für die größte Jugendbewegung gefallen ist. Und in den himmlischen Gilwell Park, dort war unser Stamm 1999 im Rahmen einer Großfahrt bereits. Mit viel Action und viel Spaß. Danach geht´s an das Bewerbung schreiben. Doch jetzt wird erstmal 15 Tage entspannt in England.
Es war trotz allem ein schwieriges Schuljahr, ein Schlüssel-Schuljahr. So ziemlich jeder, hat jetzt ein „bewerungsfähiges“ Zeugnis. Es war ein schwieriges langes zähes Schuljahr. Doch sind wir doch mal ehrlich, eigentlich ist das Schuljahr relativ schnell vergangen und viel lustiges war natürlich auch dabei.
Also Leute, lasst euch bräunen, genießt die sechs Wochen Ferien. Ehe ihr ab September wieder in der Schule schwitzen müsst.
Schöne Ferien wünschen:

PROlive - Ich packe meinen Rucksack und nehme mit

Gestern war Rucksack packen angesagt, bei mir zuhause - für die England Großfahrt. Diesmal die große Frage: bekomme ich alles, was mit muss in den Rucksack rein. Man bedenke, es muss Kleidung für 15 Tage rein und natürlich sollte man auf das englische Wetter vorbereitet sein. Also lieber einen Pullover mehr als zu wenig mitnehmen.
So da stand ich nun. Mit der Frage, wie krieg ich das alles da rein. 15 Unterhosen, 17 Paar Socken (denn man was ja nie), 1 Jeans (eine zieh ich beim Hinfahren an, Platzproblem!), zwei Badetücher, drei Pullover (das englische Wetter ist unberechenbar), 17 T-Shirts (sollten doch mal heißere Tage kommen), Waschzeug, AB-Päckchen, Essenszeug, Regenjacke, zwei Kluften, ein Halstuch, Flipflops.
Mit System versuchte ich alles reinzubringen, was man reinbringen konnte. Doch am Ende, war der Rucksack voll und es waren noch Sachen übrig, die rein sollten. Dann half alles nicht, ein kleiner Rucksack musste noch dazu zum normalen Gepäck gepackt werden. Dort kamen dann die Pullover noch rein + Kurzarmkluft. Das Handgepäck kam dann noch zusätzlich dazu. Da fängt die Großfahrt schon mal ziemlich chaotisch an.
Heute, schaute ich dann den Wetterbericht für London nach. Samstag: Regen, Sonntag: bewölkt (2o Grad), Montag: Regen, Dienstag: Regen, Mittwoch: bewölkt.
Schön abwechslungsreich. Typisch englisch.
Grundlegend ist das besten Lager-Regen-Outfit, VCP-Pullover mit Kapuze und Regenjacke. Die Jeans wird bei Regen ohnehin nass. Und so wie´s aussieht. Das Glück haben wir wohl gepachtet. Wir kommen Sonntag morgens an, gerade da wo die Regenwahrscheinlichkeit bei 4% liegt. Das wäre das erste Lager seit dem Landeslager 2008, wo wir nicht im Regen aufbauen mussten. Landeslager Aufbau: Regen, Pfingstlager 2009 Aufbau: Regen. Und England? Scheinbar gut.
Denn es gibt nicht blöderes als im Regen aufzubauen. 1. du wirst nass, 2. du hast dann überhaupt keine Lust mehr überhaupt was zu machen, wenn alles steht, 3. die Stimmung ist im Keller und das ist bei 75 Leuten schon echt blöd, 4. du willst unbedingt aus deinen nassen Sachen raus, 5. du kannst schon mal das wühlen anfangen im Rücksack und nach trocknen Sachen suchen, 6. der geplante Lagerfeuerabend würde am Dienstag "ins Wasser fallen" und, und, und.
Nur ein Pfadi, muss mit diesem Wetter auskommen. Nur der Haken, Großfahrten werden am Wetter gemessen. Ist das Wetter meistens schlecht, das Programm dann dünner gesät, ist eine Großfahrt nicht gut. Ist das Wetter meistens top, es kann viel Programm stattfinden, wird die Großfahrt gut.
Aber bevor am Samstag die Großfahrt, musste ich noch einmal in die Schule. Der letzte Schultag, der 31. Juli 2009.
Definitiv war klar, welche Noten ich im Zeugnis habe, welche Bemerkung ich bekomme. Nur noch die Kirche musste rumgebracht werden, ehe ich um 10:35 Uhr gemeinsam mit dem Rest der Klasse "ciao" sagen konnte. Nach einem kurzen vorlesen vorne am Altar, war der Gottedienst schon fast rum. Danach kurzes Spielen im Klassenzimmer und dann gab es recht unspektuakulär das Zeugnis. Und dann Serwus bis 15. September 2009.

Donnerstag, 30. Juli 2009

PROscouts – zurückgehajkt // England ready go, der nächste Teil des Blog-Spezials

Geschrieben am 27.06.2009
Vor der England Großfahrt blickt Maxi nochmal auf seine Hajks zurück. In sechs Jahren sind da ein paar zusammenkommen. Hier nochmal ein Rückblick auf witzige und einzigartige Hajks.

3-Tages-Hajk Polen Großfahrt 2007Ich habe mich gefürchtet vor diesem Hajk. Mein erster 3-Tages-Hajk. Traditionell steht auf jeder Großfahrt unseres Stammes, ein 3-Tages-Hajk auf dem Programm. Es war ein verrückter und kurioser Hajk. Am ersten Tag kamen wir im „Zielort“ Leba nicht an. Als abends um 20:00 Uhr die Dunkelheit in Ulinia hereinbrach, suchten wir eine Unterkunft. Und wir sahen ein Straßenschild LEBA 8KM. Wir konnten es nicht glauben. Wir waren ewig lange gehajkt und noch nicht da. Wir fanden eine Wiese als Schlafplatz, wir durfte nur kein offenes Feuer machen. Wir riefen Philipp Schreistetter an und sagten wir müssen morgen mit dem Sprinter zum Zielort gebracht werden. Denn alle Gruppen mussten an Tag 2 in Leba sein. Dort stand ein kleiner Ausflug mit dem Stamm auf dem Programm. Wir schmießen den Esbit-Kocher an und machten uns Nudeln mit Soße. Sparliches Hajkessen halt. Es war sternklarer Himmel, traumhaft. Am zweiten Tag warteten wir dann vorne an der Straße auf den Sprinter. Und wenige Minuten später kam die zweite Hajkgruppe die Sippe Schakale an. Auch die Schakale schafften es nicht bis nach Leba. Dann kam endlich der Sprinter an und wir fuhren nach Leba, dem eigentlichem Zielort. Dort angekommen, grinsten uns die Ranger/Rover uns entgegen. Sie schafften als einzige von drei Hajkgruppen das erste Ziel zu erreichen. Wir besichtigten die größte Wanderdühne Europas. Gigantisch, überall nur Sand. Jedes Jahr arbeitet sich der Sand mehrere Meter, Richtung Leba vor. Danach überraschte uns die Großfahrt-Leitung noch mit einer Bootsfahrt auf der Ostsee. Im 16. Jahrhundert konnte man im Winter von Polen nach Dänemark laufen. Weil damals die Ostsee total zugefroren war. Dann ging es wieder los. Alle Hajkgruppen starteten Mittag in Richtung Zeltplatz. So weit wie möglich kommen, war das Ziel unserer Hajkgruppe. In Mitten des Monokulturwaldes von Fichten, sollte ich unbedingt das Ei nehmen. Denn jede Gruppe musste ein Glas „Deutschländer“ Würstchen und ein Ei gegen einen höherwertigen Gegenstand eintauschen. Unser Hajkgruppenleiter und in Polen Sippenführer MiPo, wollte unbedingt, das ich das Ei nahm. Ich sagte: „nein, ich nimm´s nicht, bei mir geht es kaputt“. Aber trotzdem musste ich es nehmen. Das war ein Fehler. Einige Kilometer weiter, wies mich Birigt darauf hin, das was komisches aus meiner Brusttasche herausläuft. Das Ei war kaputt, das Eigelb lief mir aus der Tasche heraus, quer über die Kluft. Die Kluft war natürlich nicht mehr so gut tragbar. Als wir dann unseren Sandplatz nicht unweit von der polnischen Ostseeküste fanden, joggten erstmal die Ranger/Rover an uns vorbei. Wie Lichtgestalten auf dem Weg einen Rekord aufzustellen, joggten die R/R an uns vorbei. Total verrückt. Wir „sprangen“ dann nur noch wenig später in die Wellen der Ostsee. Ich nahm meine Kluft mit und waschte sich mal kräftig aus. Die Kluft war dann komplett nass, sogar aus „ausfringen“ brachte nicht viel. Weil die Kluft am 3. Tag mir dann am Körper klebte, zog ich sie nicht an. Am Abend zuvor sollte mir abermals das Hajkpech an meinen Händen kleben. Beim Nudelpackung öffnen, verstreute ich die Nudeln quer über unseren Schlafplatz und über sämtlich Schlafsäcke. Tag 3 stand an. Der letzte Tag, das letzte Stück. Zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr sollte man wieder am Zeltplatz da sein. Etwa 2,5 Kilometer an der Küste vor dem Zeltplatz, trafen wir die Schakale. Gemeinsam hajkten wir das letzte Stück „nach Hause“. Den Schakalen klaute in der Nacht, ein Fuchs eine der zwei Salamistangen. Die Schnallen des Rucksacks waren total abgenagt. Also kann man dieser Geschichte ruhig was wahres abgewinnen. Kurz vor dem Ziel, beim Waschhöschen, nur noch einen kleinen Waldweg vom Zeltplatz entfernt, begann dann es schlagartig zu regnen. Ein Platzregen. Wir rannten schließlich ins Küchenzelt, wo die Ranger/Rover bereits auf uns warteten. Sie liefen die 72,3 Kilometer in zwei Tagen durch. Neuer Hajkrekord. Damit war der Stamm Totila Hajkrekord von den Schwarzen Panthern von 1999 eingestellt! Im Küchenzelt gab es dann für die Hajkleute, Kuchen und allerhand Getränke. Der Hajk war geschafft. Danach gingen alle erstmal duschen. Denn ein 3-Tages-Hajk ist einzigartig und einfach nur Abenteuer pur. 3 Tage das nötigste zum Essen (man muss aber nicht verhungern), keine Dusche, unter freiem Himmel schlafen. Im Nachhinein stellte sich der Hajk als Planungspanne heraus. Die polnischen Pfadfinder gaben uns die falschen Daten weiter. 24 Kilometer waren pro Tag zu schaffen, das waren die echten Zahlen. In Wirklichkeit wurden uns allerdings 12 – 15 Kilometer (also knapp 9 Kilometer weniger) gesagt. Der Hajk war also „verplant“. Doch bei einem Hajk darf natürlich der Hajkabend nicht fehlen. Jede Gruppe stellt sein komponiertes Hajklied vor und gibt sein Hajkbuch ab. Im Hajkbuch werden die vergangenen drei Tage dokumentiert. Bei einem Hajkabend darf die Tschaibeschwörung + Tschai (traditionelles pfadfinderisches Getränk) und Stockbrot nicht fehlen. Am Abend ging es für die U16 ins Bett. Die Ü16 durften sich zum Leiterkreis im Küchenzelt dazugesellen. Der Polen Hajk war zwar verplant, aber trotzdem einfach nur geil. Total krasse Erlebnisse. Der Polen-Hajk war Spitze. Allerdings ein wenig trist, weil es nur am Meer vorbeiging. Und er Hajk ebenfalls größtenteils nur durch Wald führte.

Doch bevor überhaupt ein Hajk auf der Großfahrt durchgeführt werden kann. Muss geplant werden. Bei den Arbeitskreisen wird überlegt, wer die Hajkplanung übernimmt. Eine Großfahrt ist organisatorisch eine riesige Herausforderung. Traditionell hajken die Stammesführer und Großfahrt-Leiter nicht mit.
Am Abend vor dem Hajk findet die sogenannte „Hajk-Verabschiedung“ statt. Jede Sippe oder Hajkgruppe darf sich ein Lagerfeuerlied wünschen. Es geht quer durch´s Repertoir. Beginnend bei „Bolle reiste jüngst zu Pfingsten“ über „Der Hase sitzt im tiefen Tal“ hin zu den richtigen Lagerfeuerliedern „Unter den Toren“, „Straßen auf und Straßen ab“ oder „Roter Wein im Becher“ - findet jeder Abend den Abschluss im letzten Lied „Wenn der Abend naht“. Weitere beliebte und im Stamm bekannte Lieder sind: „Father & son“, „Der Piet“, „Leaving on a jetplane“ oder „Rosie (Skandal im Sperrbezirk)“
Der Stamm hat sein einigen Jahren ein Stammesliederbuch mit dem Namen „Tschikabay“. Mit Mühe erschuf der AK Liederbuch der Ranger/Rover Karlshuld das Liederbuch. Auf über 220 Seiten sind Lieder aufgereiht mit lustigen Zeichnungen. Eine Unikat. Denn die Zeichnungen und Notenzeilen sind alle nur einmal geschrieben worden. Somit müsste man bei einer Neuauflage bei Null anfangen. Jeder kann sein „Tschikbay“ zu einem Unikat machen. Ich beispielsweise habe die beliebtesten Lieder farbig in den vorderen Buchdeckel geschrieben. Auf der letzten Seite im hinteren Deckel haben alle vom Grundkurs unterschrieben. Meine Sippe die Streifenhörnchen oder „Beste Sippe der Welt“ bekommt auch ihre eigene Unterschriftenseite. Und zwei Seiten sind da um die Lager einzutragen, wo das Liederbuch dabei war. Es soll ein Unikat sein.


Landeslager Hajk 2008
Auch auf einem Landeslager, dem größten Lager Bayerns, alle vier Jahre stattfindend, darf ein Hajk nicht fehlen. Man hat die Wahl zwischen einem 2-Tages-Hajk und 1-Tages-Hajk. Unser Stamm entschied sich beim Landeslager „Spuren“ in Schwangau (Allgäu) für einen 1-Tages-Hajk. Beim Hajk-Büro konnte man sich seinen Hajk abholen. Man hat nur die Wahl zwischen schweren, leichten oder mittleren Hajk. Was einen erwartet, sieht man erst, wenn der Umschlag geöffnet wird. Unser Hajk führte in hohe Höhen. Steil den Berg hinauf, waren wir am Ende auf 1700 Meter bei der Rohrkopfhütte in luftigen Höhen angekommen. Ein himmlischer Ausblick prägte den Hajk. Man sah weit und sah natürlich die zahlreichen Seen im wunderschönen Allgäu. Noch nie war ich gewandert. Allerdings zog ich nicht meine Wanderschuhe sondern meine Adidas Samba in braun an. Diese Schuhe hab ich heute noch als Lagerschuhe. Das rächte sich, ziemlich oft rutsche ich aus. Und runierte somit meine Hose. Es war die erste meiner beiden Jeans. Die zweite Jeans sollte ich beim Action Day im Matsch versenken. Damit war auch bei Regen, kurze Hosen tragen angesagt. Der Hajk war gut, aber natürlich war man danach total fertig.

Grundkurs 2-Tages-Hajk 2009

Franken ist groß und Franken ist Land. Richtiges Land. Kein Land wie man es bei uns kennt. Sondern nur Wald und Wiesen. Wer einen Supermarkt sucht muss lange laufen. Denn wenn man nach Nürnberg die Autobahn verlässt, ist man in der Provinz angekommen. Man ist im nichts. Abgesehen davon das Rockenbach im Nichts liegt und 54 Einwohner hat, ist alles andere groß in Franken. Das Waldschlösschen Rockenbach, rosa Fassadenfarbe, berühmt berüchtigt für die Grundkurse. Schon zahlreiche Sippenführer vom Stamm Totila machten dort ihren Grundkurs. Also etliche Totilaner sahen die Wände von Rockenbach Schlösschen von innen. Aber der Grundkurshajk war kein normaler Hajk. Als angehende Sippenführer oder Bereits-Sippenführer mussten wir den Hajk planen. Uns wurde mitgeteilt, mit wem wir in der Hajkgruppe sind und dann ging´s ans Planen. Ich war mit Anja (Stamm Neutraubling), Johnny (Stamm Neumarkt, Siedling Taize) und Jakob (Stamm Diespeck) in der Gruppe. Das Zimmer Isar, also das Zimmer wo ich schlief, wurde zum Planungszentrum des Hajks. Allerdings planten wir nicht unseren Hajk, sondern den Hajk einer anderen Gruppe. Das einzige was wir planten, war unser Essen. Das Budget pro Kopf betrug, 4 Euro. Also hatten wir insgesamt, 16 Euro zur Verfügung (4² = 16). Wir entschieden uns für Nudeln mit Apfelmus. Als erstes verspottete ich jenes von Anja vorgeschlagenes Essen als „Schwangerennahrung“. Außerdem nahmen wir noch Semmeln und natürlich Nuttela mit. Eine andere Gruppe nahm gleich zwei Laib Brote mit. Warum auch immer. Ein Laib Brot wurde gebraucht. Den anderen Laib verspeisten wir in der Nacht um 2. Jeder Junge biss einen Bissen herunter. Das Brot ging herum und war nach kurzer Zeit weg. Nun zurück zur Hajkplanung. Wir mussten uns mindenstens zehn Hajkaufgaben überlegen. Die in einem Umschlag eingepackt sind. Die sogenannten Hajkbriefe. Wir überlegten uns Aufgaben, die an bestimmten Orten gelöst werden müssen. Pflichtaufgaben waren: eine Schätzaufgabe, eine Tauschaufgabe. Außerdem musste jede Gruppe einen Beitrag für den bunten Abend liefern. Hajkplanung ist schon sehr anstregend. Im Zimmer Isar rauchten die Köpfe. Dann musste der Hajk zur „Endabnahme“ zum einem Teamer gebracht werden. Dann ging es los. Schnell noch ablichten lassen und ab. Wir mussten nach Langenfeld hajken. Durch einen Wald hindurch, durch kleine Dörfer. Gott sei Dank, hatte ich in meiner Gruppe einen „Einheimischen“ dabei. Er war aus Diespeck einer 3.000-Einwohner-Ort nicht unweit von Neustadt/Aisch und Rockenbach entfernt. Angekommen in Langenfeld, noch vor Einbruch der Dunkelheit, suchten wir einen Schlafplatz. Wir fragten einen Bauern, der uns auf einen Radlertreff verwies. Allerdings müssten wir da den Bürgermeister aufsuchen. Keiner öffnete die Tür. Dann gingen wir wieder zurück zum Bauern. „Ich könnte euch noch das Feuerwehrhaus bieten“, sagte er. Wir meinten: „An wen müssen wir uns da wenden?“. Er antwortete: „Ja an mich, ich bin der Feuerwehrkomandant.“ Wir konnten es nicht glauben. Wir schlafen heute Nacht, in einem Feuerwehrhaus. Super! Wir durften sogar die Küche für unser Essen nutzen. Nudeln mit Apfelmus. Der Feuerkomandant war sehr nett zu uns. Abends fand noch eine Feuerwehrversammlung statt, wir wurden gleich eingeladen. Jeder Feuerwehrmann der an der Küche vorbeiging, schaute erst recht verduzt, wer denn da in der Küche steht und kocht. Erst massierte ich Anja, eine halbe Stunde lang, ehe wir nach unten gingen. Wo kommen wir denn her? Neutraubling, Diespeck und Karlshuld. „Ach, Karlshuld, das kenne ich, seit ihr nicht die Messerstecher?“, fragte mich einer recht entschlossen. Ich lachte und sagte: „Ja.“ Er erzählte, er kenne eine Frau aus Heinrichsheim. Schon waren wir auf einer Wellenlänge. Wir erzählten davon, was wir Pfadfinder so machen. Nachdem kurzen Abstecher zur Versammlung und einer weiteren einstündigen Massageeinheit. Kam ein Anruf auf mein Handy. Pascal, mein Lagerfreund aus Bayreuth, rief mich an. Wir planten für seine Gruppe den Hajk. Wir sind in einem Wald, sagte er. Derweil war auf der Karte, weit und breit kein Wald eingezeichnet. Sie haben sich gnadenlos verlaufen. Wir schliefen währenddessen bis morgens um 9 Uhr. Wo der Bauer uns ein frische Milch von der Kuh brachte. Danach machten wir uns auf, zurück nach Rockenbach. Bis wir irgendwann in der grausamen Hitze, keine Lust mehr hatten zum Laufen. Wir fragten eine Frau, ob sie einen Apfel nicht gegen eine Fahrt nach Rockenbach eintauschen würde. Die Frau schaute uns zwei Minuten lang, total entgeistert an, bis sie zustimmte. Sie fährt uns. Erst fährt sie fast mit ihrem 4er-Golf die eigene Hauswand an. Dann erzählt sie uns, sie habe sich in Rockenbach vor 25 Jahren bereits einmal verfahren. Man betone Rockenbach hat 54 Einwohner und wo man hinsieht, sind Ortsenden. Am Ende kamen wir an und die Teamer machen echt blöde Gesichter. Wir waren die zweite Gruppe, die da war. Super! Die andere Gruppe mit Pascal rief um 13 Uhr in Rockenbach an, sie seien erst gerade aufgestanden und wir laufen jetzt los. Janzer, ein Teamer war sehr sauer. Die Gruppe wurde am Ende abgeholt und bekam bei der Hajkbesprechung deftig Anschiss. Denn sie machten keine einzige Hajkaufgabe, die wir ihnen stellten. Der Grundkurshajk war Spitze, wie man diesem Bericht entnehmen konnte. Von diesem Hajk werde ich noch lange erzählen.

England 3-Tages-Hajk 2009Der England-Hajk, er wird jetzt schon Spitze. Außer es regnet, was wir natürlich nicht hoffen. Generell sagt man England, viel Regen nach. Was allerdings nicht stimmt, sagen die einen. Die anderen sagen, es gibt keinen Tag ohne Regen auf der „Insel“.


Bilder: Stamm Totila 2007, Grundkurs I 2009 by Willi
für alle Bilder hat der DJW-Blog die uneingeschränkten Urheberrechte

Mittwoch, 29. Juli 2009

35. Auswärtsfahrt nach Aue


Die Jubiläums-Auswärtsfahrt mit dem FC Ingolstadt 04 führte nach Aue. Die sächsische Stadt Aue, sollte das Ziel der 35. Auswärtsfahrt werden. Der Ticker zum Jubiläum am 28. Juli 2009.

12:15 Uhr: Start in Karlshuld. Es kann losgehen. Im Gepäck, zwei Wurstbrote, zwei Flaschen Wasser. Zwei Laptops, zwei Kameras und ein Navigationssystem.


13:52 Uhr: 1. Stop in Bayreuth. WC-Platz Sophienburg. Noch 139km nach Aue.


14:00 Uhr Nach Bayreuth, kommt das Fichtelgebirge. Wir sehen einen LKW mit der hämischen Aufschrift: „offizieller Sponsor der Bundesrepublik Deutschland“


14:02 Uhr: Wir fahren an Himmelkron vorbei. Dort war mal eine Gründungsjurte unseres Stammes. Beim Landeslager 2008 in Schwangau, war die Himmelkroner mit uns Teillager. Außerdem boten die Franken den Workshop „Massage“ an. Unvergesslich!


14:09 Uhr: Rehau! Dort fand das VCP Bundeslager 2002 „Jurtown, it´s your town“ statt.


14:28 Uhr: Sachsen, wir sind jetzt im Osten der Republik. Unmittelbar nach der

Ländergrenze, ist ein Wachturm von der alten DDR-Grenze zu erkennen. Wir sind nun in der Prärie, nur Felder und Wiesen.

14:34 Uhr: Nach Bayern 1 gibt auch Antenne Bayern Geist auf, MDR Jump ist der neue Sender. Noch 70km bis zum Ziel.


14:50 Uhr: Wir kommen an Zwickau vorbei. Ein historischer Ort, der heute für unsere ganze Region eine große Bedeutung hat. Vor 100 Jahren begann in Zwickau mit den August-Horch-Werken die Erfolgsgeschichte Audi.


15:00 Uhr: Wir müssen von der Autobahn runter. Noch 20km bis Aue.


15:20 Uhr: Ziel erreicht: Aue. Heruntergekommene alte Häuser erinnern an die ehemalige DDR.


15:27 Uhr: Parkplatzsuche am Erzgebirgsstadion. Noch 3 Stunden bis zum Spiel


16:40 Uhr: Die Tageskasse öffnet, Ticketpreis Haupttribüne ermäßigt 18,00 Euro.


17:01 Uhr: Nach einem kurzen Rundgang im Stadion, nehme ich meinen Platz ein. Sitzplatz Reihe 14, Platz 12. Ich sitze ganz oben, habe einen guten Blick auf´s Spielfeld. Es werden 8500 Zuschauer erwartet. Das Stadion wurde 1928 erbaut und schaut auch so aus.


17:04 Uhr: Ein Ingolstadt-Fan aus dem Landkreis Eichstätt, nimmt währenddessen in meiner Reihe seinen Platz ein.


17:10 Uhr: Ich setze mich nehmend den FC-Fan. Mittlerweile sind wir schon ein bisschen weiter. Er ist aus Hepberg und heißt Karl. Wir unterhalten über was denn auch sonst? Den FC Ingolstadt 04!


18:18 Uhr: Karl und ich gehen raus um uns was zum Essen zu kaufen. Ich entscheide mich für eine Steaksemmel, Karl lässt sich eine Würstelsemmeln schmecken. Völlig überraschender Weise, zahlt Karl mir eine Fanta. Ich will ihm die 2,50 Euro geben. Er recht großzügig und nett: du bist mir keine Rechenschaft schüldig. Ich bedanke mich großzügig und wir gehen zusammen zurück auf unsere Plätze.


18:25 Uhr: Die Auer-Fans erheben sich zur ihrer Vereinshmyne und singen lautstark mit. Gänsehaut-Feeling!


18:28 Uhr: Ein netter Auer Fan meint: heute gewinnen wir. Ich bin noch skeptisch.


18:30 Uhr: Das Spiel beginnt.


22:30 Uhr: Wir sind mit dem Schreiben fertig, schicken schnell das Zeug raus und fahren los.


0:56 Uhr: Die 35. Auswärtsfahrt findet ihr Ende, in meinem Bett. Das Spiel war bissig und zweikampfreich und vor allem offensiv. Die Stimmung war Klasse. Trotz Niederlage, wird mir diese Auswärtsfahrt noch lange in Erinnerung bleiben.

Montag, 27. Juli 2009

PROlive - 31. Juli kein normaler Tag, das Ende einer besonderen Zeit und ein Neuanfang

Der 31. Juli 2009 ist ein Datum mit besonderer Datum. Es schließt das Schuljahr 2008/2009. Und es endet zugleich das Jahr 1 als Sippenführer. Das Schuljahr in der M9 war mit Höhen und Tiefen gesät, es war ein Schuljahr das man ab liebsten abhaken möchte. Allerdings ist es das Jahr, wo das Zeugnis für die Bewerbung wichtig ist. Ich persönlich muss nun zufrieden sein mit meinen Noten, obwohl es sowohl als auch es Fächer gibt, wo einfach viel mehr drinnen gewesen wäre. Doch nun lassen sie mich nochmal zurückblicken auf der Jahr M9 und Jahr Streifenhörnchen.

M9, das erste Jahr der großen Prüfungsvorbereitung.
Man kann dieses Jahr, als gescheitert sehen. Oder einfach eine große Lehre darausziehen. Dieses Jahr hat sich gezeigt, was passiert wenn man faul ist. Es haut einen so richtig rein. Ich war nicht der einzigste den es traft. Doch trotzdem bleibt am Ende die Erkenntnis: im nachhinein würde man alles besser machen. Am 31. Juli 2009 ist allerdings schon alles gelaufen und es ist vorbei. Entgültig. Der Neuanfang wird am 15. September 2009 beginnen. Mit Beginn der M10 - der Abschlussklasse. Das "Worst Case Szenario" gab es Ende Juni, als mir sämtliche Fahrten für 2010 gestrichen wurden, bis zum Abschluss. Allerdings im Nachhinein die richtige Konsequenz, sonst wäre das Fach Mathe, in der Notenbilanz ein vollkommenes Disaster geworden. Die M10 wird ein Neuanfang.

Ein gutes Jahr, aber ich kann noch viel dazulernen
Mit damals 14 Jahren, begann ich im September 2008 gemeinsam mit Martin Lechermeier und Johannes Hofstetter als Sippenführer der Sippe Streifenhörnchen. Mit 14, gab mir der Leiterkreis, bereits das Vertrauen eine Sippe zu übernehmen. Schnell "arbeitete" ich mit ein. Lernte die Sipplinge kennen und bereitete eifrig die Gruppenstunde Woche für Woche vor. Bis schließlich die Winterfreizeit 2009 in den Faschingsferien anstand. Vor der Freizeit, gab es diverse Clinche zwischen den Sipplingen, riesige Streitereien. Ich ging mit einer sehr schlechten Einstellung auf die Winterfreizeit. Ich dachte, das wird Horror. Es wurde das Gegenteil. Die Kinder hatten Freude daran, dass es sie viel Freizeit hatten. Die Feuertaufe war bestanden. In einer Sippe gibt es verschiedene "Charaktäre" die es immer in jeder Sippe gibt und die sich natürlich zoffen, ganz normal. Im Alter 10-11 hassen sich Jungs & Mädels. Schlafen generell in getrennten Zimmern, ohne das der Sifü was sagen muss. Es gibt folgende Charaktäre: den aufgedrehten, der manchmal über´s Ziel hinausschiehst. Den "Alleskönner", manchmal als "Streber" bezeichnet. Die ruhigen unter den Sipplingen. Und die Zicke/n, die von einer Minute auf die andere, auf einmal Launen bekommen. Mit einem Satz, kann man sie wütend machen, bei ihnen stößt man meistens auf Unverständnis. Auch das Pfingstlager in Landshut/Isar sollte gut werden. Am Ende resumiert man gut über das Jahr 1 als Sifü. Vor allem das PfiLa war im Voraus bereits harte Arbeit. Die ganze Planung. Zugverbindungen suchen, Elternzettel mit Zugdaten und Infos schreiben und verteilen. Weil im Vorfeld was mit den Anmeldungen schief lief, musste ich alle Eltern anrufen und fragen wegen dem PfiLa ob ihr Kind mitfährt. Schließlich und endlich war man froh, dass alles rum war. Obwohl es ein gutes Lager war. Wo ich viele neue Leute kennengelernt habe und alte Bekannte wieder getroffen habe. Nächstes Pfingstlager am Bucher Berg, werde ich nicht dabei sein. Denn nach den Pfingstferien steht das große Finale an, die Abschlussprüfungen. Darum heißt es jede Zeit investieren. Außerdem bin ich nach jedem Lager "klinisch tod." Ich schlafe nur zwei Tage durch zuhause, weil ich so fertig bin. Darum PfiLa 010, NO! Auf dem Pfingstlager, haben bereits zwei Sipplinge ihr blaues Halstuch bekommen. Sie waren wirklich sehr gut, im letzten Jahr und haben es sich wirklich verdient. Lea, war auch nach der Halstuchverleihung noch richtig überrascht. Traditionell gratulieren die Sippenführer ihren "Blauhalstüchlern" mit Pfadfindergruß und Gut Pfad. Auch für mich als Sippenführer war es ein neuer und schöner Moment, zwei Sipplinge mit blauen Halstüchern in der Sippe zu haben. Die Rede von unserem Stammesführer Philipp, war wieder so emotional, ich musste mir ehrlich die Tränen verkneifen. Eine Halstuchverleihung ist etwas sehr schönes. Bei der nächsten Halstuchverleihung, voraussichtlich auf dem PfiLa 010 werde ich nicht dabei sein. Aber vielleicht gibt es ja auf der Faschingsfreizeit eine? Und vielleicht bin ich sogar dabei. Als Sippenführer kann ich im nachhinein noch einiges dazulernen. Man lernt nie aus. Und was sagt eine Pfadfinder-Grund-Prinzipie? Learning by doing!

1. August: das vorerst letzte Lager
Die 11. Großfahrt unseres Stammes nach England, wird mein vorerst letztes Lager sein. Der Cut im Juni 2009 war maßgeblich nötig, sonst wäre der Rest des Schuljahres noch mehr den Bach runtergegangen, als es ohnehin bereits ist. Spätentens in Wolfsburg, auf dem Bundeslager 2010, werde ich ein Comeback feiern.


31. Juli 2009: Start Sommerferien, was die letzten Sommerferien meines Schülerlebens so bringen.
Was bringen die Sommerferien für mich? Vom 1. August - 15. August ist die Großfahrt nach England. Danach bin ich klassisch "klinisch tod", dann einen Tag danach, kommt mein bester Freund Flo bei mir vorbei. Da erzähle ich ihm von England. Dann heißt es meinen Onkel im Garten helfen und blablabla. In der 3. Woche beginnt dann die M10-Vorbereitung in Mathe und Vorbereitung auf die Bewerbungstests, mit meinem Bewerbungstestbuch. Zwischendrin, am 5. September ist die Stamm Totila Pfadfinder Ferienaktion, wo ich als Teamer dabei sein werde. Zwischendrin, sind diverse Heimspiele vom FC Ingolstadt 04 (könnt ihr natürlich alles nachlesen im Blog). In der 6. Woche ist dann mein zweites Praktikum in der Gemeinde Karlshuld als Verwaltungsfachangestellter. Und am 15. September geht´s schon wieder los.

Morgen im Blog: leider nicht´s
Aber am Mittwoch: der Bericht von der 35. Auswärtsfahrt nach Aue. Der nächste Teil des England Großfahrt Specials (der Pfadi Maxi).

PROsports - 35. Auswärtsfahrt nach Aue


Ingolstadt/Karlshuld/Aue - Es ist ein Jubiläum, das morgen ansteht. Mein persönliches Jubiläum. Meine 35. Auswärtsfahrt mit dem FC Ingolstadt 04 führt nach Aue. Nachdem der FC Ingolstadt 04, furios mit einem 2:0 in die Saison gestartet ist, steht eine schwierige Partie gegen den FC Erzgebirge Aue an. Die Sachsen waren vor zwei Jahren in die 3. Liga abgestiegen. Der FC Ingolstadt hat seit 7 Monaten kein Auswärtsspiel (Pflichtspiele) mehr gewonnen. Der letzte Pflichtspiel Auswärtssieg datiert aus dem Dezember 2008 in Koblenz (1:0). Nachdem die letzte Auswärtsfahrt nach Nürnberg führte, geht es gleich am zweiten Spieltag der neuen Saison nach Aue. Mit dem FC04 war ich noch nie in einer ostdfeutschen Stadt. Ebenfalls eine Premiere. Morgen gleich nach der Schule geht´s los zur Nummer 35! Allerdings ist diese Auswärtsfahrt eine völlige Ausnahme während der Woche bzw. Schulzeit. Weil A, immer früher aus ist und die letzte Schulwoche im vollem Gange ist. Wenn ein Probe gewesen wäre, wäre ich sowieso nicht mitgefahren. Teil 1 der Wir kommen wieder Tour 2009/2010!

Auswärtsfahrten 2. Bundesliga & 3. Liga:
32. Auswärtsfahrt nach Oberhausen
33. Auswärtsfahrt nach Fürth
34. Auswärtsfahrt nach Nürnberg
35. Auswärtsfahrt nach Aue

Ohne Ingolstadt ist ohnehin nicht´s los – die Vorschau auf das Unterhaus der Bundesliga

Was ist denn die 2. Bundesliga, ohne den FC Ingolstadt 04? Nicht mehr als vorher, Vereine kommen und gehen. Der FC04 durfte sich ohnehin gleich zweimal in die Statistikbücher der 2. Liga eintragen. Es gab eine Trainerentlassung und das Team von Fink und dann von Köppel, blieb genau 14 Spiele ohne Sieg. Erst am letzten Spieltag, konnte man mit einem 4:0 gegen Koblenz jene Schmach verhindern. Mit dieser Serie, eine Rückrunde ohne Sieg, hätte man sich zu Babelsberg und Ulm eingereiht. Beide Teams schafften dieses „Kunststück“ der dauerhaften Erfolgslosigkeit. Dieses Jahr werden die Karten neu gemischt, nur ohne den FC Ingolstadt 04.
Das Aufstiegsrennen wird wie letztes Jahr bis zum letzten Jahr spannend bleiben. Allerdings wird wie letztes Jahr ein Verein sich vorzeitig absetzen können und von oben herab schauen können, währenddessen sich die anderen Vereine gegenseitig die Punkte abluchsen und sich bekriegen werden. Die Absteiger Energie Cottbus (Relegation), Karlsruher SC und Arminia Bielefeld peilen natürlich allesamt den direkten Wiederaufstieg in die Erstklassigkeit an. Allerdings können nur zwei direkt aufsteigen, einer muss in die Relegation. Dort wurde letztes Jahr Energie Cottbus mit u. a. einer 3:0-Niederlage durch die Mühle gedreht. Ebenfalls wollen oben zwangsläufig Alemmania Aachen, MSV Duisburg, Hansa Rostock und der FC Augsburg ein Wörtchen mitreden. Doch am Ende schaffen es nur zwei und einer muss den Weg über die Relegation gehen. Wer denn am Ende oben stehen wird, ist schwierig zu sagen. Denn die 2. Liga schreibt vermeintlich ihre eigenen Geschichten. Hat vor der letzten Saison doch kein Mensch geglaubt, das Rot-Weiß Oberhausen oder liebevoll RWO genannt, den Klassenerhalt schafft. Auch Rot-Weiß Ahlen sah man vor der Saison bereits wieder in der dritten Liga. Am Ende schasste es den FC Ingolstadt 04 und Wehen-Wiesbaden. In der Relegation wurde Osnabrück entgültig zerlegt. Die Wiesbadener die ein Jahr zuvor souverän für einen Aufsteiger den Klassenerhalt schafften, mussten runter. Wer dieses Jahr runter muss, ist total offen. Die üblichen Verdächtigen werden gegen den Abstieg wohl kämpfen müssen. Da wären die Aufsteiger: 1. FC Union „Die Eisernen“ Berlin, Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn. Auch nach unten müssen sich die Vorjahres-Abstiegskämpfer orientieren: FSV 1899 Frankfurt, TuS Koblenz, Rot-Weiß Ahlen und Rot-Weiß Oberhausen. Wenn die Oberhauser genauso wie letztes Jahr so zusammenhalten, ist das zweite Wunder wieder machbar – der Klassenerhalt. Nachdem RWO aufgestiegen ist, wurde die Zusammenhalts-Kampagne „Malchocherschicht die II.“ ins Leben gerufen. Nun folgt „Malocherschicht die III.“ die natürlich auch mit dem Klassenerhalt gekrönt werden soll.
Letztes Jahr noch gegen den FSV Frankfurt, jetzt gegen Dortmund und Hertha in der 1. Bundesliga. Valdet Rama (Mitte) schaffte den Sprung zu Hannover 96.
Die Ahlener wohlgemerkt aus Nordrhein-Westfalen und nicht aus Baden-Württemberg, haben sich ordentlich verstärkt. Zwar mussten sie ihr Sturmtalent Großkreutz in Richtung Dortmund abgeben, aber die Neuzugänge sollten wohl, helfen können. Da konnten die Ahlener überraschender Weise den FC Ingolstadt-Schrecken Mikolajczak (FSV Frankfurt) für sich gewinnen u. a. auch Omidagbe einen guten Abwehrspieler. Auch David Felgenhauer kam neu dazu, er kommt von Greuther Fürth. So könnte Ahlen wohl den Klassenerhalt schaffen. Allerdings sind die Ahlener Fußballfans und Stadtbewohner nicht so Fußball begeistert oder haben noch nicht gemerkt, dass da einiges los ist im Wersestadion. In 17 Spielen fanden lediglich 4597 Zuschauer den Weg ins Stadion. Obwohl für 11500 Zuschauer Platz wäre. Damit hat Rot-Weiß Ahlen den schlechtesten Zuschauerschnitt der Vorsaison. Nur Ingolstadt kommt mit 5530 an diese miserable Zuschauerzahl noch heran. Im direkten Duell trennten sich Ahlen und Ingolstadt einmal 0:3 und 0:2. Ahlen knipste in Ingolstadt den ersten Hoffnungsschimmer aus. Auf sich Absteiger jetzt festzulegen wäre vermessen. Allerdings denke ich, dass Koblenz und Düsseldorf den bitteren Gang in die dritte Liga gehen müssen. In die Relegation rettet sich trotz guter Neuverpflichtungen Ahlen.

Aufstiegsfavorit Nummer 1: Alemannia Aachen im neuem Tivoli

Doch nochmal zurück zum Aufstiegsrennen. Als Aufstiegsfavoriten Nummer eins gelten jedoch nicht die Absteiger aus Liga 1, sondern Alemannia Aachen und MSV Duisburg. Beide haben letztes Jahr nur selten ihre Aufstiegsambitionen unterstrichen und wollen dieses Jahr wieder hoch in die Eliteklasse des deutschen Fußballs. Die Alemannia hat ihrem alten traditionsreichen Stadion dem Tivoli den Rücken gekehrt und zog in neuen wahrhaften „Fußballtempel“ um. Der „Neue Tivoli“ bietet für 30.000 Zuschauer Platz und wurde teilweise durch die Tivoli-Anleihe von Fans mitfinanziert. Hier will die Alemannia auch ohne Jahrhundert-Talent Lewis Holtby wieder hoch in Liga 1. Denn Holtby, wurde für 2,5 Millionen an Schalke 04 abgegeben. Das Mittelfeldtalent war maßgeblich an der doch noch gut endenden Saison für die Alemannen beteiligt. Nun kickt der 19-jährige für Felix Magaht´s Schalker „Knappen“. Oben dürfte auch Bielefeld ein Wörtchen mitreden können. Doch die Arminen mussten ihren Torjäger Artur Wichniarek in Richtung Berlin ziehen lassen. Ein Trainer schafften bereits vor der Saison einen Aufstieg. „Pele“ Wollitz ging als Trainer vom Zweitligaabsteiger VfL Osnabrück zum Bundesligaabsteiger und Neu-Zweitligsten Energie Cottbus. Die Cottbusser gehen ebenfalls mit Aufstiegsambitionen in die neue Saison. Die Lausitzer wollen wieder aufsteigen und wären damit wieder einmal der einzige ostdeutsche Bundesligist. Reihenweise tummeln sich währenddessen in der 3. Liga die ostdeutschen Klubs. Dynamo Dresden, Rot-Weiß Erfurt, Carl Zeiss Jena und Erzgebirge Aue, spielen in Liga 3. Doch nun wieder zurück ins Unterhaus. Die Alemannia Aachen hat mit dem FC Ingolstadt eines gemeinsam. Beide Vereine stiegen nach eine guten Hinrunde als Vorletzter in die tiefere Liga ab. Aachen musste vor zwei Jahren den bitteren Gang ins Unterhaus antreten. Nachdem die Alemannia, einen sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge hatte, schmolz der Vorsprung nach und nach. Beim TSV Alemannia ging nicht´s mehr. Nachdem man das entscheidende Spiel gegen die ebenfalls abstiegsgefährenden Wolfsburger nach einer 2:0-Führung doch noch aus der Hand gab, war der Abstieg besiegelt. Diego Klimowicz (heute Bochum) erzielte zwei Tore – Endstand 2-2. Unter die letzte Saison möchte Trainer Seeberger gerne einen Strich machen und neu anfangen. Am besten möchten die Aachener gleich in der Premierensaison im neuem Stadion aufsteigen. Mein Tipp, Aachen maschiert als Tabellenführer zur Zweitliga-Meisterschaft und sichert sich frühzeitig die „Radkappe“.
Malocherschicht die III: Rot-Weiß Oberhausen will wieder den Klassenerhalt schaffen


Denn seit der letzten Saison vergibt die DFL (Deutsche-Fußball-Liga) die verantwortlich für die Lizenzierung und Vermarktung ist – eine Meisterschale für´s Unterhaus. Neuerdings wird die Schale als „Radkappe“ verspottet. Als erstes Team konnte der SC Freiburg seine Meisterschaft mit der Schale krönen. Als zweites Team folgt der MSV Duisburg. Die Arminia aus Bielefeld, schafft es Last Minute in die Relegation. Kaiserslautern, Karlsruhe und Cottbus müssen sich mit den nachfolgenden Plätzen zufrieden geben.Es wird die wohl vorerst letzte Saison ohne den FC Ingolstadt 04 bleiben. Denn der FC04 wird mit seinen starken Neuzugängen, wieder zurückkommen in Liga 2. Wenn der FC Ingolstadt, Drittliga-Meister werden sollte, dürfen sich die Schanzer einen Pokal in die Vitrine stellen. Auf Knaller-Derby´s dürfen sich dann die Augsburger und Münchner Löwen freuen. Augsburg und 1860 wollen hoch und Ingolstadt kommt hoch. Na, dann man sieht sich spätentens im August 2010, wieder in Liga 2. Und natürlich garantiert, mit dem FC Ingolstadt 04.

Sonntag, 26. Juli 2009

PROsports - Karlshuld siegt im 60. Donaumoos-Wanderpokal

Grasheim/Donaumoos - Der SV Karlshuld hat sich in der 60-jährigen Donaumoos-Wanderpokal-Geschichte, dieses Jahr abermals in die Geschichtsbücher eingetragen. Mit dem 17. Sieg, ist der SVK nun alleiniger Rekordsieger der insgeheimen "Donaumoos-Meisterschaft" die jedes Jahr stattfindet.

Der Donaumoos-Wanderpokal wurde zum ersten Mal 1950 in Karlshuld ausgetragen. Wer den Wanderpokal, fünfmal insgesamt gewinnt oder dreimal nacheinander darf ihn behalten. Bisher gingen vier Pokale in den Besitz des SV Karlshuld über. Der fünfte Pokal wurde erst 2008 neu gestiftet. 1950 wurde beschlossen, dass jeder Teilnehmer am Wanderpokal, alle zehn Jahre das Turnier ausrichten muss. Seit schon langer Zeit nehmen diese Mannschaften am Donaumoos-Wanderpokal teil: SV Karlshuld (Kreisliga, früher Landesliga), DJK Klingsmoos (Bezirksliga), SV Ludwigsmoos (Kreisliga), SV Langenmoosen (Kreisliga), FC Zell/Bruck (A-Klasse Schwaben, früher Bezirksoberliga BOL), SV Wagenhofen (A-Klasse Schwaben), SV Sinning (A-Klasse), TSG Untermaxfeld (Kreisliga), SV Grasheim (Kreisklasse, früher Bezirksoberliga) und BSV Berg im Gau (Bezirksliga). Obwohl Wagenhofen, Sinning, Berg im Gau und Zell/Bruck nicht im Donaumoos liegen, sind sie im Laufe der Zeit hinzugekommen. Allerdings sind Wagenhofen und Sinning die einzigen Teams, die den Pokal noch nie gewonnen konnten.

Im Halbfinale wollte Grasheim zum dritten Mal vor "heimischen" Publikum den Pott holen. Allerdings machte der SV Karlshuld den Lilaweißen einen Strich durch die Rechnung. Mit 2:0 entschieden, die Karlshulder das Spiel für sich und zog somit ins Finale ein. Im zweiten Halbfinale wurde dann der Gegner für den SVK ausgespielt. Die TSG Untermaxfeld (Aufsteiger Kreisliga) siegte mit 2:0 gegen den schwach spielenden BSV Berg im Gau. Der Bezirksligist, unterstrich nicht seine Siegesambitionen. Letztes Jahr zog der BSV ins Finale ein und musste sich mit 0:2 dem DJK Langenmoosen geschlagen geben. Vor dem Finale SV Karlshuld vs. TSG Untermaxfeld, fanden zwei Platzierungsspiele statt. Ludwigsmoos siegte geegen Klingsmoos mit 3:2. Sinning besiegte Zell/Bruck mit 2:1. Dann stand das Finale an. Das 60. in der Donaumoos-Wanderpokal-Historie. Karlshuld musste einen Rückschlag hinnehmen und geriet in Rückstand. Aber die Karlshulder holten wieder auf siegten am Ende verdient mit 3:1. Karlshuld ist mit seinem 17. Sieg insgesamt, damit alleiniger Rekordsieger im Wanderpokal. Zuvor waren die "schwar-grünen" mit dem DJK Langenmoosen gleich.
Bei den Reserven gewann ebenfalls der SV Karlshuld. Die 2. Mannschaft zog ohne Gegentor ins Finale ein. Damit ist der vereinsinterne Doppelsieg in Grasheim perfekt.

Der 60. Donaumoos-Wanderpokal in Grasheim in Zahlen
Austragungsort: Grasheim (SV Grasheim)
Nächster Austragungsort: Ludwigsmoos (SV Ludwigsmoos)
Zuschauer Finalspiele: 800
Sieger 2009: SV Karlshuld
Sieger Turnier Reserven: SV Karlshuld II
Titelverteidiger: DJK Langenmoosen

Endplatzierungen: 1. SV Karlshuld, 2. TSG Untermaxfeld, 3. BSV Berg im Gau, 4. SV Graseim, 5. DJK Langemoosen (Sieger 2008), 6. SV Wagenhofen, 7. SV Ludwigsmoos, 8. SV Klingsmoos, 9. SV Sinning, 10. FC Zell/Bruck

61. Donaumoos-Wanderpokal in Ludwigsmoos (1. Mannschaften 18. Juli & 25. Juli 2010/ Reserven 16./17. Juli & 24. Juli 2010)